Ein sehr sensibles Thema zwischen Kind und Hund ist auch die Verteidigung von Ressourcen. Beschäftigt sich ein Hund hingebungsvoll mit einem Kauknochen oder einem Spielzeug, ist es verständlich, dass er ein Kind damit neugierig macht. Nähert sich das Kind aber dem Vierbeiner und streckt womöglich die Ärmchen nach dem spannenden Gegenstand aus, kann so mancher Hund sich genötigt fühlen, seine Besitzansprüche nachdrücklich deutlich zu machen.
Kinder können durchaus verstehen, dass sie einen Hund, der ein Spielzeug oder Futter hat, lieber in Ruhe lassen sollen. Dasselbe gilt übrigens auch, wenn ein schlecht erzogener Hund dem Kind etwas zu Essen geräubert hat – es ist verständlich, dass das Kind sein Eis oder sein Wurstbrot wieder haben möchte, doch der Hund könnte es womöglich verteidigen.
Auch im umgekehrten Fall sollte Vorsicht gelten: Ein Kind, das einem Hund einfach etwas Essbares hin hält, mag das aus reiner Freundlichkeit tun. Doch so mancher Hund schnappt so gierig danach, dass er nicht zwischen Fingern und Futter unterscheidet. Daher sollte das Kind lernen, immer zunächst den Besitzer zu fragen, ob sein Hund eine Leckerei haben darf.
Was für uns Erwachsene gilt, können auch Kinder bereits lernen: Hunde, die miteinander raufen, sollte man nicht versuchen zu trennen. Wenn dem Kind erklärt wird, dass der Hund in diesem Moment auf nichts anderes achtet als seinen Gegner und im Eifer des Gefechts auch mal daneben beissen kann, wird es das verstehen und lernen, dass man sich bei streitenden Hunden besser nicht einmischt.