Erol Sander im Stadthunde.com-Interview

Erol Sander über Rücksicht und die Liebe zu Ridgebacks


Hunde haben im Leben von Erol Sander schon immer eine große Rolle gespielt. Wir haben mit dem begeisterten Hundefreund gesprochen.

Wer den Englischen Garten in München besucht, kann dort häufig einen Mann beobachten, der ausgelassen mit seinen beiden Rhodesian Ridgebacks spielt. Ein sympathischer, äußerst gutaussehender Mann, dessen Hunde mit tadellosen Manieren glänzen. Erol Sander ist den Deutschen nicht nur aus bekannten TV-Formaten wie „Mordkommission Istanbul“ oder Kino-Blockbustern wie „Alexander“ ein Begriff. Als Model war er in ganz Europa und den USA gefragt, lief für Designer wie Armani, Dolce & Gabbana oder Dior. Dass er zum bestangezogensten Mann Deutschlands gewählt wurde, wundert kaum.

Erol Sander ist Nachfolger von Nina Ruge

Nun tritt der attraktive türkischstämmige Schauspieler mit einem neuen Projekt an die Öffentlichkeit: Der begeisterte Hundefreund ist offizieller Schirmherr des „Tag des Hundes“, des großen Aktionswochenendes, das der Verband für das Deutsche Hundewesen in ganz Deutschland veranstaltet. Damit tritt er die Nachfolge von Nina Ruge an, die im Vorjahr als Hunde-Botschafterin den Tag des Hundes aktiv unterstützte. „Nina hat mich gefragt, ob ich dieses Amt von ihr übernehmen möchte“, berichtet Erol Sander im Telefon-Interview mit Stadthunde.com. „Sie weiß natürlich, dass ich mit Hunden aufgewachsen und ein großer Hundefreund bin. Deshalb habe ich auch nicht gezögert, diese Aufgabe anzunehmen.“

Hunde sollten sozialisiert werden


Eine Aufgabe, die der Hundefreund ernst nimmt. „Ich habe eigentlich zwei Hauptanliegen, für die ich mich als Hunde-Botschafter einsetzen möchte“, erklärt er. „Zum einen hoffe ich, bei Hundeliebhabern ein Bewusstsein dafür zu schaffen, wie wichtig die sorgsame Erziehung ihrer Tiere ist. Hunde müssen kontrollierbar sein – auch zu ihrer eigenen Sicherheit. Wie leicht kann ein Hund auf die Straße geraten und überfahren werden, wenn er einen Hasen sieht und sich nicht abrufen lässt. Vor allem große Hunde sollten gut sozialisiert und erzogen werden, wenn möglich mit Hilfe eines kompetenten Hundetrainers.“ Seine eigenen Hunde, so erklärt er, seien auch seinen beiden Kindern rücksichtsvolle und zuverlässige Spielgefährten.

Rücksichtnahme ist für Hundehalter Pflichtprogramm

„Zum anderen liegt mir aber auch die gegenseitige Rücksichtnahme zwischen Hundehaltern und Menschen ohne Hund am Herzen“, fügt der Wahl-Münchener hinzu. „Viele Menschen habe nun einmal Angst vor Hunden - da ist es wichtig, achtsam miteinander umzugehen. Die Hinterlassenschaften seines Hundes sollte wirklich jeder entfernen. Ich mache das auch, und bei zwei Ridgebacks ist das kein Pappenstiel!“

Ridgebacks im Team – Erol Sander ist großer Afrika-Fan


Die beiden Ridgebacks heißen "Shemsa" und "Massai" und sind Mutter und Sohn. „Wir wollten einen Wurf von Shemsa haben, bevor sie sterilisiert wird“, berichtet Erol Sander. „Einen der Welpen haben wir behalten – und die zwei sind ein ganz tolles Team.“ Der 42jährige ist ein ausgesprochener Liebhaber dieser Rasse. Es war seine Liebe zu Afrika, die ihn mit den stolzen Jagdhunden bekannt machte. Auch das Telefon-Interview mit uns führt er von Afrika aus, denn dort ist er gerade mit den Dreharbeiten für sein neues Projekt beschäftigt. In „Afrika ruft nach Dir“ spielt er den verwitweten Tierarzt Markus Wenninger, der eine Tierstation übernimmt – vor dem Hintergrund der weiten, faszinierenden Buschlandschaft Afrikas.

Hundegesetze lösen keine Konflikte


Im heimischen Deutschland geht es dagegen deutlich reglementierter zu. Doch der Politikwissenschaftler ist skeptisch, ob Hundegesetze wirklich der Schlüssel für ein harmonisches Miteinander von Hundehaltern und Nicht-Hundehaltern sind. „Hundegesetze polarisieren. Dabei steht doch jeder einzelne Hundehalter in der Verantwortung. Ich glaube, die Konflikte können wir im alltäglichen, rücksichtsvollen Umgang viel besser lösen als auf politischer Ebene.“ Denn die wichtigste Eigenschaft, die ein Hundehalter mitbringen sollte, ist für Erol Sander ganz klar: „Verantwortungsbewusstsein - dem eigenen Hund, aber auch der Umwelt gegenüber.“

 

Bilder mit freundlicher Genehmigung vom Verband für das Deutsche Hundewesen.

 

 

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