Hundesport: Trickdogging - Teil 2

Gymnastik-Tricks sind etwas für sportliche Hunde

Gymnastik-Tricks sind jedoch etwas für sportliche Hunde, die sich gerne bewegen. Der Hund kann alleine tricksen und beispielsweise eine Rolle machen, eine Verbeugung, Kriechen, Buddeln, Männchen machen, auf zwei Beinen laufen, spanischen Schritt gehen oder einfach in die Luft springen.

Oder er arbeitet an einem Sportgerät – nämlich Ihnen: Er springt durch Ihre Arme, über Ihre Beine, über ihren Rücken, läuft im Kreis um sie herum, läuft Slalom vorwärts oder rückwärts durch Ihre Beine und vieles mehr. Wenn Sie und Ihr Hund sich für diese Tricks begeistern können, sollten Sie das Ganze einmal zu schmissiger Musik probieren – dann nennt sich die Trickfolge übrigens „Dogdance“. 

Wie der Name schon sagt – Tricks der Niedlichkeitsfraktion werden Kinder zum Kichern und Erwachsenenherzen zum Schmelzen bringen. Männchen machen, auf zwei Beinen laufen, abklatschen, winken, Köpfchen schief legen, das „Techno-Häschen“, „Schäm Dich,“ „Kuckuck“ unter dem ausgestreckten Menschenarm hindurch, winken, Ja- und Nein-Sagen, Bellen auf Kommando, „Hände hoch“ oder „Peng!“ und tot umfallen und vieles mehr. 

Fortgeschrittene Trickser können einzelne Elemente zu kleinen Szenen zusammenbauen: „Das ist ein Überfall, Hände hoch!“ - der Hund hebt gehorsam beide Pfoten. „Geben Sie sofort Ihre Hundeleckerli heraus!“ - der Hund schüttelt rigoros den Kopf. „Sie haben es nicht anders gewollt – Peng!“ - der Hund fällt augenblicklich um und liegt in dramatischer Pose auf der Seite. Im Laufe der Zeit können Sie auch mit Requisiten arbeiten und Ihrem Hund beibringen, Skateboard zu fahren, einen Puppenwagen zu schieben oder eine Tigerente zu ziehen.

Haushaltstricks für Pragmatiker-Hunde 

Wer sein Wunschdenken weniger auf das Amüsement seiner Umgebung richtet, sondern  lieber selbst etwas von den Fähigkeiten seines Hundes haben möchte, beschäftigt sich mit den Haushalts-Tricks. So genannte Service- und Behindertenbegleithunde zeigen, was alles möglich ist: Hunde können aufräumen, Wäsche einsortieren, den Mülleimer raus bringen, beliebige Gegenstände aufheben oder bringen, den Telefonhörer abnehmen, Türen öffnen und schließen, Licht an- und ausmachen, beim An- und Auskleiden behilflich sein und vieles, vieles mehr. 

Doch die vierbeinigen Heinzelmännchen sind nicht nur etwas für den zweibeinigen Haushaltspragmatiker: Die meisten Hunde finden es klasse, wenn Sie sich als Ihr persönlicher Held und Helfer fühlen können. Ein unverzichtbarer Teil ihrer Lebensgemeinschaft zu sein, das stärkt das Selbstbewusstsein und fördert Aufmerksamkeit und Bindung. 

Aber bevor Sie sich jetzt auf jede Menge Freizeit angesichts eines solchen Haushalts-Engels freuen - denken Sie daran: Kein Hund wird als Trickdog geboren! Bis ein Vierbeiner ein derart umfangreiches Repertoire entwickelt, vergehen viele Wochen, Monate, manchmal Jahre. Gehen Sie mit Spaß, Optimismus und Geduld an das Tricksen heran. Und wenn Ihr Hund zunächst mit eher mäßigem Tempo lernt, lassen Sie sich nicht demotivieren. Überall wird nur mit Wasser gekocht – auch Lassie & Co haben einmal klitzeklein angefangen. Und bleiben Sie flexibel in Ihren Erwartungen – wenn ein Trick nicht klappt, klappt eben ein anderer. 

Hier geht es weiter:   Trickdogging - Teil 3

 

Fotos mit freundlicher Genehmigung von Trickschule für Hunde - Manuela Zaitz - www.hunde-spiele.de

 

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