Hunderassen: Galgo Español

Spanische Windhundtradition

Galgos wurden früher bevorzugt zu Hetzjagden verwendet und waren der Liebling des spanischen Adels. Heute wird der Galgo Espanol in Spanien als Jagdhund für die Sichtjagd auf kleineres Wild gehalten. Bei uns ist er eher als Familienhund bekannt.

Die Rasse des Galgo Espanol ist wahrscheinlich uralt: Bereits die Kelten jagten im 6. Jahrhundert vor Christuns mit ähnlichen Hunden. Aus der römischen Bezeichnung für diesen keltischen Hund - den Canis Gallicus - entwickelte sich später der Name "Galgo." 

Die Jagdfähigkeiten des Galgo wurden schon immer hochgeschätzt. Denn diese Hunde verfolgen die Spur des Wildes nicht mit der Nase, sondern mit ihren scharfen Augen. Sie sind so schnell, dass sie ihre Beute im Lauf einholen. Eigenschaften, die sie als wertvolle Jagdgehilfen auszeichnen. 

Auf den ersten Blick ein Greyhound

Der Galgo Espanol ist erst sehr spät als eigenständige Rasse durch den internationalen Hundezüchterverband zugelassen worden. Der erste Standard wurde erstellt und erst in den 80er Jahre nochmals überarbeitet und präzisiert. In diesem ausführlichen Standard wird vorallem der Unterschied zwischen dem Galgo Espanol und dem Greyhound, die nur auf den ersten Blick viel Ähnlichkeit haben, erläutert. Während der Greyhound ein Sprinter auf Kurzstrecken ist, muss der Galgo ausdauernd galoppieren können. Diese unterschiedliche Verwendung beider Rassen hat dadurch ihren Typ geprägt. Man kann die Hunde durch ihre Größe unterscheiden: der Galgo ist deutlich kleiner als der Grey. 

Weiter Infos: Galgo Espanol bei Wikipedia 

Galgos in Familie und Stadt

Galgos sind auf eine unaufdringliche Weise anhänglich. Was für diesen Hund zählt, ist sein Herrchen oder die Familie. Seine hohe Reizschwelle macht ihn zu einem ausgezeichneten Gefährten für Kinder. Gegenüber Fremden ist er oft zurückhaltend und vorsichtig, allerdings niemals aggressiv. Wer ihn streicheln darf, möchte er selbst bestimmen. Da der Galgo von seinem Wesen her zur Vorsicht und Zurückhaltung neigt, sollte man den Welpen schon von klein auf mit allen Lebenssituationen und fremden Menschen bekannt machen. Auch im Umgang mit Artgenossen ist er sehr verträglich, weder streit- noch beißlustig. Er geht viel lieber Zank und Raufereien aus dem Wege und bleibt auch hier unauffällig. 

Auch in der Wohnung ist er ruhig, unaufdringlich und bellt nur wenig. Was nicht heißt, dass er kein spanisches Feuer in sich trägt! Dieses bewahrt er sich für die Spaziergänge auf. Man kann ihn problemlos in einer Stadtwohnung halten, wenn man ihm genügend Gelegenheit zur Bewegung gibt. Diese ist für einen Galgo unverzichtbar! 

Aufgrund ihres ausgeprägten Jagdtriebes ist es oft schwierig oder sogar unmöglich, einen Galgo in Wald und Flur von der Leine zu lassen. Daher ist eine anderweitige körperliche und geistige Auslastung besonders wichtig. Auch sollte einem Galgo bei Hunderennen oder auf eingezäunten Grundstücken regelmäßig die Gelegenheit gegeben werden, sich richtig zu verausgaben.

Galgo Español im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Galgo Espanol
  • Herkunft: Spanien
  • Widerristhöhe: Rüden 65 – 71 cm, Hündinnen 60 – 68 cm
  • Gewicht: 25bis 35 kg
  • Fellfarben: Haarvariation Rau- und Glatthaar, gestromt, sandfarben, schwarz, rot, braun, weiß und gelb
  • Besondere Merkmale:
    • leuchtende Augen
    • rosenförmig und hängende Ohren
    • Rute leicht säbelförmig
    • auffallend langer, schmaler Kopf mit kaum ausgeprägtem Stop
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 10 Windhunde
    • Sektion 3 kurzhaarige Windhunde

 

Bildquelle:

Bild 1 wikimedia commons Urheber: Brindis320

Bild 2 wikimedia commons Urheber: Tux-Man

Bild 3 wikimedia commons Urheber: Marianne Perdomo by Flickr

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