Hundehalter sind stets bestrebt, ihrem Vierbeiner etwas beizubringen. Beate Schmöller verriet uns, warum es besser ist, sich auch einmal etwas von seinem Hund abzuschauen. Außerdem erzählt die Autorin, wie die Magie Mauis ihr Leben beeinflusste sowie alles über ihre erfolgreichen Hundebücher.
Stadthunde.com: Sie sind bekennender Fan des Golden Retriever. Was macht diese Hunde in Ihren Augen so besonders? Könnten Sie sich vorstellen, jemals eine andere Rasse zu halten?
Beate Schmöller: Golden Retriever sind äußerst feinfühlige und bewegungsfreudige Hunde. Ihr Platz ist mitten in der Familie und sie möchten den Menschen immer Freude bereiten. Außerdem sind sie äußerst anpassungsfähig und gutmütig. Ich habe das Gefühl, sie gehen immer mit einem Lachen durch die Welt und deshalb haben sie mein Herz erobert. Spricht man einen Goldie freundlich an, winkt sein ganzer Körper vor Freude. Aufgrund ihrer sensiblen, freundlichen Art werden sie auch häufig als Therapie- oder Blindenhunde eingesetzt.
Stadthunde.com: In Ihren Büchern zeigen sie ungezwungen auf, was Menschen von Ipos - ihrem Golden Retriever - und seiner unkomplizierten, lockeren und absolut authentischen Lebensweise lernen können. Glauben Sie, dass jeder Hundehalter von seinem Hund etwas lernen kann?
Beate Schmöller: Davon bin ich überzeugt. Hunde leben im Hier und Jetzt. Sie denken nicht an morgen, sie verharren nicht im gestern. Sie sind ganz bei dem, was sie tun. Im Gegensatz zu uns versuchen sie nicht drei Dinge gleichzeitig zu erledigen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Ipo beim Spaziergang bereits an den gefüllten Futternapf zu Hause denkt.
Stadthunde.com: Ihre Bücher sind sehr erfolgreich. Sind es die kleinen Glücksmomente, die Sie Ihren Lesern schenken, die die Reihe so beliebt macht, oder was schätzen Ihre Leser besonders an den Ipo-Büchern?
Beate Schmöller: Hunde schenken uns Lebensfreude und diese Freude gebe ich in meinen Büchern weiter. Meine Leser möchten den Alltag für einen Augenblick vergessen und sie möchten ein wenig Schmunzeln. Manches Mal finden sie sich auch in den Geschichten selbst wieder, denn sie erzählen Erlebnisse, mitten aus dem Leben.
Stadthunde.com: Menschen neigen dazu, ihren Hunden etwas beibringen zu wollen, statt etwas von ihnen zu lernen. Die Geschichten von Ipo zeigen, dass ein Lehren und Lernen zwischen Mensch und Hund möglich ist. War Ihnen das von Anfang an bewusst, oder wie kamen Sie zu dieser Erkenntnis?
Beate Schmöller: Oh, nein! Es war mir nicht bewusst, dass Ipo mein Lehrmeister in Sachen Lebensfreude wird. Aber er zeigt mir täglich, dass es keinen Grund gibt, Trübsal zu blasen, und dass man immer das Beste aus jeder Situation machen muss. Ipo ist einfach immer gut drauf und dafür bin ich ihm dankbar. Es gibt Tage, an denen ich das Gefühl habe, irgendwie läuft alles daneben. Ipo spürt das und bringt unaufgefordert seine Leine, denn er weiß, dass nach einem Spaziergang mit ihm die Welt für mich wieder ganz anders aussieht.
Stadthunde.com: Hundehalter vermenschlichen Hunde manchmal eher, anstatt sie liebevoll so zu sehen, wie sie sind. Damit geht ihnen natürlich viel verloren. Wer ein Buch aus der Perspektive eines Hundes schreiben möchte, muss sich in die Natur des Hundes einfühlen können, kommt aber sicherlich an einer gewissen Anthropomorphisierung nicht vorbei, um ihn für uns Leser verständlich zu machen. War das eine Herausforderung beim Schreiben? Wie sind Sie zu der geglückten Lösung gelangt?
Beate Schmöller: Ich habe es genossen, die Welt aus Ipo’s Sicht zu betrachten. Sie ist so viel einfacher als unsere Menschensicht. Ipo konzentriert sich nur auf das Wesentliche im Leben. Schlafen, Spielen, Fressen, Kuscheln. Ich habe ihn einfach nur beobachtet und ich bin ehrlich: Manchmal beneide ich ihn um seine Art zu leben. Am besten trifft es ein Zitat aus dem neuen Buch Aloha auf vier Pfoten Momente: „Ich weiß, was ich kann und ich weiß, was ich besser sein lasse. Ich vertraue auf mich und meine Fähigkeiten. Bei allem was ich tue, bleibe ich mir selbst treu. Ich bin der verspielte, unvernünftige und Freude strahlende Ipo. So bin ich und so bleibe ich sicherlich mein ganzes Leben lang.“
Stadthunde.com: Ihre Bücher sind erfüllt von dem Flair und dem Lebensgeist Hawaiis. Wie kam es zu dieser großen Liebe zu Maui, und was zeichnet Maui Ihrer Meinung nach vor den anderen Inseln des „Aloha-Staates“ aus?
Beate Schmöller: Mein Mann und ich sind begeisterte Windsurfer und haben viele Winter auf Maui verbracht. Auf Maui haben wir ja dann auch den ersten Golden Retriever mit Namen Ipo getroffen. Er verkörperte diesen Aloha Spirit, diese unbändige Lebensfreude. Maui ist ein magischer Ort, an dem sich die Natur in allen Facetten zeigt. Unvergessliche Sonnenaufgänge, die milden Passatwinde, die unglaubliche Flora und Fauna und die einmaligen Wellen des Pazifiks. Auf Magic Maui fühlt man sich ein wenig wie im Paradies.
Die anderen Inseln des Aloha Staates kennen wir nur durch Zwischenstopps bei der Anreise, aber sie sind sicherlich auch wunderschön.
Stadthunde.com: Sie haben den Verlag „Alohaipo“ gegründet, der Bücher mit Aloha-Spirit vertreibt. Aloha ist ein vielschichtiger Begriff im Hawaiianischen. Haben Sie den Namen aufgrund der Feel-Good-Botschaft Ihrer Bücher gewählt, oder als Freundschaftsangebot an Ihre Leser? Angeblich soll die Hawaiische Königin Lili'uokalan ja einst darüber gesagt haben: „Kein Hawaiianer darf dieses heilige Wort aussprechen, wenn er nicht mit seinem Gegenüber in Harmonie und Frieden war.“
Die Antwort auf diese und weitere Fragen finden Sie hier:
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