Kind und Hund Teil 4

Wenn plötzlich ein Baby da ist

 

Babies sind für meinen Collie das mit Abstand Tollste auf der Welt. Dass er seine Begeisterung allerdings nicht damit zeigen sollte, dass er jubelnd auf ihnen herum hüpft, muss er erst noch lernen

 

Das Zusammenleben mit einem Familienhund ist für die meisten Kinder das Schönste, was es gibt. Doch selbst, wer glaubt, den perfekten Kinderhund sein eigen zu nennen, sollte Augen und Ohren offen halten. Denn oft sind es ganz normale Hunde- reaktionen, die zu tragischen Zwischenfällen führen können, weil die Zweibeiner nicht voraus- schauend genug waren.

 

Auch wenn die Bericht- erstattung in den Medien einem oft anderes vorgaukelt, sind es keineswegs immer die hoch aggressiven, verhaltensgestörten Hunde fremder, verantwortungsloser Besitzer, mit denen es Zwischenfälle gibt. Im Gegenteil ist der Großteil der unangenehmen Konfrontationen zwischen Hund und Kind weitaus weniger spektakulär – und findet in im Alltag und in den eigenen vier Wänden statt.


Für Eltern, aber auch alle Hundehalter ist es deshalb besonders wichtig zu wissen, welche Situationen zwischen Hund und Kind Konfliktpotenzial enthalten, um rechtzeitig eingreifen zu können. Denn auch weniger dramatische Konflikte können das Vertrauensverhältnis zwischen Kind und Hund nachhaltig schädigen

 

Baby & Hund – Weichen von Anfang an richtig stellen

 

Wichtig ist natürlich auch, dass die Weichen von Anfang an richtig gestellt werden. Je nachdem, wer zuerst da war -  das Kind oder der Hund -. ist die Ausgangsposition eine ganz andere. Insbesondere, wenn in einer Partnerschaft schon längere Zeit ein Hund lebte und dann ein Baby unterwegs ist, kann es oft zu Schwierigkeiten kommen.

 

In einer kinderlosen Familie wird ein Hund oft mehr oder weniger unbemerkt zum Kindersatz. Zumindest aber erhält er meist eine Menge Aufmerksamkeit, ist Prinz oder Prinzessin im eigenen Haushalt. Seine Bedürfnisse werden mit großer Begeisterung erfüllt, manchmal genießt er auch  Privilegien wie auf dem Sofa liegen, im Bett schlafen, sich überall frei bewegen dürfen.
Ganz davon abgesehen, dass zuviel „Verwöhnaroma“ den meisten Hunden nicht gut tut, kann es bei der Ankunft eines Babys zu ernsthaften Problemen kommen.

 

Denn womöglich steigern die zukünftigen Eltern ihre Aufmerksamkeit dem Vierbeiner gegenüber noch, bis der Nachwuchs ankommt – denn als besorgte Hundehalter haben sie jetzt schon ein schlechtes Gewissen. Nach der Ankunft des Babys wird der Hund zwangsläufig mit weniger Aufmerksamkeit auskommen müssen, warum nicht also die verbleibende Zeit noch richtig auskosten?

 

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