Hunde und Teebaumöl

Hundepflege – aber natürlich Teil 3

Hundepflege mit natürlichen Wirkstoffen ist eine gute Sache. Doch „natürlich“ heißt noch lange nicht, dass ein Präparat absolut sicher und frei von Nebenwirkungen sind. Das gilt für Teebaumöl ganz besonders. Das hochwirksame ätherische Öl kann zu Vergiftungserscheinungen führen – deshalb ist auch bei Hunden höchste Vorsicht geboten!

In Australien kennt man die Wirkung des Teebaum-Öls schon lange. Die Ureinwohner behandelten damit offene Wunden und Hautinfektionen, nutzten es aber auch zur Parasitenabwehr. Mit der Entdeckung des Penicillins geriet das ätherische Öl des Teebaums erst einmal in Vergessenheit. Doch seit die Naturheilkunde für Hunde einen Aufschwung erlebt, ist auch das Teebaum-Öl wieder im Kommen.

Hunde-Pflege mit Teebaum-Öl

Nicht zu Unrecht, denn Teebaum-Öl ist hochwirksam und sehr vielseitig. Bei Menschen wird es gegen Akne, Schuppenflechte, Pilzinfaktionen, Verspannungen, offenen Wunden, Rheuma, Raucherhusten und Krampfadern empfohlen. Auch die Verwendung von Teebaum-Öl in der Hunde-Pflege wird immer beliebter. Beim Hund wird Teebaum-Öl ebenfalls zur Desinfektion offener Wunden und zur Fellpflege genutzt – auch in der Parasitenabwehr hat es sich bewährt.

Tatsächlich ist Teebaum-Öl hochwirksam. Gerade deshalb ist im Umgang mit dem ätherischen Öl aber auch Vorsicht geboten. Seine Inhaltsstoffe, hauptsächlich Terpene und Phenole, sind pharmakologisch extrem effektiv. Deshalb kann es bei der Anwendung von Teebaum-Öl durchaus zu Nebenwirkungen oder Allergien kommen. Fehler bei der Dosierung können fatal sein, denn es drohen Vergiftungserscheinungen.

Besonders tückisch: Bei einem Naturprodukt kann die Konzentration der Inhaltsstoffe schwanken. Deshalb kann eine punktgenaue Dosierung nie wirklich sichergestellt werden. Reines Teebaum-Öl sollte immer nur in extremen Verdünnungen angewendet werden, da sonst Verätzungen und Vergiftungen beim Hund die Folge sein können. Oft kommen auch Teebaum-Öl-Produkte auf den Markt, die nicht aus reinem Teebaum-Öl bestehen, sondern gemischt werden. Hier ist Vorsicht geboten, denn oft sind die Inhaltsstoffe minderwertig.

Hunde-Vergiftungen und Haut-Irritationen

Auch wenn Teebaum-Öl ein Naturprodukt ist, sollte es nicht unreflektiert und nicht ohne Rücksprache mit dem Tierarzt angewendet werden. Für Katzen beispielsweise ist Teebaum-Öl hochgiftig, und Teebaum-Öl-Vergiftungen mit Todesfolge nehmen aktuell drastisch zu. Auch bei Hunden kann es zu Vergiftungen kommen, wenn das Teebaum-Öl innerlich angewendet wird oder der Hund es aufleckt. Bei Kontakt mit der Haut kann es zu Hautirritationen kommen. Die meisten Hunde finden den stechenden Geruch des Öls unangenehm.

Im Zweifel sollte deshalb zwischen den Vor- und Nachteilen des Naturprodukts Teebaum-Öl und eines konventionellen Präparats aus der Tiermedizin genau abgewogen werden.

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Hier gehts es zu weiteren Teilen der Serie:

Natürliche Hundepflege Teil 1 - Aloe Vera

Natürliche Hundepflege Teil 2 - Ginseng

Natürliche Hundepflege Teil 3 - Teebaumöl

Hier geht es zurück zum Start der Serie:

Natürliche Hundepflege

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