Schulhunde im Einsatz

Hunde erobern die Klassenzimmer

Fu und Fara haben ausgedient - jetzt assistieren vierbeinige Pädagogen unseren Lehrern. Seit mittlerweile 40 Jahren wird der positive Einfluss von Hunden bereits für therapeutische Zwecke genutzt. Damals zeigte sich, dass psychisch kranke Kinder in Therapiestunden viel offener und zugänglicher waren, sobald ein Hund im Raum war.  Jetzt finden unsere geliebten Vierbeiner auch Verwendung in der tiergestützten Pädagogik. Als so genannte „Schulhunde“ bemühen sich Bernhardinder, Deutsche Dogge, Labrador und Co. um eine entspanntere Unterrichtsatmosphäre.

 

In Deutschland haben sich bislang bereits 90 Bildungseinrichtungen für die Unterstützung durch Hilfslehrer mit kalten Schnauzen entschieden. Vor allem Fördereinrichtungen mit behinderten Kindern berichten dabei von großen Erfolgen durch die Mitarbeit der Schulhunde. Zunächst wurden die haarigen Assistenten nur in der Grundschule eingesetzt, in naher Zukunft werden sich die Hunde aber versuchsweise auch in höheren Klassen unter Beweis stellen.

 

Was bringt die Unterstützung durch Schulhunde?

 

Es ist schon lange bekannt, dass Hunde die Lernleistung von Kindern steigern können, wie auch unser Bereicht über „Vierbeinernachhilfe“ aufzeigt. Der Einsatz an Schulen ist allerdings eine ganz neue und pädagogisch sehr wertvolle Maßnahme. Jede Klasse ist schließlich aus einer bunten Mischung von Kindern verschiedener Charaktere zusammengewürfelt.

 

Da gibt es die kleinen Störenfriede, die mit ihrer gesammelten Energie gerne die Banknachbarn vom Unterricht ablenken, deren Übermut aber auch ab und zu in Aggression umschlagen kann. Auf der anderen Seite gibt es in jeder Klasse aber auch die Schüler, die sich am liebsten nicht einmal melden wollen, wenn sie auf die Toilette müssen und durch ihre Zurückgezogenheit oft schlechte mündliche Noten bekommen. Gerade diesen beiden Extremen soll durch den Einsatz von Schulhunden begegnet werden.

 

Doch warum eignen sich gerade Vierbeiner besonders gut für diese Aufgabe? Die Antwort ist sehr nahe liegend: Hunde treten allen Kindern unvoreingenommen gegenüber, egal ob gute oder schlechte Noten und gleichgültig, ob hyperaktiv oder introvertiert - für Hunde sind alle Kinder gleich. Diese Eigenschaft der Pädagogen auf vier Pfoten schafft von der ersten Minute an ein großes Vertrauen auf Seiten der Kinder. Ein weiteres wichtiges Attribut der Vierbeiner ist wohl jedem Hundeliebhaber bekannt: Der Hund spürt, wie man sich fühlt. Und genau so erkennen die Schulhunde den Seelenzustand der Kinder und können entsprechend darauf reagieren.

 

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