Zweithund: „Gegensätze ziehen sich an“?
Doch auch „Gegensätze ziehen sich an“ ist kein Patentrezept. Der sensible Windhunderüde wird sicherlich nicht vor Freude jubeln, wenn eine rustikale Staffordshire-Hündin Einzug ins Haus, und auch die Kombination quirliger Chihuahuawelpe und phlegmatischer Bernhardiner-Senior könnte eher ein Problemteam sein.
Sind die Hunde zu unterschiedlich, entstehen schnell Konflikte. Sinnvoller ist es, wenn die beiden künftigen Lebenspartner in ihren grundsätzlichen Anlagen einander ähneln - sich aber gleichzeitig genug unterscheiden, um die Rangordnungsfrage schnell und endgültig zu klären und einander sinnvoll zu ergänzen.
Zwei Hunde derselben Rasse oder desselben Hundeschlags verstehen sich schon allein von ihrem typischen Kommunikations- und Spielverhalten her meist deutlich besser als sehr unterschiedliche Hundetypen. Dass Mehrhundehalter oft Hunde derselben Rasse halten, ist sicher kein Zufall. Unter sehr verschiedenen Hundetypen kann es leicht zu Missverständnissen kommen oder das Spielverhalten - das von sehr körperlich und burschikos bis hin zu reinen Jagd- und Laufspielen reichen kann – kann leicht frustrierend werden.