Interview mit Jaroslav Drobny - Torhüter von Hertha BSC Berlin

„Ich musste ihn einfach mit nach Hause nehmen“

Fußballer und Hunde – diese Verbindung scheint zu passen. Nicht wenige Kicker entspannen bei längeren Spaziergängen oder ausgiebigen Streicheleinheiten. Torhüter Jaroslav Drobny von Hertha BSC Berlin ist einer von ihnen – hier sind seine Antworten zum Fußballer-Leben mit Hund.

 

Stadthunde.com: Herr Drobny, wie ist bei Ihnen die Entscheidung gefallen sich einen Hund anzuschaffen?

 

Jaroslav Drobny: Die Entscheidung ist eher zufällig gefallen. Als ich in Athen gelebt habe, habe ich eines Morgens den Müll runter gebracht und als ich die Mülltonne geöffnet habe, ist mir ein Hund entgegengekommen. Der hat mich dann so traurig angeschaut, da konnte ich nicht anders, als ihn mit nach Hause zu nehmen.

 

Stadthunde.com: Hatten Sie konkrete Vorstellungen in Bezug auf Größe, Charakter, Aussehen? Oder wie sind Sie bei der Auswahl vorgegangen?

 

Jaroslav Drobny: Darüber konnte ich mir in dem Moment keine Gedanken mehr machen.

 

Stadthunde.com: Jeder Hund hat seinen eigenen Charakter, seine eigenen Eigenschaften. Was finden Sie an Ihrem Hund einzigartig?

 

Jaroslav Drobny: Mein Hund ist sehr zutraulich. Er spielt mit jedem und ist nie böse. Selbst mein kleiner Sohn kann mit ihm machen, was er will. Mein Hund bleibt immer friedlich.

 

Stadthunde.com: Was hat sich in Ihrem Leben verändert, seit Sie Ihren Hund haben? Auf was könnten Sie verzichten und was möchten Sie auf keinen Fall mehr missen?

 

Jaroslav Drobny: Es hat sich eigentlich nicht viel geändert, außer, dass ich ein paar Mal mit ihm rausgehen muss. Er ist sehr genügsam und ich kann ihn überall mit hinnehmen. Natürlich möchte ich nicht mehr missen, wie sehr er sich freut, wenn ich nach Hause komme. Dann sucht er meine Nähe und möchte nur gekrault werden.

 

 

Stadthunde.com: Als Torhüter von Hertha BSC stehen Sie permanent unter Druck und in der Öffentlichkeit. Hilft Ihnen Ihr Hund dabei zu entspannen?

 

Jaroslav Drobny: Helfen ist vielleicht ein bisschen zuviel gesagt, aber es ist schön, dass mein Hund immer auf mich wartet. Ich entspanne mich aber am besten, wenn ich schlafe.

 

Stadthunde.com: Was macht Ihr Hund wenn Sie arbeiten? Hütet er die Familie und das Haus oder ist er auch schon mal dabei und motiviert Sie und Ihre Mannschaftskameraden bei einem Waldlauf?

 

Jaroslav Drobny: Früher habe ich den Hund auch mal mit zum Training genommen, aber die Zeiten sind nach meinem Wechsel nach Deutschland vorbei. Zurzeit ist mein Hund bei meinem Vater in Tschechien, aber er kommt bald wieder nach Berlin.

 

Stadthunde.com: Gerade in Städten übernehmen Hunde vielfältige Aufgaben. Kinder bekommen durch Hunde Bezug zu Tieren, sie sind ein ausgesprochener Flirtfaktor und sind dem Menschen im Alter ein treuer Begleiter. Warum gehören Hunde für Sie unbedingt in das Stadtbild?

 

Jaroslav Drobny:  Darüber habe ich noch nicht weiter nachgedacht. Ich weiß, dass es viele Hundeliebhaber in Deutschland gibt und Hunde für viele Menschen auch wichtige Wegbegleiter sind. Ich finde es auch schön, wenn Kinder mit Hunden spielen. Dadurch bekommen sie eine Beziehung zu anderen Lebewesen. Hunde bereichern einfach das Stadtbild.

 

Stadthunde.com: Sie leben in Berlin, wie beurteilen Sie die aktuelle Situation für Hundehalter in Berlin.

 

Jaroslav Drobny: Ich habe als Hundehalter in Berlin kein Problem, wenn man sich an die Regeln hält. Wenn er sein Geschäft macht, dann muss ich dafür sorgen, dass es weggemacht wird.

 

Stadhunde.com: Viele Hundehalter in Berlin fühlen sich durch das Berliner Hundegesetz und Reaktionen auf der Straße "kriminalisiert". Wie gehen Sie mit solchen Reaktionen um, und denken Sie, man kann das Image von Hunden in der Stadt verbessern, in dem mehr Personen des öffentlichen Lebens über Ihre Leidenschaft für Hunde erzählen

 

Jaroslav Drobny: Sorry, aber darüber habe ich mir wirklich noch keine Gedanken gemacht. Ich fühle mich nicht kriminalisiert und erfahre auch keine bösen Reaktionen gegen meinen Hund.

 

Stadthunde.com dankt Jaroslav Drobny für das Interview!

 

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