Finnischer Spitz

Mutiger und temperamentvoller Wachhund

Der Finnenhund ist ein Nationalhund Finnlands und wird in diesem Land schon lange Zeit für die Jagd verwendet. Der Finnenspitz ist wie geschaffen für die dortigen Wetterbedingungen. Das dicke Fell mit der Unterwolle schützt ihn vor Kälte, Schnee und Eis machen ihm nichts aus. 

Der Finnische Spitz steht gerade im Schnee.

Außer Finnland ist diese Hunderasse auch in Russland bekannt, wo sie Karelo-Finnische Laika genannt wird. Bis 2006 hat man angenommen, dass es sich um zwei eigenständige Hunderassen handelt. Später hat man sich geeinigt, dass Karelo-Finnischer Laika und Finnenspitz doch eine und dieselbe Hunderasse ist. Seitdem wird sie offiziell Finnischer Spitz genannt.

Erscheinungsbild dieser Hunderasse

Der Finnische Spitz ist ein mittelgroßer Hund, der einen fast quadratischen Körperbau hat. Seine Augen sind etwas schräg gesetzt und mandelförmig.  Die dreieckigen, spitzen Ohren sind auf seinem brieten Kopf hoch angesetzt. Die Rute ist gebogen und wird, ähnlich wie beim Laika, über dem Rücken getragen. Das Fell des Finnischen Spitzes ist mittellang, dicht und gerade. Die Behaarung an der Rute, am Rücken und Beinen ist etwas länger. Die Fellfarbe ist rot- oder goldbraun, die Rute, der Bauch und die Brust können hellere Farbe aufweisen.  

Finnischer Spitz - Charakter und Wesen

Der Finnische Spitz ist ein mutiger, aber nie aggressiver Hund. Wie auch viele andere Spitze ist der Finnische Spitz ein sehr bellfreudiger Hund und eignet sich sehr gut als Wachhund. Wenn er Vertrauen zu seinem Menschen hat, ist er ihm treu ergeben. Sein Herrchen oder Frauchen liebt der Finnische Spitz über alles, mit Kindern ist er sehr geduldig. Aber dieser Hund ist nicht für Stubenhocker geeignet. Fremden gegenüber ist er misstrauisch. Man  braucht in der Regel etwas Zeit um das Vertrauen des Finnischen Spitzes zu gewinnen.  Der Finnische Spitz braucht viel Auslauf und abwechslungsreiche Hunde-Beschäftigung.

Ausgelastet kann er sehr entspannt und sogar verschmust sein. Die Erziehung dieser Hunderasse ist nicht immer einfach, aber nicht, weil er nicht lernen will oder kann. Der Finnische Spitz ist ein sehr intelligenter, aber auch eigensinniger Hund. Er lernt schnell aber wird nie unterwürfig. Absoluten Gehorsamkeit darf man also von dieser Hunderasse nie erwarten. Aber macht das diesen Hund nicht deswegen so interessant? Die Erziehung sollte schon im Welpenalter anfangen und konsequent, aber nicht hart sein. 

Anforderungen an die Haltung und Pflege dieser Hunderasse

Im Idealfall sollte der Finnische Spitz jagdlich geführt werden. Denn der Finnische Spitz hat einen stark ausgeprägten Jagdinstinkt. Durch seine Selbstständigkeit und Intelligenz wird er immer noch sehr von Jägern geschätzt. Die Haltung dieser Hunderasse als Familien- und Begleithund ist jedoch auch bedingt möglich.

Der Finnische Spitz wird bei einer aktiven, naturverbundenen Familie glücklich, die bereit ist mit ihm stundenlange Spaziergänge durch den Wald zu unternehmen. Der Finnische Spitz braucht viel Auslauf und viel Freiraum. In einem Haus mit Garten ist er am richtigen Platz.  Für die Haltung in einer Stadtwohnung ist diese bellfreudige Hunderasse dagegen wenig geeignet. Nicht jeder Nachbar wird von so viel Bellen begeistern sein, was zu unnötigem Streit führen kann.

Zwar kann diese Eigenschaft durch eine konsequente Erziehung in den Griff bekommen werden, aber ganz darauf verzichten kann der Finnische Spitz nicht. Die Bellfreudigkeit ist fest in seinem Wesen verankert und Hundehalter müssen sich einfach damit abfinden. Deswegen ist es besonders wichtig die Charaktereigenschaften dieser Hunderasse kennen zu lernen, bevor man sich für einen Hund dieser Rasse entscheidet. Das erleichtert in vielen Fällen die Hunde-Erziehung und dadurch wird das Verständnis für diese Hunderasse entwickelt, was die Bindung zwischen dem Hund und dem Hundebesitzer in vielen Fällen festigt. Die Fellpflege ist nicht aufwendig, aber während des Haarwechsels sollte die Fellpflege beim Hund intensiver sein. 

Einen verantwortungsvollen Züchter finden

Der Finnische Spitz ist in Finnland sehr beliebt. Aber auch in Russland, Schweden oder Norwegen ist diese Hunderasse populär. Wenn Ihr Euch für den Finnischen Spitz interessiert, solltet Ihr Euch mehre Zuchtstätten anschauen. Nur Welpen von verantwortungsvollen Züchtern sind medizinisch gut versorgt und sozialisiert.   

Finnischer Spitz im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: Finnischer Spitz, Karelo-Finnische Laika
  • Herkunft: Finnland
  • Widerristhöhe: Rüden: 44-50 cm; Hündinnen: 39-45 cm
  • Gewicht: 7-13 kg
  • Fellfarben: rot, gelb, gold 
  • Besondere Merkmale:
    • abstehende, kleine und spitze Ohren
    • mittellange, auf dem Rücken getragene Rute
    • kurzes, dichtes Haarkleid mit weicher, etwas hellerer Unterwolle
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 5 Spitze und Hunde vor Urtyp
    • Sektion 2 Nordische Jagdhunde


Bildquelle: fotolia.com, Urheber: JuhaSa

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