John Grogan's "Marley & Ich" Teil 3

Marley hat mittlerweile zwei Nachfolger

Obgleich den Grogans die Vorteile eines Lebens ohne haarendes, sabberndes Ungetüm überwältigend erschienen, hat Marley mittlerweile gleich zwei Nachfolger. Der Labradorrüde „Lucky“, dessen Vermittlungsanzeige die Grogans am Endes des Buches lesen und den die Leser schon als würdigen Erbe Marleys erhofften, zog nie bei den Grogans ein: Beim Besuch im Tierheim stellte sich heraus, dass er für eine Familie mit Kindern nicht geeignet war.

 

Statt Lucky kam die ruhige Labradordame „Gracie“, die – außer dass sie hin und wieder gerne ein paar der geliebten Hühner der Grogans killt – viel zu wohlerzogen ist, um Geschichten vom Kaliber eines Marley zu schreiben. Gracie war den Grogans nach einem Tornado wie Marley dann wohl doch etwas zu beschaulich, denn im Juni gesellte sich der kleine „Woodson“ dazu.

 

Film-Marley „Woodson“ zog bei den Grogans ein

 

Nachdem die Dreharbeiten zum Kinofilm „Marley & Ich“ abgeschlossen waren, erhielten die Grogans, die dem Filmteam beratend zur Seite gestanden hatten, von der Crew ein ganz besonderes Abschiedspräsent: Filmtier-Trainer Mark Forbes überreichte ihnen den jungen Labradorrüden Woodson, der im Film den Welpen Marley bereits sehr überzeugend dargestellt hatte. Jeder Versuch, Woodson zu widerstehen wäre ohnehin zwecklos gewesen – der kleine Labrador eroberte die Grogans im Sturm. Und machte vom ersten Tag an klar, dass er auch im wahren Leben von marleyscher Inspiration erfüllt ist: Die beeindruckende Liste seiner Schandtaten alleine in den ersten Wochen trägt eindeutig Marleys Pfotenabdruck!

 

Jennifer Aniston und Owen Wilson spielen die Hauptrollen

 

Keine Frage, „Marley & Ich“ wird ganz großes Kino: Das Filmstudio Fox 2000 bekam die Rechte an dem Stoff. Produzieren wird Gil Netter, der von Produktionen wie Die Hochzeit meines besten Freundes oder Flicka bekannt sein dürfte. Fox 2000 ließ sich auch bei der Besetzung nicht lumpen: Im März begann der Dreh in Miami mit Jeniffer Aniston in der Rolle von Grogan's Frau Jenny und Owen Wilson als John Grogan selbst. Die Dreharbeiten waren dabei, wie kaum anders zu erwarten, die reinste Hundeparty: Aniston brachte ihren Corgi-Terrier-Mix  „Norman“ mit zum Dreh, Wilson hatte seinen Australian Cattle Dog „Garcia“ mit im Schlepptau -  ganz abgesehen von den Labradoren, die sich die Hauptrolle teilten.

 

Hund Norman teilt Jennifer Aniston nur ungern

 

Jennifer Aniston - durch der U.S.-Serie Friends berühmt geworden und heute eine der bestverdienenden Schauspielerinnen Hollywoods (u.a. Bruce Allmächtig, Und dann kam Polly...) - zeigte sich von dem Filmdreh begeistert. In einem Interview mit Johannes Borke von Vanity Fair gestand sie, dass es schwierig war, sich nach dem Dreh von all den Hunden wieder los zu reißen.

 

Norman, Jennifers Hund, hatte unlängst Schlagzeilen gemacht, da er sie mit ihrem derzeitigen Lebensgefährten John Mayer nur ungern teilen möchte. Kein Wunder, war er doch von Frauchen mehr Aufmerksamkeit gewöhnt: Der Bild Zeitung gegenüber erzählte Aniston, dass sie sich gerne früh morgens noch einige Minuten an ihren vierbeinigen Gefährten kuschelt – in dessen Körbchen.

 

Owen Wilson nimmt Hund Garcia zu jedem Dreh mit

 

Owen Wilson, Sohn eines Werbefachmanns und einer Fotografin, ist dem Kinopublikum hauptsächlich aus zahlreichen Komödien (u.a. Starsky & Hutch, Meine Braut, ihr Vater und ich, Royal Tenenbaums, Nachts im Museum) vertraut, wo er an der Seite seines besten Freundes Ben Stiller spielte. Sein Markenzeichen ist die markante Nase, die er mehreren Knochenbrüchen verdankt. Doch der smarte Texaner hat noch mehr auf dem Kasten: Als Drehbuchautor der Royal Tenenbaums war er sogar für den Oscar nominiert. In der Filmwelt ist Owen bekannt dafür, dass er seinen Cattle Dog Garcia sowohl zu Surf-Urlauben als auch zu jedem Dreh mit nimmt.

 

Die Fox-Studios haben auf zwei echte Hundefreaks gesetzt

 

Sicherlich haben die Fox-Studios nicht zufällig auf zwei echte Hundefreaks als Hauptdarsteller gesetzt. Der Kinofilm hat damit die besten Aussichten, genauso gefühlsecht zu werden wie John Grogans Bestseller. Apropos gefühlsecht: Dass sich der Zuschauer, als neuestes 3D-Schmankerl, am Ende der Vorstellung mit Original-Hundesabber und hellbraunen Haaren übersät im Kinosessel wiederfinden soll, halten wir für ein Gerücht. Dieses Privileg wird wohl weiterhin den echten Labrador-Besitzern vorbehalten bleiben. Wir empfehlen: Merken Sie sich den 05. März – ab dann wird  in den deutschen Kinos der Marley-Mambo getanzt! (je)

 

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