Interview mit Guido Hammesfahr - Teil 2

Stadthunde.com: Hat sich, seitdem Sie mit „Keks“ drehen, etwas an Ihrer Einstellung zu Hunden geändert? Wenn ja, was?

 

Guido Hammesfahr: Ich kenne jetzt  Hundesprache  und habe mehr über ihr Verhalten gelernt und weiß, wie stark der Charakter eines jeden Hundes ausgeprägt ist. Das war mir neu, obwohl wir in meiner Kindheit einen Familienhund hatten. 


Stadthunde.com: Hunde im Fernsehen sind, spätestens seit „Lassie“, alltäglich. Sie selbst sind gelernter Theatermensch. Ob Sie nun „Charlie“ in „Charlies Tante“ (1994 Theater: Fränk. Th. Schloß Maßbach), oder  „King Lui“ und „Shir Khan“ in „Das Dschungelbuch“ (1996 Theater: Städt. Bühnen Krefeld) spielten, lebende Hunde hat es auf der Bühne nicht gegeben. Können Sie sich vorstellen, dass sich dies jetzt nach Ihren Erfahrungen mit Ihrem vierbeinigen Fernsehpartner ändert?

 

Guido Hammesfahr: Ich hatte bislang kaum Gelegenheit, meine menschlichen Kollegen auszusuchen  oder  vorzuschlagen und gehe davon aus, dass ich Keks auch nicht als Hamlet vermitteln kann. Die Bühnenliteratur hat nicht viele Hunderollen vorgesehen. Aber wie Sie ja schon erwähnten, habe ich  bereits einen Kuckuck, einen Affen, einen Tiger und einen Eisbär gespielt. Für eine Rolle als Berner Sennenhund bin ich durch „Keks“ jetzt bestens vorbereitet. 


Stadthunde.com: 2002 und 2003 sind Sie für Ihre Auftritte in „Ladykracher“ mit dem Deutschen Comedy-Preis ausgezeichnet worden. 2007 für die Löwenzahn-Folge „Bionik“ mit dem Kinder-Film- und Fernsehpreis „Goldener Spatz“. Welcher dieser Preise ist aus Ihrer Sicht gewichtiger?

 

Guido Hammesfahr: Der Comedy-Preis ist gewichtiger, er wiegt etwa 1,5 Kilo und dient mir als hervorragender Türstopper. Der Goldene Spatz ist aus Glas und wiegt nur etwa 250 Gramm und steht auf einem Ehrenplatz im Redaktionsbüro und hat dadurch einen rein ideellen Wert.
Mal im ernst: Der Goldene Spatz wird von einer Kinder-Jury vergeben, was den Preis so ungeheuer ehrlich und wertvoll macht.

 

Stadthunde.com: Welchen Anteil am Gewinn des „Goldenen Spatzes“ gebührt denn „Keks“? Hat er einen Extraknochen bekommen?

 

Guido Hammesfahr: Um ganz ehrlich zu sein, Keks macht sich nicht viel aus Preisen, schon gar nicht, wenn sie aus Glas sind. Und Extrawürstchen erhält er mehr als ich und der Grund dafür läßt ihn, im Gegensatz zu den Würstchen, eiskalt.

 

Stadthunde.com: Hunde und Kinder. Ein Thema, dass die Gemüter immer wieder erhitzt. Welche positiven oder negativen Erfahrungen haben Sie in den letzten zwei Jahren zu diesem Stichwort gemacht? 


Guido Hammesfahr: Hunde können eine wichtige Rolle im Familienleben spielen. Sie dürfen aber nicht als Babysitter verstanden werden. Ein Hund gibt der Familie viel, wenn er die richtige Zeit und Aufmerksamkeit genießt.  Hunde sind kein Spielzeug für eine Saison. Verantwortung übernehmen  heißt die Herausforderung.

 


Herr Hammesfahr, herzlichen Dank, dass Sie sich trotz der laufenden Dreharbeiten die Zeit genommen haben, unsere Fragen so ausführlich zu beantworten. (ar)

 

 

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Mehr zu "Keks" können Sie hier erfahren

 

 

Link: Löwenzahn - Pilotfolge mit Fritz Fuchs

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