Kind und Hund Teil 2

Kind und Hund sprechen andere Sprachen

 

Auch Kinder können verstehen, dass Hunde eine andere Sprache als wir sprechen. Meist macht sie dieser Gedanke sogar höchst neugierig und sie sind begierig zu erfahren, was im Umgang mit einem Hund richtig ist. Und sie verstehen es, wenn man ihnen erklärt, dass Hunde, denen etwas unangenehm ist oder denen etwas weh tut, nicht mit ihnen sprechen und sie bitten können, damit aufzuhören. Sie knurren statt dessen oder zeigen ihre Zähne.

 

Kinder reagieren sehr impulsiv. Wenn sie irgendwo einen Hund sehen, der besonders niedlich, klein oder lustig ist, stürmen sie oft begeistert auf ihn zu. Doch man kann ihnen erklären, dass Hunden genau das unangenehm ist und dass viele Hunde ängstlich sind oder schlechte Erfahrungen mit  Kindern gemacht haben und sie deshalb immer vorher beim Besitzer fragen sollen, ob der Hund gestreichelt werden darf.

 

Kinder sollten Hunden keine Befehle erteilen

 

Manchmal beobachten Kinder, wie gut ein Hund auf seinen Besitzer hört und wie freudig er mitarbeitet. Logisch, dass so etwas Eindruck hinterlässt. Viele Kinder möchten dem Hund deshalb auch Kommandos geben und das Erfolgserlebnis verspüren, wenn er sie befolgt. Doch genau das sollten sie nicht tun, denn Hunde betrachten Kinder für gewöhnlich als Junghunde und können sehr verstimmt darauf reagieren, wenn diese sich, in ihren Augen, in der Rangordnung plötzlich über sie stellen.

 

Kinder können dazu neigen, es mit ihren Kommandos ein wenig zu übertreiben, und ein ausgewachsener Hund sieht es als völlig legitim an, den vermeintlich frechen Pimpf daraufhin auf seinen Platz in der Rangordnung zu verweisen – durch eine hundegerechte Unterwerfung möglicherweise. Im Beisein des Hundebesitzers oder mit dem eigenen Hund können Kinder jedoch durchaus einige Tricks üben oder Beschäftigungsspiele durchführen.

 

Ebenso unhöflich oder gar herausfordernd können es Hunde finden, wenn ein Kind ihnen unentwegt in die Augen starrt. Ein Kind kann schon einmal richtig fasziniert sein von dem lebhaften Glanz in den schönen Hundeaugen, doch es ist wichtig ihm zu erklären, dass es lieber andere Körperteile des Hundes anschauen sollte. Natürlich sind die Augen dabei nicht tabu, nur einen langen Blickkontakt oder langes Starren sollten sie möglichst vermeiden – insbesondere bei fremden Hunden.

 

Konfliktthema Futter und Spielzeug

 

Ein sehr sensibles Thema zwischen Kind und Hund ist auch die Verteidigung von Ressourcen. Beschäftigt sich ein Hund hingebungsvoll mit einem Kauknochen oder einem Spielzeug, ist es verständlich, dass er ein Kind damit neugierig macht. Nähert sich das Kind aber dem Vierbeiner und streckt womöglich die Ärmchen nach dem spannenden Gegenstand aus, kann so mancher Hund sich genötigt fühlen, seine Besitzansprüche nachdrücklich deutlich zu machen.

 

Kinder können durchaus verstehen, dass sie einen Hund, der ein Spielzeug oder Futter hat, lieber in Ruhe lassen sollen. Dasselbe gilt übrigens auch, wenn ein schlecht erzogener Hund dem Kind etwas zu Essen geräubert hat – es ist verständlich, dass das Kind sein Eis oder sein Wurstbrot wieder haben möchte, doch der Hund könnte es womöglich verteidigen.

 

Auch im umgekehrten Fall sollte Vorsicht gelten: Ein Kind, das einem Hund einfach etwas Essbares hin hält, mag das aus reiner Freundlichkeit tun. Doch so mancher Hund schnappt so gierig danach, dass er nicht zwischen Fingern und Futter unterscheidet. Daher sollte das Kind lernen, immer zunächst den Besitzer zu fragen, ob sein Hund eine Leckerei haben darf.

 

Was für uns Erwachsene gilt, können auch Kinder bereits lernen: Hunde, die miteinander raufen, sollte man nicht versuchen zu trennen. Wenn dem Kind erklärt wird, dass der Hund in diesem Moment auf nichts anderes achtet als seinen Gegner und im Eifer des Gefechts auch mal daneben beissen kann, wird es das verstehen und lernen, dass man sich bei streitenden Hunden besser nicht einmischt.

 

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