Hunderassen: Schäferhund

Schäferhund aus Deutschland

Nomen est omen – das gilt zumindest in diesem Fall, denn der Deutsche Schäferhund stammt auch von hier. Seit dem 7. Jahrhundert gibt es die Hunde in Deutschland, mit allen Skills ausgestattet, die sie noch heute so beliebt machen. Allein, entdeckt wurden diese Fähigkeiten recht spät. Erst Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich aus dem persönlichen Faible des königlich-preußischen Rittmeisters Max von Stephanitz die Aufzucht der Rasse nach strikten Vorgaben. 

Planmäßig lief es dann nach dem Jahrhundertwechsel ab, mit allem, was man sich wünschen kann: Vereinsgründung, Rassestandard, Zuchtvorgaben, Gebrauchszielen, Militäreinsätzen – das volle Programm. Das mag einem zunächst etwas unsympathisch vorkommen - es sei denn, man ist im Vorstand der örtlichen Kleingartensiedlung -, aber das Ergebnis spricht heute für sich. Der Deutsche Schäferhund ist die zahlenmäßig beliebteste Hunderasse der Welt, seine außerordentlichen Fähigkeiten auch im zivilen Bereich sind unbestritten und sogar Familien stehen mittlerweile auf den ehemaligen Herdenführer. Übrigens waren die ursprünglichen Tiere wesentlich leichter und weniger massig als die heutige „Schaulinie“. Beim Vertreter aus Ostdeutschland findet man diesen Körperbau noch heute. 

Gebrauchshund gesucht? Voilá, hier ist er. 

Es ist ein etwas unschöner Begriff, aber in diesem Fall voll zutreffend: Der Deutsche Schäferhund ist ein Gebrauchshund. Und zwar im positiven Sinne, denn die enormen Fähigkeiten der Rasse schreien förmlich nach gezielter Aktivität. Dieser Schutzhund ist extrem gehorsam, ausdauernd, lernwillig, treu und anpassungsfähig. Im Idealfall sorgt bei der Erziehung eine Person dafür, dass sie vom Hund als eindeutiger Herr erkannt wird. So machen es auch die Profis in seinen zahlreichen „beruflichen“ Einsatzgebieten. Hier gibt es die polizeilichen und militärischen – vom Minensucher zum „Drogen-Schnüffler“ -, aber eben auch die zivilen. Die enorm intelligenten und vielseitigen Hunde retten Leben in Katastrophengebieten und stehen Blinden und Behinderten zur Seite. Einige wenige, vermutlich die Glücklichsten, dürfen sogar noch das tun, was ihnen einst den Namen gab: Schafe hüten. Wer bei einem Schäferhund sofort an Gefahr und Brutalität denkt, liegt zunächst falsch. Die Hunde haben einen ausgeprägten Familiensinn, und neigen bei guter Erziehung nicht im Geringsten zu Beißattacken. Die Verantwortung liegt auch hier beim Halter. Pflegetechnisch erwarten einen keine Extravaganzen. Das lange Fell will natürlich gut gebürstet sein, und beim Futter sollte man auf den richtigen Mix aus Fleisch, Reis und Gemüse achten.

Schäferhunde sind anpassungsfähig - auch in der Stadt

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So mancher wird den Deutschen Schäferhund schon in der Stadt entdeckt haben, zum Beispiel als treuer Diener des Hausmeisters aus dem Erdgeschoss. Doch auch Familien, Paare oder Singles aus anderen Berufen dürfen sich freuen: Der Schäferhund passt sich auch an die Zustände in einer Stadtwohnung an. Absolute Vorraussetzung ist und bleibt allerdings, dass die Hunde ausreichend bewegt und dabei auch beschäftigt werden. Die vielseitigen Talente des Profi-Hunds wollen eben genutzt werden. „Leine um und einmal um den Block“ reicht da natürlich nicht. Er liebt es einfach, jemandem zu nutzen und sehnt sich förmlich nach Aufgaben. Hier sollte man sich früh entscheiden, damit die Erziehung des Tieres in die richtige Richtung geht. 

Weitere Infos: Deutscher Schäferhund Gebrauchshund bei Wikipedia 

 

 

Deutscher Schäferhund im Hunderassen-Porträt:

  • Name: Deutscher Schäferhund
  • Herkunft: Deutschland
  • Patronat: Deutschland
  • Widerristhöhe: Rüden zwischen 60 und 65 cm, Hündinnen 55 bis 60 cm
  • Gewicht: Rüden zwischen 30 und 40 kg, Hündinnen 22 bis 35 kg
  • Fellfarben: schwarz, eisengrau, aschgrau, rotgelb und rotbraun entweder einfarbig oder mit regelmäßigen braunen, gelben bis weißgrauen Abzeichen
  • Besondere Merkmale:
    • kräftiges Muskelpaket
    • leicht abfallende Rückenpartie
    • spitz auslaufende Ohren
  • FCI-Klassifikation
    • Gruppe 1: Hütehunde und Treibhunde
    • Sektion 1: Schäferhunde
  • Durchschnittliche Lebenserwartung 13 Jahre

 

Bildquelle: pixelio.de

Bild 1 Urheber: Christoph Lenart

Bild 2 Urheber: Sybille Daden

Bild 3 Urheber: Verena N

Bild 4 Urheber: D. Heim

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