Parson-Jack-Russell-Terrier

Woher er kommt:

Frisch auf dem Markt: Erst seit 1990 gehört der Parson-Jack-Russell-Terrier zu den anerkannten Hunderassen. Wie seine Kurzbein-Variante – der Jack-Russell-Terrier – wurde der Hund zu Jagdzwecken gezüchtet. Vater des Gesamtwerks war der Beute machende britische Pastor John (Jack) Russell. Dieser kreuzte im 19. Jahrhundert seine Stammhündin „Trump“ mit verschiedenen Terrierarten, vor allem dem Foxterrier. Die Ergebnisse ließen sich sehen, und da die Hunde auch bei der Baujagd auf Füchse hervorragend Dienst taten, nahm die Erfolgsgeschichte ihren Lauf. Die Erfolge des Gottesmannes aus der Grafschaft Devon und die Schönheit der Hunde begeisterten schnell auch Adel und Königshaus – ein Porträt der Stammmutter „Trump“ wurde damals dem Prinzen von Wales vermacht und soll noch heute in einer Sattelkammer der Royals hängen. Trotz seiner späten Berufung in den Rassehunde-Stand gehört der Parson Jack Russell Terrier übrigens schon seit längerem zu den beliebtesten Hunden.

Was er kann, was er braucht:

Dieser Hund steckt voller Energie. Wer den agilen Terrier einmal beim eifrigen Stöbern in Fuchsbau oder Unterholz beobachten durfte, wird seine Leidenschaft bemerkt haben. Dabei kann er durchaus auch feurig sein – Begegnungen mit anderen Hunden können da schon mal in Entgleisungen enden. Von Natur aus aggressiv ist er allerdings nicht. Neben seinen enormen Fähigkeiten bei der Jagd - die eigentlich genutzt werden sollten, taugt der große Bruder des Jack-Russell-Terriers auch zum Wachhund, und dank seines ausgesprochen lustigen und verspielten Wesens gibt er auch einen tollen Familienhund ab. Die Kleinen werden ihn jedenfalls lieben, und auch der Parson bringt genug Geduld und Lust am Toben mit, um Kindern ein fideler Begleiter zu sein. Erziehen sollte man ihn allerdings gut und konsequent – allein um seinen ausgeprägten Jagdtrieb in den Griff zu bekommen. Sonst bricht der Pastorenhund schnell mal aus und geht seiner alten Lieblingsbeschäftigung nach.

Bei der Pflege sammelt der Parson-Jack-Russell weitere Pluspunkte: Er frisst keine Unmengen und auch sein Fell ist schnell gebürstet und bedarf darüber hinaus keiner besonderen Zuwendung. Bei den Futterrationen sollte man auf Ausgewogenheit achten – der Leistungssportler braucht gute Fleisch-Kost, dazu Gemüse und Reis sowie Vitamine und Mineralien. Fertigfutter nimmt er übrigens auch gern und ohne zu Murren – der Hund macht es seinem Halter also wahrlich nicht schwer.

Wie er in der Stadt klarkommt:

Trotz seiner Kompaktheit braucht dieser Terrier viel Platz. Sein enormer Bewegungsdrang macht ein Leben in einer engen Etagenwohnung leider praktisch unmöglich. Ideal wäre ein Haus mit Garten, wo er sein Talent dann zumindest beim Unkrautjäten und Mäusejagen beweisen kann. In jedem Fall müssen es aber lange Spaziergänge sein – gerne auch mal draußen auf dem Land, wo einem das Blitzen in seinen Augen verrät, dass er sich hier rundum wohl fühlt.

Was in seinem Steckbrief steht:

Name Parson-Jack-Russell-Terrier (Parson-Russell-Terrier)
Herkunft Großbritannien
Patronat Großbritannien
Widerristhöhe Rüden bei 35 cm, Hündinnen etwa 33 cm
Gewicht Zwischen 8 und 10 kg
Fellfarben Vollständig Weiß oder mit lohfarbenen, gelben oder schwarzen Abzeichen
Besondere Merkmale - große Neugierde
- individuelle Farbabsätze
- hoch angesetzte Rute
FCI-Klassifikation - Gruppe 3 Terrier
- Sektion 1 Hochläufige Terrier
Durchschnittliche Lebenserwartung 12-14 Jahre