„BrainDog“-Klänge sind eine beruhigende Musik für Hunde

BrainSound - Interview mit Günter Stielau, Diplominformatiker und Erfinder 

 

Meeresrauschen, Vogelgezwitscher, Seemöwen - wir Zweibeiner verwenden viele Geräusche, um uns vom harten Alltag zu entspannen. Diese Möglichkeit gibt es jetzt auch für unsere Hunde: 'BrainDog' soll den Hund durch wohltuende Klänge entspannen. Im Interview hat uns der Erfinder von BrainSound, Günter Stielau, verraten, was dahinter steckt.

 

Stadthunde.com: Mal ganz persönlich, warum wollten Sie zur Entspannung von Vierbeinern beitragen?

 

Günter Stielau: Ich bin auf die Idee gekommen, die Gehirnwellenstimulation auch bei Tieren einzusetzen, als ich Besuch von einem Freund hatte, dessen Hund immer zickig ist. Meinem Freund habe ich dann die neue Erfindung vorgeführt. Als der Hund plötzlich ruhiger wurde, hatte ich den Gedankenblitz, dass die Erfindung auch bei Säugetieren funktioniert. Was den Menschen gut tut, ist auch für die Vierbeiner von Vorteil. Ärzte in der Schweiz benutzen die BrainDog CD in ihren Wartezimmern und auch bei der Behandlung. Das ist für mich ein überzeugendes Argument für den Einsatz der CD.

 

Schweizer Tierärzte nutzen BrainDog

 

Stadthunde.com: Wie kam es zur Aufnahme der CD „BrainDog“? Ein Gag?

 

Günter Stielau: Kein Gag, mein Hintergrund sind zwei Studien – das der Informatik und das der Psychologie. In diesem Zusammenhang habe ich mich für die Zusammenhänge zwischen Technik und Psyche interessiert. Meine aktuelle Erfindung, aus der auch die  „BrainDog“-CD hervorgegangen ist, stimuliert die Gehirnwellen von Menschen derart, dass sie in einen bestimmten psychischen Zustand kommen. Dieser Effekt funktioniert bei allen Säugetieren. Auch Hunde haben also etwas davon.

 

Stadthunde.com: Was ist das „Geheimnis“ der beruhigenden Wirkung von Tönen? Wie lässt sich dieser Effekt wissenschaftlich begründen?

 

Günter Stielau: Das Geheimnis sind die Schwingungen im Kopf. Sie bestimmen den Gemütszustand. In der Medizin misst man diese Schwingungen beim EEG, dem Elektroenzephalogramm. Ist jemand im Stress hat das EEG höhere Frequenzen. In tiefer Entspannung gehen die Frequenzen in einen tiefen Bereich. Durch die Gehirnwellen Stimulation, die nur bei der Wiedergabe der Musik in Stereo passiert, wird das Bewusstsein nun von zwei Seiten mit unterschiedlich manipulierten Frequenzen beschallt. Dies bewirkt, dass das Gehirn auf Ausgleich drängt und die Hirnwellen in einen vorher festgelegten Bereich „gezogen“ werden – etwa in einen Bereich, der Entspannungsgefühle bewirkt.

 

EEG macht Stimulation sichtbar

 

Stadthunde.com: Was für Musik nutzen Sie als so genannten BrainSound?

 

Günter Stielau: Mit dem neuen Verfahren BrainSound zur Gehirnwellen-Stimulation wird ganz normale Musik mit der Stimulation hinterlegt. Um welche Musik es sich handelt, ist grundsätzlich egal. Man ahnt beim Hören der Musik nicht, dass eine Beeinflussung der Gehirnwellen statt findet, erlebt aber den Effekt. Die Musik von BrainDog beispielsweise ist auch für Menschen sehr angenehm zu hören.

 

Vielen Dank für das Interview!

 

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