Kollege Hund

„Tierischer Schnuppertag“ in Deutschland

Am 26. Juli durften über 1000  Hunde ihren Menschen zu seinem Arbeitsplatz begleiten. Der Deutsche Tierschutzbund e.V.  hatte zum „Tierischen Schnuppertag“ gerufen – und über 800 Unternehmen riefen zurück!

 

Wer am Donnerstag, den 26. Juli in seinen Friseursalon spazierte, mag sich vielleicht gewundert haben über undefinierbare Haar-Berge, die hier nicht nur auf dem Boden herum lagen, sondern sogar atmeten und sich dann und wann bewegten. Manch einer hat vielleicht auch eine Auskunft von der Stadtverwaltung gebraucht und war verwundert über verdächtig entspannte Mienen, ungewöhnlich gute Stimmung und seltsame Hintergrundgeräusche.

 

Des Rätsels Lösung: am 26. Juli hat der Deutsche Tierschutzbund zur Aktion „Kollege Hund“ aufgerufen – und über 800 deutsche Unternehmen haben begeistert zurückgerufen und direkt mitgemacht. Bundesweit tapsten über 1000 Hunde, die sonst treu daheim auf die Rückkehr von Herrchen oder Frauchen warten, wahrscheinlich ebenso glücklich wie ungläubig mit ins Büro, in den Frisörsalon, die Druckerei, die Werbeagentur oder eben auch die Stadtverwaltung.

 

Vierbeiner sorgen für Motivation und Produktivität

 

Welcher Hundehalter wünscht sich nicht, seinen vierbeinigen Freund auch am Arbeitsplatz um sich haben zu können und akzeptiert zu wissen? Auch die Mitarbeiter, die selbst keinen Hund besitzen, konnten davon profitieren, denn mit Hund ist das Betriebsklima gleich einige Nummern besser. So mancher konnte seine Liebe zum Vierbeiner entdecken oder Berührungsängste abbauen. Und letztlich hat sogar der Chef was davon: Immerhin haben Untersuchungen bewiesen, dass Hunde am Arbeitsplatz eine positive Wirkung auf Motivation und Produktivität der Angestellten haben. Sogar ein gesundheitlicher Effekt ist nachgewiesen: Menschen, die in der Nähe eines Hundes arbeiten, leiden seltener an Kopfschmerzen, Müdigkeit und Verdauungsproblemen. Wenn das kein Argument ist!

 

Die Amerikaner haben’s vorgemacht: In den USA hat sich der tierische Aktionstag, der vor neun Jahren eingeführt wurde, bereits etabliert und wird immer beliebter.

 

Auch bei uns soll es künftig einmal im Jahr heißen: „Guten morgen, Kollege Hund!“ Immer am letzten Donnerstag im Juni dürfen die Vierbeiner für ihre Unverzichtbarkeit im Büro werben. Die Betriebe, die an der Aktion teilnehmen, bekommen eine Urkunde vom Deutschen Tierschutzbund, der sie als „tierfreundlicher Betrieb“ auszeichnet.

 

Guten Morgen - Kollege Hund

 

„Wir wollen die Firmen mit dieser Aktion dafür begeistern, auszuprobieren, ob der Hund am Arbeitsplatz für sie in Frage kommt. Wir wissen, dass das die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter steigert. Und vielleicht in der Folge auch einem Hund aus dem Tierheim eine neue Chance auf ein Zuhause gegeben wird, weil die Tierhaltung dann im Einzelfall mit dem Berufsleben vereinbar ist“ sagt Wolfgang Apel, Präsident des Deutschen Tierschutzbundes.

 

Tatsächlich ist für die meisten Menschen mit unerfüllten Hundewunsch ihre Berufstätigkeit das Hauptproblem. Wer Vollzeit in einem Angestelltenverhältnis arbeitet und keinen Hundesitter zuhause hat, muss deshalb meist auf den Vierbeiner verzichten – oder ihm eine ziemlich lange und noch langweiligere Wartezeit zuhause zumuten. Im Büro dagegen weiß der clevere Hundehalter seinen Vierbeiner auch während seiner Arbeit zu beschäftigen, und der wohlerzogene Hund kann dort sogar zu einer echten Hilfe werden. Vielleicht kann sich der eine oder andere Betrieb ja nach dem Aktionstag „Kollege Hund“ dafür erwärmen, künftig auch öfter vierbeinige Mitarbeiter zu begrüßen.

 

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