"Great Race of Mercy" Teil 2

Hund Balto bewährt sich

Im Schneetreiben verpasst Kaasen den Treffpunkt zur Staffelübergabe knapp und fährt kurzerhand weiter, ohne vom Abbruch des Trails zu erfahren. Der Sturm wird so stark, dass er das Gespann umwirft. Das Serum geht im tiefen Schnee verloren. Wie durch ein Wunder findet Kaasen es wieder – doch nicht, ohne dabei nicht schwerste Erfrierungen an den Händen hinzunehmen.
 
Auch Balto, dem er zu Beginn des halsbrecherischen Unternehmens noch wenig traute, bewährt sich. Mehr als einmal rettet er das Gespann, indem er vor trügerischen Wegstrecken warnt und sicher dem richtigen Weg folgt.

Balto und sein Gespann haben bereits zwei Wegstrecken hinter sich, als sie mitten in der Nacht den Treffpunkt zur letzten Staffelübergabe erreichen – und den Musher unvorbereitend vorfinden, war doch aus Nome die Order gekommen, die Staffel zu unterbrechen.

Am Ende ihrer Kräfte, nehmen Kaasen und Balto auch die letzte Strecke auf sich. Morgens früh um halb sechs erreicht das Gespann Nome. Das Serum rettet Leben. Keine einzige Ampulle wurde auf dem tollkühnen Trail beschädigt oder fror ein.

 

Iditarod-Schlittenhunderennen erinnert heute noch an 1925

 

Die Teams des legendären Iditarod-Trails von 1925 haben die Strecke von knapp 1100 Kilometern in nicht einmal 130 Stunden zurückgelegt – das gilt bis heute als Weltrekord. Die Schlittenhunde-Staffel ging als „Great Race of Mercy“ in die Geschichte ein; das Iditarod-Schlittenhunde-Rennen, das größte Schlittenhundrennen der Welt, findet noch heute statt, um daran zu erinnern. Kaasen und Balto werden gefeiert wie Nationalhelden. Und hier endet die Kino-Version von Balto.

 

Hunde-Helden gerieten in Vergessenheit

 

Kaasen und seine Hunde tourten durch ganz Amerika, Hollywood klopfte an die Türe und Leithund Balto erhielt sogar ein Denkmal im New Yorker Central Parc. Niemand fragte nach den anderen Mushern, die größtenteils indianischer Herkunft waren; niemand nach all den anderen Hunden, die dieses Wunder möglich gemacht und teilweise ihr Leben dabei gelassen hatten. Und auch Balto geriet bald in Vergessenheit. Was genau geschah, weiß heute niemand mehr.

 

Doch zwei Jahre später fand George Kimble, ein Geschäftsmann aus Cleveland, in einem fragwürdigen Museum eine traurige Attraktion: eine Meute heruntergekommener, misshandelter und halbverhungerter Schlittenhunde, unter ihnen ein schwarzer Husky namens Balto. Er erinnerte sich an das legendäre Great Race of Mercy, und organisierte eine Spendenaktion für die vierbeinigen Retter der Kinder von Nome.

 

Spenden retteten die Hunde



Und so waren es tatsächlich in der Hauptsache Kinder, die die damals beachtliche Summe von 2000 Dollar sammelten, um Balto und seine Gefährten frei zu kaufen. Die Hunde wurden in den Zoo von Cleveland gebracht, wo sie die restlichen Jahre ihres Lebens würdig und in Frieden verbringen durften.



Balto starb dort im Alter von vierzehn Jahren. Sein Körper wurde präpariert und erinnert noch heute im Cleveland Museum of Natural History  an das Great Race of Mercy von 1925, als eine Handvoll Männer und Hunde eine ganze Stadt retteten. Fast wie im Kino - nur wahr. (je)

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