Hunderassen: Zwergpinscher

Zwergpinscher - fröhlicher Familienhund

Wie bei seinen Pinscher-Kollegen streiten sich Deutsche und Briten um die Herkunft des Zwergpinschers. Die einen beharren auf eine Abstammung aus dem Württembergischen, die anderen verweisen auf römische Quellen, die für Großbritannien als Heimat sprechen würden. Einig ist man sich aber, dass der vor vielen tausend Jahren existierende Torfgrubenhund, dessen fossilierte Überreste an der Ostseeküste ausgebuddelt wurden, zu seinen direkten Vorfahren zählen könnte.

Wie auch immer - bewiesen ist jedenfalls, dass im 19. Jahrhundert fast jeder Bauer einen dieser Pinscher als Kill-Kommando in seinen Ställen hielt. Neben diesem Job in der Kleinnager-Vernichtung begleitete der laufstarke Hund auch Postkutschen und fahrende Händler. Als diese Dienste mit der Jahrhundertwende nicht mehr gefragt waren, schaffte der Kleine den gesellschaftlichen Aufstieg: Vor allem französische Damen hielten ihn gern als Schoß- und Begleithund. Sie sorgten durch ihre gezielte Nachfrage auch dafür, dass der Zwerg wirklich zum Zwerg wurde, und es kam zu einer am Ende ungesunden Schrumpfung der Rasse. Erst verantwortungsbewusste Züchter stoppten diesen Trend, und sorgten dafür, dass der Zwergpinscher nicht weiter zum Modeobjekt verkam, sondern heute zu seinen Ursprüngen zurückgekehrt ist. 

Kleiner Begleiter mit großem Herz

Der Zwergpinscher hat den unangenehmen Ruf, eine lästig oft und lange bellende Mode-Töle zu sein. Dies entspricht aber längst nicht mehr der Realität. An dem Kleinpinscher kann heute auch Freude haben, wer einen intelligenten und treuen Familienhund sucht, der sich zudem auch Jagd- und Schutzinstinkte bewahrt hat. Die Hatz auf kleine Störenfriede wie Mäuse, Ratten und Maulwürfe liebt er noch immer, und wer sich bei der Erziehung ins Zeug legt, den wird der Zwerg auch nicht durch andauerndes Kläffen nerven. Kinder werden jedenfalls ihre Freude an dem umtriebigen, lustigen Burschen haben, dessen sonniges Gemüt höchstens durch langes Alleinlassen Trübung erfahren kann. Im Endeffekt liegt es also am Menschen, was aus seinem Zwergpinscher wird, und das kann im Idealfall zu einer wahren und langen Freundschaft führen.

 

Weitere Infos: Zwergpinscher Zwerg Familienhund bei Wikipedia

Kleiner Hund – wenig Arbeit. Dieser Grundsatz wird durch den Zwergpinscher bestätigt. Sein nicht haarendes Fell kann man schon mit einem nassen Tuch in Schuss halten, und viel Futter braucht der Niederläufige natürlich auch nicht. Er nimmt es sogar trocken ein und wird nicht ärgerlich, wenn frische Filetstücke nur selten in seinem Napf auftauchen. Achten sollte man allerdings auf seine etwas empfindlichen Zähne. Wie bei den meisten Hunden fällt die Zuteilung von Süßigkeiten damit aus. 

Zwergpinscher und Stadt-geht das? Bei ausreichender Bewegung kein Problem!

Die Größe passt schon mal – eine zu enge Wohnung sollte es aber dennoch nicht sein. Auch der Kleine braucht etwas Platz für sich, zumal er ein wahres Bewegungswunder ist. Dies führt dazu, dass die Stadt-Spaziergänge mit dem Zwergen schon mal länger dauern dürfen, denn ein nicht ausgelasteter Hund lässt sich erst recht schlecht „auf Etage“ halten. Im Straßenverkehr hat der sichere Begleiter allerdings keine Probleme, und die allermeisten Städte bieten ja auch heute noch, was ihn am meisten anspornt: Ratten und Mäuse…

Zwergpinscher im Hunderassen Steckbrief:

  • Name: Zwergpinscher
  • Herkunft: Deutschland
  • Patronat: Deutschland
  • Widerristhöhe: Zwischen 25 und 30 cm
  • Gewicht: Zwischen 4 und 6 kg
  • Fellfarben: Einfarbig : Hirschrot, rot-braun bis dunkel rot-braun; Zweifarbig: Schwarzrot
  • Besondere Merkmale:
    • dünne Beinchen
    • hoch stehende Klappohre
    • kurzes, dichtes Fell
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molosser und Schweizer Sennenhunde
    • Sektion 1 Pinscher und Schnauzer
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 15 bis 18 Jahre

Bildquellen:

Bild 1 fotofree.com Urheber: southenfried

Bild 2 pixelio.de Urheber M. Großmann

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