Hunderassen: Neufundländer

Riese mit Kuschelfaktor

Und wieder ist der Name Programm: Der Neufundländer kommt, natürlich, aus Neufundland. Oder vielmehr von Neufundland, denn dabei handelt es sich um eine Insel vor der Küste Kanadas. So weit, so unstrittig – doch wie ist er da hingekommen? Hier reichen die Erklärungsversuche von den Wikingern über eine Abstammung von der Tibetdogge, dem Golden Retriever oder anderer nordischer Hundearten, die im 17.Jahrhundert auf das Eiland kamen.

Die britischen Fischer, die ihn schließlich nach England brachten, fanden jedenfalls einen hünenhaften Arbeitshund vor, der Karren und Fischernetze zog, Begleiter auf hoher See war und sich auch ansonsten gern am und im feuchten, kalten Nass aufhielt. Diese angestammte Wassergeilheit hat der Neufundländer bis heute nicht abgelegt, und um in seinem Element für Ordnung zu sorgen, rettet er bei Gelegenheit auch schon mal Ertrinkende vor dem sicheren Tod. Dabei hält es der Zottel Dank seines undurchlässigen Fells mehrere Stunden in eisiger See aus – eine Fähigkeit, die ihm sogar schon Ehrenmedaillen eingebracht hat. Einmal in England angekommen, trat der Riese übrigens einen wahren Siegeszug durch ganz Europa an, wobei er sich als Hirten-, Jagd- und Wachhund verdingte. Einigen Exemplaren war dies wohl nicht genug – sie brachten es sogar zum Briefträger.

Neufundländer: Starker Begleiter

Man soll ja immer gerade das tun, was man am besten kann, und so springt der Neufundländer in jeden noch so kleinen Tümpel, um sein Talent stets aufs Neue zu beweisen. Die bereits erwähnte Tauglichkeit zum Seeretter verschafft ihm auch heute noch professionelle Chancen, die er natürlich nutzt. Doch auch zu Lande arbeitet der Hund seinen Kräften entsprechend: Er zieht Lasten, die das eigene Körpergewicht weit überschreiten. Im Privaten ist er dann aber auch gern ganz Familienhund oder treuer Begleiter Einzelner. Seine nie aggressive Art, die Ausgeglichenheit und Hunde-Intelligenz machen es dabei leicht, den Klotz ins Herz zu schließen. Und obwohl ein Hund seiner Größe natürlich ein gutes Maß Erziehung benötigt, fällt es schwer, den Neufundländer auf falsche Bahn zu leiten. Was er braucht, ist natürlich Beachtung und das Gefühl, ins Leben seiner(s) Menschen integriert zu sein. Dafür gibt er dann auch gern und überzeugend den Wächter für Haus und Hof, wobei einer seiner Tricks darin besteht, Eindringlinge einfach unter sich zu begraben. Schmerzvoll, aber wirksam… 

Bei der Pflege des Langhaars sollte man vor allem das regelmäßige gründliche Bürsten des Fells beherzigen. Die Matte verfilzt schnell und will daher besonders behandelt werden. Etwas empfindlich sind auch seine Ohren, denn wer sich stundenlangen in und unter Wasser aufhält, wird am Hör-Organ schnell anfällig. Bei der Futterrationierung sollte man natürlich die enorme Größe des Hundes beachten. Da können die Portionen gern mal etwas üppiger ausfallen. 

Neufundländer und Stadt? Das wird eng. 

Leider ist von einer Haltung in Etagenwohnungen dringend abzuraten. Der Große braucht einfach seinen Platz. Am besten bietet man ihm dabei einen ständigen Zugang zum Garten. Denn wo er stundenlange Spaziergänge gar nicht so sehr liebt, braucht er doch die frische Luft und ein eigenes Revier. Und auf eines kann er natürlich nicht verzichten: Das Wasser. Wo die einen Gassi gehen, geht er planschen. Man sollte also auch in der Stadt einen Weg finden, den ehemaligen Hochsee-Hund seine Bahnen ziehen zu lassen. 

Weitere Infos: Neufundländer Familienhund Hund bei Wikipedia

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Neufundländer im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Neufundländer
  • Herkunft: Kanada
  • Patronat: Großbritannien
  • Widerristhöhe: Rüden um 71 cm, Hündinnen etwa 66 cm
  • Gewicht: Rüden um 68 kg, Hündinnen etwa 54 kg
  • Fellfarben: blauschwarz, schwarz, weiß, bronzefarben
  • Besondere Merkmale:
    • langes, wasserundurchlässiges Fell
    • massiver Körperbau
    • breiter Kopf
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
    • Sektion 2.2 Molossoide, Berghunde
  • Durchschnittliche Lebenserwartung 13 Jahre


Bildquelle: 

Bild 1 wikimedicommons, Autor: the cat; Bild 2 abautpixel.de Urheber: eddy196; Bild 3 abautpixel.de Urheber: eddy 196

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