Eingangsfrage: Warum ist der Labrador so beliebt?
Antwort: Er kann einfach alles und tut niemandem weh. Außer vielleicht Terroristen und Drogenschmugglern, denn auch in der Bekämpfung dieser Subjekte wird der Hund mittlerweile eingesetzt. Ansonsten besticht
der Labrador Retriever durch gegensätzliche Eigenschaften: Er ist ein hervorragender Jagdhelfer mit viel Energie und ausgezeichneten Apportier-Skills, gleichzeitig aber ein treuer und geduldiger Familienhund. Seine gute Nase und das so genannte „weiche Maul“, mit dem er dem Jäger das Geschossene in bestmöglichem Zustand übergibt, kommen beim Arbeitgeber gut an. Seine ausgeprägte Kinderliebe, die Liebe zu Spiel und Bewegung und die extreme Geduld machen ihn bei sorgenden Eltern zur Wahl Nummer eins. In den USA gilt der Labrador daher seit langem als der absolute Kinderhund.
Hat jemand behauptet, der Labrador könne alles? Nun, eine Sache liegt ihm leider nicht so sehr: Als Wachhund taugt er nicht. Er neigt dazu Freund und Feind ähnlich begeistert zu begrüßen. Sein sehr gutes Gedächtnis sorgt wiederum dafür, dass er auch Menschen erkennt, die er nur selten sieht.
Labrador Retriever gehorchen schon in jungen Jahren sehr gut
Seine Entwicklung geht sehr schnell vonstatten, bereits nach sechs Monaten hat er sich Vieles angeeignet. Ab dem achten bis zehnten Monat sollte er, bei entsprechender Abrichtung, in der Lage sein, seine Aufgaben bei der Jagd zu erfüllen. Im Haus weiß er zu diesem Zeitpunkt schon sehr genau, was erlaubt ist und was nicht. Ausbruchsversuche gibt es dennoch: Der Labrador ist zwar kein notorischer „Ausbüxer“, als Jagdhund aber immer daran interessiert potentielle Beutetiere aufzuspüren oder nach Liebeleien Ausschau zu halten. Gerade junge Rüden sind so oftmals „on the road“, begehen dabei aber den Fehler, immer den selben Ausweg zu wählen. Beobachtet man, wie es der Hund macht, lässt sich dieser einfach verbauen, und schon ist der Garten wieder ausbruchssicher.
Zur Pflege nur soviel: Billig aber intensiv. Der Hund braucht hauptsächlich eins, nämlich Auslauf. Das etwas raue Fell sollte öfter durchgebürstet werden, Nahrungszusätze verschaffen ihm zusätzlichen Glanz. Nicht nachgeben sollte man bei Bettelversuchen am Tisch und Ablenkungstricks. In manchen Phasen tut er wirklich fast alles, um an Fressen zu gelangen. Geht der Hund trotz Strenge bei der Nahrungszuteilung in die Breite, so helfen nur eine Diät und noch mehr Bewegung. Dabei sollte man sich auch den Rat des Tierarztes einholen.