Seit 1889 ist die Geschichte der Entlebucher Sennenhunde nachvollziehbar. In der Schweiz wurden sie zunächst als Wachhunde bei Bauern eingesetzt, um Hof und Tiere zu beschützen. Verbreitet waren sie vor allem im Emmental und in Entlebuch, wo sie auch ihren Namen erhielten. Leider war der Entlebucher Sennenhund früher nicht ganz so beliebt, wie man es zunächst dachte. Denn 1924 war die Rasse vor dem Aussterben bedroht. Eine Organisation zur Rettung der Entlebucher Sennenhunde suchte die letzten Überlebenden zusammen und brachte die Zucht glücklicherweise wieder in Gange. Denn sonst hätte die Nachwelt auf herrliche Hüte-, Arbeits- und Familienhunde verzichten müssen.
Kompakt, wendig und tierisch verschmust
Wie der Name schon sagt zählt auch der Entlebucher zu den Sennenhunden. Daher findet man auch bei ihm den goldbraunen Brand mit weißer Zeichnung auf schwarzem Grund. Jedoch auf kurzem Fell. In der Körpergröße kann er sich aber nicht mit dem verwandten Berner Sennenhund messen: 40 bis 50 Zentimeter Schulterhöhe sind eine angenehme Mittelgröße, aber nichts für Fans von großen Hunden. Mit dieser Körpergröße sind die Entlebucher kompakte, wendige Hunde, die nach außen einen sehr massiven Eindruck machen. Den muskulösen Körperbau sollte man auch nicht unterschätzen, denn der Entlebucher weiß seine 25 bis 30 kg geschickt einzusetzen.
Das würde er jedoch nie gegen seine Familie richten. Der Entlebucher ist ein verschmuster Familienhund, der viel Zuneigung und Zuspruch von seinem Herrchen oder Frauchen braucht. Er ist leicht zu führen, da er willig ist möglichst viel zu lernen. Trotzdem braucht er auch eine sehr konsequente Erziehung. Seine Augen sind immer beim Geschehen und seine schnelle Auffassungsgabe macht ihn zu einem perfekten Arbeitshund.
Genau das sollte man auch bedenken, wenn man sich einen Entlebucher Sennenhund anschafft: Er braucht eine Aufgabe. Daher findet man ihn auch oft unter Rettungshunden, Spürhunden oder im Hundesport wieder. Besonders geeignet ist er auch für den Zughundesport. Bekommt er keine Aufgabe, findet er selbst eine. So macht sich ab dem 2. Lebensjahr meist sein Wach- und Schutzinstinkt bemerkbar. Bellen ist daher oft ein leidenschaftliches Hobby unter den Entlebucher Sennenhunden.