Dummytraining – Die Grundlagen

Markierung, Einweisen und Freiverlorenensuche

Beim Dummytraining sollen typische Situationen aus dem Jagdalltag nachgestellt und trainiert werden. Für den Hund gibt es daher drei grundverschiedene Möglichkeiten, an das irgendwo im Gelände liegende Dummy zu gelangen: Durch Markieren, Einweisen oder eine Freiverlorensuche. Auch wenn das Endergebnis immer gleich aussieht – der Hund kommt mit dem Dummy im Maul zum Menschen zurück – ist es sehr wichtig, die drei Aufgaben sorgfältig zu unterscheiden, um den Hund nicht zu verwirren.

Dummytraining: Markierung

Bei einer Markierung hatte der Hund vorher die Möglichkeit, die Flugbahn des Dummies zu beobachten. Er soll sich genau merken – und das auch über einen längeren Zeitraum - wo das Apportel gelandet ist, auf direktem Weg hinlaufen und das Dummy apportieren. Diese Aufgabe klingt zwar ganz einfach, aber wer einmal versucht hat, auf der Hundewiese die Liegestelle eines Häufchens zu „markieren“, um es danach einzusammeln, der weiß, was der Hund leisten muss!

Dummytraining: Einweisen

Konnte nur der Mensch beobachten, wo das Dummy hingefallen ist, dirigiert er seinen Hund mittels Handzeichen – voran, rechts, links – möglichst genau zu der Stelle, an der das Dummy gelandet ist. Dort angekommen soll der Hund auf ein Signal hin die unmittelbare Umgebung absuchen, bis er das Dummy gefunden hat. Die Entfernung beim fortgeschrittenen Hund kann durchaus zweihundert Meter oder mehr betragen! Der Hund muss sich hierbei voll auf seinen Teampartner Mensch verlassen, in der Nähe des Dummies angekommen soll er aber auch eigenständig arbeiten.

Dummytraining: Freiverlorensuche

Hier weiß der Mensch nur ungefähr, wo das Dummy liegt – und das Suchgebiet kann ziemlich groß und unübersichtlich sein! Dieses soll der Hund jetzt völlig selbstständig und systematisch absuchen. Sobald er ein Dummy findet, soll es natürlich so schnell wie möglich zurückgebracht werden. Die Freiverlorensuche ist mit Abstand die Lieblingsaufgabe der meisten Hunde, da sie ihre natürlichen Anlagen hier in gewünschten Bahnen voll ausleben können.                                                                                                                                                                                                 Foto: T. Jahn

Dummytraining für Jederhund

Dummyarbeit mit all ihren unterschiedlichen Facetten ist für Hund und Mensch ein spannendes Abenteuer und eine tolle Hunde-Beschäftigung – hier kann man gemeinsam mit seinem Hund auf die „Jagd“ gehen, ohne dass man ein Jäger sein muss. Mensch und Hund bringen beim Dummytraining gleichermaßen ihre besonderen Fähigkeiten ein: beim Hund ist das zum Beispiel seine überragende Riechleistung, mit der er uns um mehr als nur eine Nasenlänge voraus sind, der Teampartner Mensch übernimmt dafür den Part des Planens und Vorausschauens. Hund und Mensch müssen beim gemeinsamen Lösen der gestellten Aufgabe eng zusammenarbeiten, um zum Erfolg zu kommen. Dies stärkt die Bindung zwischen Hund und Führer ungemein - und es macht beiden riesigen Spaß! (Sabine Thiel)


Buchtipps zum Thema Dummytraining:

„Apportieren mit Spaß“ von Manuela van Schewig


„Dummytraining Schritt für Schritt: Apportieren leicht gemacht“ von Viviane Theby und Lisa Peitz



„Trainingsbuch für Retriever: Markieren, Einweisen, Verlorensuche“ von Norma Zvolsky


Weitere Artikel zum Thema Hundesport: