Der Stammvater hatte durch Einkreuzen von Deutscher Dogge, Deerhound und Barsoi den heutigen Standard geschaffen: Ein Windhund, der gleichzeitig durch körperliche Stärke und beeindruckende Größe überzeugt. Trotz seiner immensen Ausmaße – die größten Hunde der Welt sind Irische Wolfshunde – nimmt der Prachtkerl vor allem in den USA sogar an Windhundrennen teil. Der Köder für den „König der Hunde“ möchte man da natürlich nicht sein.
Seine Ruhe trügt
Beim Irischen Wolfshund hat allein schon die Größe abschreckende Wirkung. Für mögliche Angreifer ist dies vielleicht die einzige Rettung, denn obwohl bei seiner Zucht auf friedliches Verhalten geachtet wird, hat der Hund seine Ursprünglichkeit nie ganz abgelegt. Wer ihn übel reizt, wird diese Seite schnell kennen lernen – ein Grund mehr, bei dem Riesen auf eine geradlinige Erziehung zu achten. Ausgestattet mit einem beeindruckenden Körper und einer tiefen Bellstimme eignet sich der Ire natürlich auch hervorragend zum Wachhund, denn trotz seiner meist an den Tag gelegten Ruhe, erkennt er Gefahren schnell und weiß, diese einzudämmen. Mit dem Wolfsjäger ist also nicht zu spaßen – was nicht heißt, dass das Energiebündel nicht auch für Familien geeignet wäre. Stellt man früh heraus, wer das Sagen hat, gehorcht der Hund aufs Wort und wird auch mit Kindern blendend auskommen. Nur Reizen sollte man ihn eben nicht, aber das sagt einem beim ersten Anblick eigentlich schon der gesunde Menschenverstand.
Es wird nicht verwundern, dass der Riese auch frisst wie ein Großer. Vor allem in der Wachstumsphase kommen dabei wahre Fleischberge in den Napf. Überfüttern ist bei ihm jedenfalls beinahe ausgeschlossen – vor allem, wenn man dem Wolfshund den Auslauf verschafft, den er benötigt. Das raue Fell des Laufwunders braucht nur gelegentlichen Kontakt mit einem Kamm – hin und wieder gut durchbürsten, schon erstrahlt der stolze Hund in vollem Glanze.