Ressourcen werden vom Menschen verteilt
Streitigkeiten gibt es meist um Ressourcen – das ist in der Hauptsache Futter, genauso gut können aber auch Spielsachen oder Anderes eine Ressource sein. Wichtig ist deshalb, dass die Hunde lernen, dass der Mensch für die Verteilung der Ressourcen zuständig ist. Um Ressourcen muss also nicht gestritten werden, sie werden ohne Diskussionen vom Menschen zugewiesen.
Stellt ein Hund die Verteilung in Frage, obliegt es auch dem Zweibeiner, seine Entscheidung durch zu setzen. Bekommen also beide Hunde ein Rinderohr und hat einer seines bereits verschlungen und macht sich an das seines Kollegen heran, sollte interveniert werden. In Wolfsrudeln halten sich die ranghöheren Wölfe aus den Ressourcenstreitigkeiten der rangniedrigeren Tiere zwar heraus. Doch dort hat auch jedes Tier das Recht, seine Ressource zu verteidigen.
Wer also nicht mit ständigen Ressourcenstreitigkeiten leben, sondern zwei entspannte Hunde haben möchte, sollte nicht nur die Ressourcen zuweisen, sondern auch darauf achten, dass diese Zuweisung respektiert wird. Ist das der Fall, wird sich jeder Hund entspannt mit dem ihm zugewiesenen Rinderohr hinlegen und es genüsslich verspeisen, ohne daran zu denken, dem anderen seines streitig zu machen.
Im Gegenzug muss jedoch auch der Mensch darauf achten, bei seinen Zuweisungen die natürliche Rangordnung seiner beiden Hunde zu respektieren.