Hunderassen: Pyrenäen-Berghund

Wächter und Beschützer der Herde

Das majestätische Erscheinungsbild des Pyrenäen-Berghundes macht Eindruck. Nicht nur deswegen wurde er schon Anfang des 15. Jahrhunderts als Bewacher von Schlössern in den französischen Pyrenäen eingesetzt. Später weitete sich sein Aufgabengebiet auf den Herdenschutz aus. Ein Job, den er bis heute noch ernst nimmt - ob als Familienhund oder als Beschützer von Herden gegen den zurückgekehrten Wolf.

1907 wurde erstmals ein eigener Klub für den französischen Pyrenäen-Berghund gegründet. Bis dahin galt er bereits als ein großer Bewacher und diente sogar auf dem Hof von Ludwig des XIV. Er wurde Begleithund und Herdenschutzhund, wurde aber auch als geselliger Gefährte sehr geschätzt. Zur Anerkennung der Rasse kam es schließlich 1923. 

Ruhig, gesellig und präsent wenn es darauf ankommt 

Der Pyrenäen-Berghund, auch Chien de Montagne des Pyrénées genannt, ist einer der ganz treuen Sorte. An seiner Seite fühlt man sich wohl und sicher. Das bewirkt auch seine Größe: mit einer Widerristhöhe zwischen 65 und 80 cm überragt er viele Hunderassen um Einiges. Die imposante Halskrause und sein langes, dichtes weißes Fell unterstreichen sein königliches Auftreten. Genauso sein großes Selbstvertrauen.

 Ist der Pyrenäen-Berghund entspannt, strahlt er Ruhe und Gelassenheit aus. Er ist ein liebevoller Schmuser und fühlt sich im Kreise seiner Familie wohl. Diese beschützt er auch mit seiner ganzen Kraft - sein Schutztrieb ist enorm und darf nicht unerwähnt bleiben, kann er doch in unserer Gesellschaft oft zu Schwierigkeiten führen. Fremden gegenüber ist er eher zurückhaltend und misstrauisch. Das liegt auch an seinem Ursprung als Herdenbegleit- und Herdenschutzhund. Er trieb die Herde nicht zusammen, sondern leitete sie an der Spitze an und beschützte sie vor Wildtieren. Diese Aufgabe übernimmt der französische Rassehund auch heute noch - in einer Familie. 

Pyrenäenberghunde sind Spätentwickler 

Bis es soweit allerdings kommt, vergeht eine ganze Weile. Er ist ein absoluter Spätentwickler, sowohl in psychischer als auch physischer Hinsicht. Genießt er aber in seiner Prägungsphase eine gute Sozialisierung und eine gute Erziehung, wird er später ein unbestechlicher Begleiter. 

Auch wenn er ein Arbeitshund ist, ist er nicht immer willig zu lernen. Viel Geduld ist bei der Erziehung des Pyrenäen-Berghundes angebracht, denn nicht jeder Befehl wird bedingungslos ausgeführt. Anstatt dessen kontrolliert er lieber das Revier um sein Herrchen oder Frauchen herum oder dient als Spielkamerad für Kinder.

Pyrenäenberghund beschützt wieder Herden

Der imposante Hund trifft gerne eigene Entscheidungen und verlässt sich im Zweifelsfall lieber auf seinen Instinkt - denn daraufhin ist er als Beschützer der Herden nun einmal gezüchtet worden. Für Hundesportarten, der eher bewegungsbetont ist und unbedingten Gehorsam erfordert, ist er daher eher ungeeignet. 

In jüngster Zeit werden Pryrenäen-Berghunde wieder vermehrt in ihrem ursprünglich Betätigungsfeld eingesetzt. Die Rückkehr des Wolfes in unsere heimischen Gefilde hat auch in unserer modernen Gesellschaft wieder einen Einsatzgebiet für Herdenschutzhunde geschaffen. Die Gesellschaft zum Schutz der Wölfe führt diverse Herdenschutzhundprojekte durch, um Landwirten diese Möglichkeit des Schutzes der eigenen Schafsherden näher zu bringen. 

Der Pyrenäen-Berghund in der Stadt 

Trotz seines Gewichtes von bis zu 60 kg ist der Pyrenäen-Berghund ein sehr beweglicher und agiler Hund. Er braucht die Freiheit – und dazu viel Bewegung. Eine Haltung in einer Stadtwohnung ist daher nichts für ihn. Als Begleiter bei Wanderungen - vor allem ohne Leine - bewährt er sich hingegen als Spitzenkandidat. Einen besonders ausgeprägten Jagdtrieb hat der Pyrenäen-Berghund nicht und eignet sich damit auch bestens für Wohngegenden in wildreichen Gebieten. 

Mehr über den Pyrenäen-Berghund auf wikipedia.de

Weitere Infos finden sie auch hier: Pyrenäen-Berghund - Herdenschutzhund - Hund 

Weitere Tipps und Ratschläge: Pyrenäen-Berghhund - Herdentschutzuhund - Hund

Pyrenäen-Berghund im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Pyrenäen-Berhund (Chien de Montagne des Pyrénées)
  • Herkunft: Pyrenäen / Frankreich
  • Patronat: Frankreich
  • Widerristhöhe: Rüden 70 bis 80 cm, Hündinnen 65 bis 72 cm
  • Gewicht: Zwischen 45 bis 60 kg
  • Fellfarben: weiß, hellgelb
  • Besondere Merkmale:
    • flach anliegende Ohren
    • breite Stirn
    • muskulöser, langer Rücken
  • FCI-Klassifikation:/li>
    • Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
    • Sektion 2.2 Berghunde
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 10 bis 13 Jahre


Bildquelle: Bild 1 wikomedia commons Autor: Cerie; Bild 2 wikimedi commons Autor: Jeff Walker

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