G.K. Airfreight Service kann aus jahrelanger Erfahung sagen, wie man den Hund auf einen Lufttransport vorbereitet.
"Da während des Fluges der Herzkreislauf eh ein wenig absinkt - man merkt es ja auch, wenn man selber fliegt -, benötigt man wirklich keine Beruhigungsmittel."
Stadthunde.com: Herr Wissenbach, die Firma "G.K. Airfreight Service" organisiert seit Jahrzehnten Tiertransporte und den Haustierversand per Flugzeug. Wie ist es dazu gekommen?
Kay Wissenbach: Bereits in den Fünfzigerjahren organisierten wir für US-Army-Mitglieder Haustiertransporte. Einer der Gründer von "G.K. Airfreight Service " war der Army-Angehörige Joseph Grady, von dessen Namen sich auch unser Firmenname ableitet. Zunächst ging es also wirklich um den reinen Haustierversand - Hund, Katze und Maus. Doch mit der Zeit wurde das Geschäft mit der tierischen "Fracht" umfangreicher. Es kamen aufwändigere Transporte von Zootieren und auch Turnierpferden hinzu.
Stadthunde.com: Welche Probleme begegnen Ihnen beim Im- und Export der Tiere?
Kay Wissenbach: Privatreisende, die ihre Haustiertransporte auf eigene Faust organisieren, können sicher ein Lied davon singen. Denn es ist nicht immer klar, welche Einreisebestimmungen wirklich aktuell gültig sind. Hier gibt es bei den Botschaften teilweise nur sehr unklare Angaben oder sogar auch falsche.
Stadthunde.com: Wir reagieren Sie auf Probleme dieser Art?
Kay Wissenbach: Unsere jahrzehntelange Erfahrung spielt dabei natürlich eine große Rolle. Unseren Kunden gegenüber müssen wir immer wieder verdeutlichen, dass wir in vielen Fällen sogar über zutreffendere Informationen verfügen als die Botschaften selbst. Denn durch die Vielzahl der unterschiedlichen Tiertransporte sind wir über die Jahre natürlich zu echten Experten geworden. In den allermeisten Ländern der Welt können wir auf Erfahrungswerte zugreifen. Wir haben mittlerweile ein weltweites Netzwerk gesponnen, bestehend aus Spediteuren und Tierbetreuern vor Ort. Und wenn wir wirklich mal keinen festen Spediteur in einem Land haben, hilft uns unsere Erfahrung bei der Auswahl der geeigneten Fachleute.
Stadthunde.com: Wie müssen sich Hundebesitzer den Haustierversand per Flugzeug vorstellen?
Kay Wissenbach: Wir haben uns voll und ganz auf das Wohl der Tiere eingestellt. Zu unserer Ausrüstung gehört sogar ein spezielles Transportfahrzeug mit Luftfederung für die Fahrt zur Animal Lounge am Frankfurter Flughafen oder auch für Abholungen bzw. Zustellungen nach Hause. Vor und nach dem Flug bleiben die Tiere dann unter Betreuung in diesem speziell ausgestattetem Bereich. Erst ca. eine Stunde vor Abflug geht die Fahrt zur Verladung in das Flugzeug los. Gerade weil wir auch Zootiere transportieren, die ganz besonderen Pflege- und Sicherheitsstandards unterliegen, dürfen sich Hunde- oder Katzenbesitzer dabei auf ein Höchstmaß an Expertise und Sorgfalt verlassen.
Stadthunde.com: Was müssen gerade Hundehalter beachten, die Ihren Hund per Flugzeug transportieren wollen bzw. müssen?
Kay Wissenbach: Viele Hundebesitzer vertrauen relativ kritiklos ihrem Tierarzt. Doch unsere Erfahrung zeigt, dass diese nicht selten sogar zu Beruhigungsmitteln raten. Das kommt für uns nicht in Frage - denn eine Gefahr durch solche Medikamente besteht unter anderem darin, dass die Hunde das so wichtige Hecheln einstellen und im Ernstfall sogar an Bord in Gefahr geraten können. Schließlich regeln Hunde über das Hecheln die Kontrolle ihres Flüssigkeitshaushalts und der Körpertemperatur. Da während des Fluges der Herzkreislauf eh ein wenig absinkt - man merkt es ja auch, wenn man selber fliegt -, benötigt man wirklich keine Beruhigungsmittel.
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