Wer zwei Hunde hält, fällt meist auf. Das bringt eine große Verantwortung mit sich. Wer nicht möchte, dass Mehrhundehalter ein schlechtes Image verpasst bekommen, sollte dafür Sorge tragen, dass er nur positiv auffällt und seine beiden Hunde Benimmregeln vorbildlich einhalten. Nicht zuletzt im Interesse aller Hunde heißt es deshalb: zwei Hunde, doppelte Rücksichtnahme!
Zweihundehalter sollten grundsätzlich noch mehr mitdenken als Otto-Normal-Hundebesitzer. Nähert sich beim Spaziergang ein Jogger oder Radfahrer, werden beide Hunde brav am Wegesrand abgesetzt. Zwei Hunde dürfen noch viel weniger einfach zu fremden Leuten hin laufen, als es einer darf. Insbesondere Halter von zwei großen Hunden sollten sich Rücksichtnahme zur zweiten Natur machen – die vielen erfreuten Reaktionen werden sie dafür entschädigen.
Kommt ein fremder Hund entgegen, werden beide Hunde brav abgesetzt und es wird erst geklärt, ob die Hunde Kontakt haben dürfen. Meist ist es sinnvoll, zunächst nur einen Hund hin zu lassen, damit sich der fremde Hund nicht überfordert fühlt. Auch bei gut sozialisierten Hunden kann es dazu kommen, dass ein eingespieltes Team beginnt, einen anderen Hund zu mobben. Hier muss sofort eingegriffen werden.
Hat einer der beiden Hunde Verhaltensauffälligkeiten oder große erzieherische Defizite, sollte man es zunächst vermeiden, mit beiden Hunden gleichzeitig unterwegs zu sein – aus Rücksicht auf die Umwelt und um zu verhindern, dass auch der brave Hund sich unerwünschtes Verhalten aneignet.