Kind und Hund Fortsetzung Teil 2

Der Hund ist immer schneller!

 

Eine wichtige und eindrucksvolle Lektion bringen Schulhunde vielen Kindern auf kindgerechte Weise bei: Im spielerischen Wettlauf können die Kinder selbst erfahren, dass ein Hund immer um ein Vielfaches schneller ist als sie. Es ist wichtig, dem Kind zu erklären, dass es vor einem Hund niemals davon laufen sollte, selbst wenn es Angst hat. Das Davonlaufen kann den Jagdtrieb eines  Hundes erst recht reizen, und er wird hinterher hetzen, um das Kind fest zu halten. Möglichst ruhig stehen bleiben, den Hund nicht ansehen und sich langsam entfernen ist die einzig angemessene Methode, zu reagieren, wenn ein Hund dem Kind Angst macht.

 

Natürlich verlangt das einem Kind ein hohes Maß an Selbstbeherrschung ab, das es sicherlich nicht in jeder Situation zeigen kann. Dennoch ist es wichtig, einem Kind diese Abläufe zu erklären. Ebenfalls eine hohe Impulskontrolle sollte ein Kind zeigen, wenn es dazu kommen sollte, dass ein Hund das Kind mit den Zähnen festhält. Jede wehrhafte Gegenreaktion könnte hier dazu führen, dass der Hund nur noch fester hält oder zieht und das Kind damit ernsthaft verletzt.

 

Der richtige Umgang mit dem Hund, das Vermeiden von Konfliktpotential und das korrekte Verhalten in Krisensituationen sollte jedem Kind vermittelt werden, ganz gleich, ob ein Hund in der Familie lebt oder nicht. Jedes Kind hat im öffentlichen Leben Kontakt zu Hunden und kann in eine heikle Situation geraten, selbst wenn es sich Hunden gegenüber zurückhaltend zeigt.

 

Jedes Kind sollte den Umgang mit Hunden lernen

 

Ziel sollte es allerdings niemals sein, Kindern Angst vor Hunden zu machen, sondern lediglich, Verständnis für das Geschöpf Hund und seine Sprache zu vermitteln. Auch Kinder können bereits verstehen, dass Hunde wunderbare Wesen sind und sogar als Rettungshunde, Therapiehunde oder Diensthunde einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag leisten.

 

Noch wichtiger als die Vermittlung der Grundsätze im Umgang mit dem Hund ist es allerdings, diese Grundsätze auch tatsächlich im Alltag zu leben. Ein freundlicher, angstfreier, aber dennoch achtsamer Umgang mit dem eigenen Hund, Hunden im Freundeskreis oder fremden Hunden liefert Kindern das beste Beispiel. (je)

 

Das sind die weiteren Teile der Serie 'Hund und Kind':

 

Teil 1: Grundsätzliche Regeln im Umgang

 

Teil 2: Kind und Hund sprechen andere Sprache

 

Teil 3: Kindertraum und Realität

 

Teil 4: Wenn plötzlich ein Baby da ist

 

Teil 5: Gepflegter Hund ist kein Gesundheitsrisiko fürs Baby

 

Teil 6: Kinder-Trauer um Hunde ist anders

 

Teil 7: Krabbelkind und Hund - eine risikoreiche Kombination

 

Teil 8: Hunde-Spiele für Kinder

 

Teil 9: Sind Kinder die besseren Hunde-Trainer?

 

Teil 10: Schul-Hunde und Kindergarten-Hunde im Einsatz

 

 

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