Der Traum vom eigenen Hund
Nahezu jedes Kind träumt von seinem eigenen Hund. Ein Hund ist - aus Kindersicht - in erster Linie ein Spielkamerad, der immer zur Verfügung steht. Nicht nur, dass er stets zu lustigen Unternehmungen aufgelegt wäre, nein, das Kind besäße quasi das Exklusivrecht an diesem Spielkameraden. Es müsste mit niemandem konkurrieren, müsste weder Markenklamotten tragen noch gute Noten schreiben oder angesagte Musik hören, damit es von seinem Hund beachtet, bewundert und geliebt wird. Die Ergebenheit eines Hundes würde ihm gehören, bedingungslos.
Dieses Wissen um Besitztum gibt Kindern eine enorme Sicherheit – der Hund ist ihr bester Freund, er wird immer da sein und für alle Ängste und Sorgen ein offenes Ohr haben, ohne zu schimpfen, aus zu lachen oder zu bewerten. Vor ihm kann man sich nicht blamieren, er verzeiht alles. Die fremdartige Kraft und Schönheit eines Hundes übt auf Kinder eine große Faszination aus, und letztlich wird der eigene Hund auch immer als überlegener Partner in Abenteuern und als großer Beschützer betrachtet.
Dass Kinder von einem eigenen Hund träumen, ist etwas ganz Natürliches. Selbst Kinder aus Familien, die keine Haustiere halten und auch keine engeren Kontakte zu Hunden pflegen, haben diesen Traum. Meist sind es nur Kinder, die bereits schlechte Erfahrungen mit Hunden machen mussten oder deren Eltern ihnen ein intensives Unbehagen gegenüber Hunden eingeimpft haben, die nicht von einem eigenen Hund träumen.