Hunderassen: Schnauzer

Schnauzer sind Pinscher im Geiste

Der Schnauzer ist eigentlich ein rauhaariger Pinscher. Zumindest unterschied man noch im 19. Jahrhundert nicht zwischen beiden Rassen. Erst die Gründung eigener Vereine führte zu der heute üblichen Trennung. Die drei Varianten Riesen-, Mittel- und Zwergschnauzer unterscheiden sich, wie anzunehmen, vor allem in der Größe. Die Ursprungs-Version war der Mittlere und dieser tauchte das erste Mal auf einem Gemälde aus dem Jahr 1850 auf. 

Der abgebildete „Münchner Schnauzer“ war typisch für einen Hund, der in Oberbayern auf Bauernhöfen diente. Im Großraum München begleitete er vor allem Brauereiwagen und erhielt daher den beneidenswerten Titel „Bierschnauzer“. Auf dieses Material griffen schließlich die Züchter zurück, die vermutlich nach Einkreuzen von Schäferhund, Deutscher Dogge und Großpudel den Hund erhielten, dessen Standards noch heute gelten. Nach einer bedrohlichen Phase während des Zweiten Weltkriegs ging es dank vieler Liebhaber und professioneller Zucht wieder bergauf für den mittlerweile zum Polizei- und Militärdiensthund aufgestiegenen Schnauzer. Dem Bier ist er bei dieser Tätigkeit jedenfalls auch treu und nah geblieben. 

Schnauzer: Jagdtrieb in allen Größen

Die unterschiedlichen (Größen-)Varianten haben natürlich auch unterschiedliche Stärken. So ist vor allem der Riesenschnauzer auch als Wachhund hervorragend einsetzbar, während seine mitunter etwas ruppige Art bei Familien mit kleineren Kindern eher unangenehm auffallen dürfte. Die stolzen Tiere haben ein großes Selbstbewusstsein, und so sollte man bei allen Versionen auf frühe und konsequente Erziehung achten. Besonders der Große macht manchmal keinen Unterschied zwischen Freund und Feind und gibt sich auch Artgenossen gegenüber teilweise unflätig. Dem sollte man als verantwortlicher Halter natürlich früh entgegenwirken, dann lässt sich der Bärtige auch leichter zügeln. In der freien Wildbahn gilt für alle Größen: Jagdtrieb los! Nager, Wiesel, Kaninchen – alles was erreichbar ist, wird auch angegangen. Die wilde Verspieltheit besonders der jungen Schnauzer-Exemplare lässt mitunter schon Fragen aufkommen. Doch wer diese Phase bei seinen pubertierenden Kindern gemeistert hat, der wird sich auch vom vorübergehenden (Un-)Verhalten des bald treuen Gefährten nicht schrecken lassen. 

In alter Wirtshaustradition legt man beim Schnauzer natürlich großen Wert auf seinen Bart, und so will dieses namensgebende Haarteil auch entsprechend gut gepflegt sein. Dafür und für das allgemeine Trimmen sollte man hin und wieder einen professionellen Hundefriseur aufsuchen. Trockenfutter hilft übrigens auch dabei, den ganzen Stolz des Hundes sauber zu halten.  

Weitere Infos: Schnauzer Riesenschnauzer Hund bei Wikipedia

Bei Feucht- und Frischfutter heißt es sonst: Säubern und Putzen. Die Futterration leitet sich natürlich zunächst von der Schnauzer-Variante und damit von der Größe des Hundes ab. Bei seinem Temperament und dem großen Bewegungsdrang darf es aber auch gerne mal ein bisschen mehr sein. 

 

Schnauzer begleiten gern Ausritte

Zumindest der Riesenschnauzer darf als reiner Landhund bezeichnet werden. Und auch Mittel- und Zwergschnauzer lieben das Leben in der freien Natur. Schnauzer-Fans, die in der Stadt leben, sollten ihrem Hund daher enorm viel Auslauf, am besten sogar einen Garten bieten. Als alter Bierkutschen-Begleiter liebt es der Hund übrigens, bei Ausritten dabei zu sein. Die Nähe zum Pferd wird ihn an vergangene Zeiten erinnern und die Bartspitzen werden sich vor Wonne heben.

Schnauzer im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Schnauzer; Varianten: Riesen-, Mittel- und Zwergschnauzer
  • Herkunft: Deutschland
  • Patronat: Deutschland
  • Widerristhöhe:
    • Riesenschnauzer: Zwischen 60 und 70 cm
    • Mittelschnauzer: Zwischen 45 und 50 cm
    • Zwergschnauzer: Zwischen 30 und 35 cm
  • Gewicht:
    • Riesenschnauzer: 35 bis 50 kg
    • Mittelschnauzer: 15 bis 18 kg
    • Zwergschnauzer: 4,5 - 7 kg
  • Fellfarben Hauptfarbe ist schwarz, dazu Pfeffer und Salz
  • Besondere Merkmale:
    • auffälliger Bartwuchs
    • hartes, drahtiges Fell
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
    • Sektion 1 Pinscher und Schnauzer
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 12 Jahre

 

Bildquelle:

Bild 1 freeimages.com Urheber: Freddy Hinojosa

Bild 2 sxc.hu

Bild 3 freeimages.com Urheber: Chery Scott

Bild 4 freeimages.com

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