Flatcoated Retriever

Retriever aus Kanada


Wie seine Retriever-Kollegen stammt auch der Flatcoated von der Küste Kanadas. Hier unterstützte er schon früh die Fischer der Region bei ihrer Fangarbeit, hielt flüchtende Beutetiere auf und schleppte Netze. Aufgrund restriktiver Hundegesetze wurde es ihm in seiner Heimat aber bald zu heiß – an Bord von Fischerbooten zog es den brillanten Schwimmer nach Großbritannien.

 

 

Auf der Insel angekommen, brach bei den ansässigen Jägern schnell Begeisterung aus, und wie Labrador und Gold-Variante brachte es auch der Flatcoated Retriever zu einigem Ruhm. Den heimischen Pointer- und Setter-Rassen konnten die „Neuen“ vor allem beim Apportieren ncoh etwas vormachen. Im frühen 20. Jahrhundert hätten dann allerdings Zuchtfehler beinahe zum Aus des Flatcoated Retrievers geführt. Seit den 60er Jahren baut der Hund seinen Rückstand auf Labrador und Golden Retriever allerdings stetig ab und erfreut sich auf der Insel wie auf dem Festland steigender Beliebtheit.

 

Schwimmer und Jagdhund

 

Der Flatcoated Retriever ist eine erstaunliche Mischung: Sein liebes Wesen und die große Intelligenz machen ihn zum beinahe perfekten Familienhund, seine großen Fähigkeiten beim Apportieren und im nassen Element zu einem hervorragenden Jagdhund. Kleine Schwächen – wie gelegentliche Ausbrüche von Übermut und überschäumender Energie – macht er durch große Gelassenheit und Zutraulichkeit wieder wett. Wer bei diesem Hund früh mir einer konsequenten Erziehung beginnt, kann eigentlich nichts falsch machen. Er wird Kinder ebenso lieben wie Einzelpersonen – das einzige, was ihm die Freude am Hundeleben verdirbt, ist fehlende Bewegung. Und noch eins braucht er wie die Luft zum Atmen: Das Wasser. Dabei muss es nicht gleich ein Ozean sein, auch Tümpel, ruhige Flüsse und Seen nimmt der Schwimmer dankend in Angriff. Seine Herkunft steckt in ihm - die Gewässer Kanadas und später Großbritanniens haben sein Wesen geprägt, und so sollte man ihm den (Wasser-)Spaß einfach gönnen. Eine Sache beherrscht er übrigens nicht: Wachen. Wer dem Menschenfreund Haus und Hof anvertraut, muss sich nicht wundern, wenn er später schwanzwedelnd in der aufgebrochenen Tür begrüßt wird steht.

 

Das Bewegungswunder hat noch eine weitere Schwäche: Es frisst gern mal über Maßen. Bei der Portionierung von Fleisch, Gemüse und Reis sollte man daher stets die Linie des Hundes im Auge behalten. Im Zweifel darf es dann allerdings oft mehr Bewegung als weniger Futter sein, und dabei wäre dann wieder der Mensch gefragt. Sein Fell ist sehr widerstandsfähig, lässt sich leicht bürsten und macht somit keine Probleme. Taucht der Retriever in Salzwasser, sollte man dieses aber nach dem Bad ausspülen.

 

Flatcoated Retriever wollen dabei sein

 

Bewegung ist auch bei diesem Hund das A und O. Einsperren und Alleinlassen akzeptiert der Retriever nicht. Er will immer Mittendrin sein und am besten in Begleitung seiner Menschen Toben und Planschen. Wer dies bieten kann, braucht dafür auch kein riesiges Anwesen oder eigenes Waldstück sein eigen nennen. Die Anpassungsfähigkeit und Intelligenz des Flatcoated macht es ihm zudem leicht, auch das Leben im City-Verkehr zu erlernen.

 

Weitere Infos: Flatcoated Retriever Labrador Hund bei Wikipedia

 

 

Flatcoated Retriever im Hunderassen-Porträt:


Namen: Flatcoated Retriever
Herkunft: Kanada
Patronat: Großbritannien
Widerristhöhe: Rüden zwischen 58 und 61 cm, Hündinnen 56 bis 59 cm
Gewicht: Rüden zwischen 27 und 36 kg, Hündinnen 25 bis 32 kg
Fellfarben: Schwarz oder leberbraun
Besondere Merkmale:

- langer, eleganter Kopf
- kräftiger Kiefer mit perfektem Gebiss
- dichtes, glattes Fell
FCI-Klassifikation - Gruppe 8 Apportierhunde, Stöberhunde, Wasserhunde
- Sektion 1 Apportierhunde
Durchschnittliche Lebenserwartung: 12-14 Jahre

 

 

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