Gordon-Setter

Woher er kommt:

Nein, er würde niemals freiwillig Röcke tragen – und dennoch ist der Gordon Setter ein echter Schotte. Wie seine Setter-Kollegen kommt er aus den britischen Highlands und diente dort bei der Jagd und als Hütehund. Vorfahren sollen der spanische Pointer sowie Bloodhound und Collie sein. Diese Mischung hat es in sich, und so glänzt der Gordon Setter noch heute durch enormes Talent. Auch wenn einige seiner engsten Verwandten - insbesondere der English Setter – auf der Insel noch beliebter sind, kann er sich über mangelnde Arbeit nicht beschweren. Ob Schnepfenjagd im Wald oder sonstige Vorstehjobs in der Ebene oder im hügeligen Gelände: Dieser Hund ist dabei und stets auf der Höhe. Nicht selten wird er dank seiner Aufmerksamkeit auch als Wachhund eingesetzt – eben ein wahres Multitalent.

 

Was er kann, was er braucht:

Wie bei vielen Hochveranlagten braucht es allerdings auch beim Gordon Setter klare Vorgaben. Seine Gelehrigkeit sollte durch eine gezielte und konsequente Erziehung unterstützt werden, dann wird man die weniger charmanten Seiten dieses Hundes gar nicht erst kennen lernen. Bockigkeit und Trotz können so also ausgeschaltet werden, und der Weg wird frei zum harmonischen Zusammenleben. Wichtig dafür ist allerdings, dass er die Möglichkeit erhält, sich ordentlich auszutoben. In dem temperamentvollen Schotten steckt immer noch der Arbeitshund von einst, und der will beschäftigt werden. Viel Bewegung bewirkt bei ihm Ausgeglichenheit, und in diesem Zustand ist der Kerl sehr zutraulich, äußerst kinderlieb und damit als Familienhund wärmstens zu empfehlen. Die Verspieltheit wird er jedenfalls auch bei strengster Ausbildung nicht ablegen - einige Flausen werden bei diesem Hund immer bleiben, sie mit Zwang auszutreiben wäre allerdings nicht nur sinnlos, sondern bräche auch seinen schalkhaften Charakter.

Fellpflege steht beim Gordon Setter ganz oben auf der Kümmer-Liste. Die Haarpracht will immer gut gebürstet werden – besonders wenn er es bei der Jagd oder beim bloßen Toben mal wieder doll getrieben hat. Beim Futter ist Ausgewogenheit die oberste Richtlinie: Natürlich frisst er auch Trocken- und Fertigprodukte, aber gegen frische Gaben hat der Setter beileibe nichts. Hauptsache Menge und Mischung stimmen, denn ein Hund mit seinem Bewegungsradius braucht seine Nährstoffe, darf aber auch nicht überfüttert werden - sonst wird ihm die nächste Schnepfe garantiert entkommen.

 

Wie er in der Stadt klarkommt:

Intelligenz und Anpassungsfähigkeit: Eigentlich die richtigen Eigenschaften für ein Leben in der Stadt. Gegen eine City-Haltung sprechen wiederum seine Naturverbundenheit und die pure Lauffreude. Schafft man es aber, sein Pensum mit zu gehen, und nennt vielleicht sogar einen Garten sein eigen, so muss es nicht unbedingt ein Bauernhof oder eine entlegene Hütte sein, die dieser Setter als seine neue Heimat begrüßt.

 

Was in seinem Steckbrief steht:

Name Gordon Setter
Herkunft Schottland
Patronat Groß Britannien
Widerristhöhe Rüden bis 66 cm, Hündinnen bis 62 cm
Gewicht Zwischen 25,5 und 29,5 kg
Fellfarben Kohlschwarz, ohne Rostschimmer, mit kastanienrotem Brand
Besondere Merkmale - glattes, nicht gelocktes Haar
- Fransen am Bauch
- tief angesetzte, mittelgroße Ohren
FCI-Klassifikation - Gruppe 7 Vorstehhunde
- Sektion 2.2 Britische und irische Vorstehhunde, Setter
Durchschnittliche Lebenserwartung 12 Jahre
 

 

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