Hunderassen: Irischer Wolfshund

Hund der Grünen Insel

Bei ihm ist der Name Programm: Der Irische Wolfshund diente schon im Mittelalter bei der Jagd auf seine wilden Verwandten - und das eben in Irland. Seine Eignung in diesem Bereich hätte allerdings auch beinahe sein Aus bedeutet, denn mit dem Rückgang der Wölfe auf der grünen Insel schrumpfte auch der Bedarf an den mutigen Jägern. Erst der Initiative des Hauptmanns George August Graham Ende des 19. Jahrhunderts war es zu verdanken, dass die stolze Rasse überlebte und bald Anerkennung fand.

Der Stammvater hatte durch Einkreuzen von Deutscher Dogge, Scottish Deerhound und Barsoi den heutigen Standard geschaffen: Ein Windhund, der gleichzeitig durch körperliche Stärke und beeindruckende Größe überzeugt. Trotz seiner immensen Ausmaße – die größten Hunde der Welt sind Irische Wolfshunde – nimmt der Prachtkerl vor allem in den USA sogar an Windhundrennen teil. Der Köder für den „König der Hunde“ möchte man da natürlich nicht sein. 

Seine Ruhe trügt 

Beim Irischen Wolfshund hat allein schon die Größe abschreckende Wirkung. Für mögliche Angreifer ist dies vielleicht die einzige Rettung, denn obwohl bei seiner Zucht auf friedliches Verhalten geachtet wird, hat der Hund seine Ursprünglichkeit nie ganz abgelegt. Wer ihn übel reizt, wird diese Seite schnell kennen lernen – ein Grund mehr, bei dem Riesen auf eine geradlinige Erziehung zu achten. Ausgestattet mit einem beeindruckenden Körper und einer tiefen Bellstimme eignet sich der Ire natürlich auch hervorragend zum Wachhund, denn trotz seiner meist an den Tag gelegten Ruhe, erkennt er Gefahren schnell und weiß, diese einzudämmen. Mit dem Wolfsjäger ist also nicht zu spaßen – was nicht heißt, dass das Energiebündel nicht auch für Familien geeignet wäre. Stellt man früh heraus, wer das Sagen hat, gehorcht der Hund aufs Wort und wird auch mit Kindern blendend auskommen. Nur Reizen sollte man ihn eben nicht, aber das sagt einem beim ersten Anblick eigentlich schon der gesunde Menschenverstand. 

Es wird nicht verwundern, dass der Riese auch frisst wie ein Großer. Vor allem in der Wachstumsphase kommen dabei wahre Fleischberge in den Napf. Überfüttern ist bei ihm jedenfalls beinahe ausgeschlossen – vor allem, wenn man dem Wolfshund den Auslauf verschafft, den er benötigt. Das raue Fell des Laufwunders braucht nur gelegentlichen Kontakt mit einem Kamm – hin und wieder gut durchbürsten, schon erstrahlt der stolze Hund in vollem Glanze.

Irischer Wolfshund in der Stadt?

Die Stadt bereit dem Irischen Wolfshund wenig Probleme. Was er braucht ist allerdings eins: Platz. Und zwar nicht nur in Wohnung, Haus und Garten, sondern auch beim Auslauf. Ein kleines Grünstück an der Ecke reicht ihm nicht – es muss schon etwas weitläufiger sein, damit der Koloss mit den flinken Beinen zu seinem Recht kommt. Und so gilt für den Groß-Hund, der einst Wölfe durch die Weiten Irlands trieb: Rausgehen und laufen lassen! 

Weitere Infos: Irischer Wolfshund Windhund Dogge bei Wikipedia

Irischer Wolfshund im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Irischer Wolfshund (Irish Wolfhound)
  • Herkunft: Irland
  • Patronat: Irland
  • Widerristhöhe: Rüden mindestens 79 cm, Hündinnen ab 71 cm
  • Gewicht: Rüden mindestens 54,5 kg, Hündinnen ab 40,5 kg
  • Fellfarben: grau, gestromt, rot, schwarz, weiß, rehfarben und jede andere erscheinende Farbe
  • Besondere Merkmale:
    • enorme Größe – „König der Hunde“
    • raues, hartes Haar
    • kleine Ohren
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 10 Windhunde
    • Sektion 2 Rauhaarige Windhunde
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 10 Jahre

 

Bildquelle:

Bild 1 wikimedia.org Urheber: Caronna; Bild 2 fotolia.com urheber: atira; Bild 3 wikimedia commons Urheber: Jurriaan Schulman; Bild 4 pixelio.de Urheber: Jan Richter

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