Hundesport: Trickdogging Teil 3

Nicht alle Tricks sind für jeden Hund geeignet

Aber nicht alle Tricks sind auch für alle Hunde geeignet. Zwar kann man mit jedem Hund – auch mit Welpen oder älteren Hunden – tricksen, jedoch immer nur im Rahmen der individuellen Möglichkeiten. Die physische und psychische Gesundheit des Hundes steht natürlich immer an erster Stelle.

Wenn Sie ihre Dogge unmittelbar nach einer fulminanten Mahlzeit die Rolle bis zum Exzess üben lassen, wird der Trick mit ziemlicher Sicherheit auf dem OP-Tisch enden (Magendrehung beim Hund!), und die Gesundheit Ihres alternden Deutschen Schäferhundes wird es auch nicht besonders fördern, wenn Sie ihn auf zwei Beinen herumhüpfen lassen. Wenn Ihr ängstlicher Hund beim Anblick eines Puppenwagens einen Nervenzusammenbruch bekommt, sollten Sie diesen Trick erst einmal hinten anstellen, auch wenn die Nachbarskinder sich schon so darauf gefreut haben.

Der Einsatz eines Clickers ist sinnvoll 

Simple Tricks, wie das Pfötchengeben, können Sie problemlos mit positiver Verstärkung durch Lob und Leckerchen trainieren. Komplexere Tricks werden jedoch am besten in kleine Teilschritte zerlegt und mit operantem Konditionieren erlernt. Der Einsatz eines Clickers ist sinnvoll, da mit dem Clicker am besten präzise und kreativ gearbeitet werden kann. 

Ihrer Phantasie im Ausdenken neuer Tricks sind kaum Grenzen gesetzt – beim Trainieren sollten Sie sich aber an die üblichen Regeln halten: Viele kleine Übungseinheiten sind besser als lange, anstrengende Sitzungen. Passen Sie das Lerntempo ihrem Hund an und achten Sie natürlich darauf, dass er immer Freude am Lernen hat.

Ganz gleich, für welche Tricks Sie und Ihr vierbeiniges Talent sich entscheiden: Sie haben eine wunderbare Möglichkeit gefunden, Ihren Hund geistig auszulasten und gemeinsam einen höllischen Spaß zu erleben. Trauen Sie sich ruhig, das Gelernte vorzuführen: Fast jeder Hund zeigt gerne, was er alles kann und ist dann verständlicherweise auch stolz wie Oskar.

Ganze Welten eröffnen sich Ihnen, wenn Sie Ihre eigenen komödiantischen Fähigkeiten ausloten wollen und eine kleine Show entwickeln. 

Kreative Hunde-Kommandos sorgen für Heiterkeit 

Ihre Zuschauer können Sie dabei mit kreativen Kommandos wunderbar in die Irre führen: Wenn Ihr Hund auf der Haushaltsleiter steht, in die Tiefe unter ihm schaut und sich auf Ihr Kommando „Spring!“ lediglich die Pfoten vor die Augen hält; oder wenn Sie von Ihrem Hund ein „Setz Dich!“ verlangen und er vehement  mit dem Kopf schüttelt, werden Sie mit Sicherheit für Heiterkeitsausbrüche sorgen. 

Dabei haben Sie lediglich die ungewöhnlichen Kommandos „Spring!“ für „Pfoten vor die Augen halten“ und „Setz Dich!“ für Nein-Sagen eingeführt – Ihrem Hund ist die Bedeutung der Kommandos nicht bewusst. Bewusst ist ihm aber ganz sicher die Begeisterung seiner Zuschauer und Ihr Stolz auf ihn – und Sie beide werden künftig bei der Erwähnung von Lassie & Co nur noch müde lächeln. (je)

 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Trickschule für Hunde - Manuela Zaitz - www.hunde-spiele.de

 

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