Hundepfoten - Perfekt gepflegt!

Pfotenpflege bei Hunden – Die Serie

Pfotenpflege ist im Winter ein brandaktuelles Thema – den Rest des Jahres denken wir nicht allzu viel über die Pfoten unseres Hundes nach. Spätestens, wenn der Vierbeiner sich eine Kralle einreißt oder in eine Scherbe tritt, wird uns bewusst, wie wichtig gesunde und gepflegte Pfoten für unseren Hund sind.

Hundepfoten sind ein kleines Wunder der Natur. Wir nehmen sie als völlig selbstverständlich hin, dabei sind sie ein ausgeklügeltes Gebilde, das unserem Hund perfekte Bodenhaftung auf nahezu jedem Untergrund verleiht. Anatomisch betrachtet entsprechen die Vorderpfoten unseres Hundes unseren Händen, seine Hinterpfoten unseren Füßen. Tatsächlich sind seine Pfoten auch so aufgebaut wie unsere Hände und Füße: Sie besitzen eine Handwurzel, eine Mittelhand und fünf Finger mit jeweils drei Gliedern. Was bei uns der Daumen ist, ist bei unserem Hunde die Afterklaue. Sie besteht aus nur zwei Gliedern und erfüllt keine Funktion mehr.

Während wir auf den Sohlen unserer Füße laufen, sind Hunde jedoch sogenannte Zehengänger. Sie bewegen sich ausschließlich auf ihren Zehen fort. Was für uns äußerst anstrengend wäre, verleiht dem Hund eine enorme Wendigkeit. Seine Hundepfote ist hochspezialisiert: Die Haut seiner Pfotenballen ist dick verhornt. Das macht die Hundepfoten unempfindlich gegen harte, steinige Untergründe und schützt sie vor allerlei Verletzungen. Auch Kälte, Wind und Nässe werden so zu großen Teilen abgehalten.

Hundepfoten produzieren Haft-Sekret

Unter der Hornschicht befinden sich große Fettpolster. Sie funktionieren wie eine natürliche Federung und mildern Stöße und Schläge ab. So werden die Gelenke geschont. Dabei ist die Hundepfote alles andere als unsensibel. Im Gegenteil befinden sich in der Ballenhaut Rezeptoren, die nicht nur Temperaturen, sondern auch Berührung oder Vibrationen wahrnehmen. Die meisten Schweißdrüsen befinden sich an den Ballen der Hundepfote. Sie produzieren jedoch nicht nur Schweiß, sondern auch ein spezielles Sekret. Dieses Sekret sorgt dafür, dass die Oberfläche der Pfoten griffig bleibt und der Hund besseren Halt findet.

Die einzelnen Pfotenballen sind sehr beweglich. Zwischen ihnen liegt die sogenannte Zwischenzehenhaut, die den Pfotenballen große Flexibilität verleiht. So passt sich die Pfote auch unwegsamem Gelände perfekt an. Zwischen den Ballen wächst die Pfotenbehaarung. Sie dient dem Schutz der Pfoten. Die Krallen des Hundes bestehen aus hartem, widerstandsfähigem Horn. Sie entsprechen den Fingernägeln des Menschen. Doch im Gegensatz zu Fingernägeln sind die Krallen des Hundes durchblutet. Beim Krallenschneiden dürfen die Gefäße nicht verletzt werden.

Hundepfoten sind wichtig für die Lebensqualität

Hundepfoten sind hochspezialisiert – doch auf die Anforderungen des heutigen Hunde-Alltags sind sie nicht optimal eingestellt. Deshalb ist es besonders wichtig, auf die Gesundheit der Pfoten zu achten und sie sorgfältig zu pflegen. Denn bei mangelnder Achtsamkeit kann es nicht nur zu Verletzungen der Pfoten kommen, sondern auch zu diversen Erkrankungen. Und wer seinen Hund schon einmal dabei unterstützt hat, eine Pfotenverletzung auszukurieren, der weiß: Ohne gesunde Pfoten verliert der Hund enorm an Lebensqualität.

In unserer großen Serie „Hundepfoten – Perfekt gepflegt!“ erfahrt Ihr alles über gesunde und perfekt gepflegte Pfoten.

 

Hundepfoten – Perfekt gepflegt!

Teil 1: Krallen richtig schneiden

Teil 2: Hundepfoten-Pflege im Winter

 

 

 

Weitere Artikel zum Thema:

...