Hunderassen: Magyar Viszla

Magyar Viszla – edler Ungar voll Sanftmut

Der Magyar Viszla ist ein jagdliches Allround-Talent aus Ungarn. Der Jagdhund wurde fast von anderen Rassen verdängt bevor seine ungarische Heimat sich auf die Qualitäten ihres Jagdhundes zurück besann. Mit Hundesport ist der Viszla heute auch ohne Jagd ein hervorragender Begleiter.

Elegant und sensibel: Das sind die herausragenden Merkmale des Magyar Viszla. Der gelbe Jagdhund bringt hervorragende Leistungen im Vorstehen, Apportieren und Verfolgen von Spuren. Doch jagdliche Höchstleistungen bringt der vornehme Ungar nur, wenn er ohne Härte und Strafe ausgebildet wurde. Der Magyar Viszla hat ein sensibles und unkompliziertes Naturell und lässt sich mit ausschließlich positiver Verstärkung hervorragend erziehen. Durch seine Anpassungsfähigkeit  lässt er sich auch in einer Wohnung halten, braucht aber Hundesport oder Rettungshunde-Arbeit als Auslastung. Als Jagdhund kann ein Viszla hervorragend Fährten verfolgen und ist deshalb mit Nasenarbeit wie Mantrailing oder Flächensuche bestens auszulasten.

Magyar Viszla –  Ungarns Jagdhund wurde zurückgezüchtet

Ein Magyar Viszla ist insgesamt ein sehr angenehmer Zeitgenosse und verliert mangels Unterwolle nicht einmal viele Hunde-Haare in der Wohnung. Ein Blick in die Geschichte dieser Jagdhunde wundert: Der Magyar Viszla ist bereits auf tausend Jahre alten Steinzeichnungen zu erkennen. Dennoch ging der ungarische Vorstehhund in seiner Reinform im 19. Jahrhundert fast verloren, weil Pointer und Setter in Mode kamen. Erst 1920 gründeten ungarische Rasseliebhaber die „Ungarische Viszla-Züchtervereinigung“ und sicherten so den Bestand der edlen Jagdhunde.

Jagdhund mit Tarnfarbe

Auffällig ist am Magyar Viszla besonders sein semmelgelbes Haarkleid. Diese Farbe hat sich in der Zucht bewährt, weil sie den ungarischen Hund im Feld in eine wahre Tarnfarbe kleidet. Die Fellfarbe und der elegante, trockene Körperbau verleihen dem Viszla sein unverwechselbares Erscheinungsbild. Oder etwa doch nicht? Was die Wenigsten wissen: Neben dem kurzhaarigen und bekannteren Magyar Viszla gibt es auch noch eine Drahthaarige Version. Der drahthaarige Viszla entstand etwa in den 1930er Jahren durch Einkreuzung des Deutsch Drahthaar, um ein widerstands- fähigeres Fell zu bekommen. Die Fellfarbe des drahthaarigen Ungarn reicht von Sandgelb bis Dunkelrot. Ob Drahthaar oder Kurzhaar: Wer sich einen Magyar Viszla ins Haus holt, kann auf einen treuen Begleiter zählen, der seinem Besitzer nicht von der Seite weicht.

Magyar Viszla im Hunderassen-Porträt:

  • Name: Magyar Viszla
  • Herkunft: Ungarn
  • Patronat: Ungarn
  • Widerristhöhe: Zwischen 54 und 64 cm
  • Gewicht: ca. 20-30 kg
  • Fellfarben: Nuancen von Semmelgelb bis Dunkelgold
  • Besondere Merkmale:
    • mit Kurzhaar oder Drahthaar möglich
    • muskulöse, aber elegante Statur
    • lange, düne Hängeohren
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 7: Vorstehhunde
    • Sektion 1: Kontinentale Vorstehhunde
    • Mit Arbeitsprüfung

 

Bildquelle: 

Bild 1 wikimedia.org Autor: Tino Hentschel

Bild 2 wikimedia.org Autor: Georg Ruecker

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