Hunderassen: Deutsch Kurzhaar

Deutsch Kurzhaar: Jagdgebrauchshund made in Germany

Jagdlicher Alleskönner und Exportschlager: Der elegante Deutsch Kurzhaar ist durch gezielte Zucht zu einem edlen und talentierten Jagdhund geworden. So schön er auch sein mag – der Jagdgebrauchshund ist als Familienhund weniger geeignet und wird nur auf der Fährte von Wild wirklich glücklich.

Glänzendes Fell, eine imposante Größe und ein hoch getragener Kopf: Der Deutsch Kurzhaar ist das Sinnbild eines eleganten Jagdhundes. Doch ein Deutsch Kurzhaar ist nicht nur ein schöner Hund, sondern in erster Linie ein jagdliches Allround-Talent. Der Jagdhund hat eine hervorragende Nase, ist ein eindrucksvoller Vorstehhund und eignet sich für die Fährtenarbeit ebenso wie für das Apportieren.

Jägertraum: Härte und Ausdauer

Jäger schätzen am Deutsch Kurzhaar nicht nur diese Fähigkeiten, sondern auch seine Härte, Ausdauer und Leidenschaft für das kühle Nass. So ist es kein Wunder, dass das Halten des deutschen Jagdhundes in seiner Entstehungsphase im 17. Jahrhundert der adligen Oberschicht vorbehalten war. Sie kreuzten die einheimischen Schweißhunde, Bracken und Hatzhunde mit Hunden aus den Mittelmeerländern, die sich dort mit der erfolgreichen Jagd auf Vögel einen Namen gemacht hatten.  

Deutsch Kurzhaar war nicht immer so edel

Der Deutsch Kurzhaar des alten Typs war geboren. Optisch war er allerdings kein Vergleich zu dem heute bekannten edlen Jagdhund. Vielmehr waren diese Hunde plump, schwerfällig und in der Tat – heute kaum vorstellbar – auch nicht die besten Fährtenhunde. Erst durch Einkreuzen des englischen Pointer gewann der Liebling der Oberschicht an Eleganz. Da es nun eine einheitliche Optik gab, fanden sich schnell Liebhaber der Hunderasse zusammen. Der Deutsch Kurzhaar gehörte längst nicht mehr ausschließlich zur feudalen Gesellschaftsschicht.

Vom Brauntiger zum Deutsch Kurzhaar

Liebhaber dieser Rasse gründeten 1880 den „Brauntigerklub“, denn die damalige Bezeichnung des Deutsch Kurzhaar war „Brauntiger“. Doch die Bezeichnung konnte sich nicht halten und der Klub wurde 1891 in den „Klub Kurzhaar Berlin“ umbenannt – dem Basisverein, aus dem inzwischen der Weltverband Deutsch Kurzhaar geworden ist. Eine beachtliche Entwicklung für den jagdlichen Exportschlager aus Deutschland!

Jagdgebrauchshunde sind nur mit Arbeit glücklich

Der Deutsch Kurzhaar wird überwiegend als Jagdgebrauchshund gezüchtet, eignet sich aber bei entsprechender Prägung auch als Familienhund. Dennoch wird ein Deutsch Kurzhaar immer ein Vollblut-Jagdhund bleiben, der sehr viel Bewegung und jagdliche Arbeit oder Nasenarbeit einfordert - und auch braucht, um ausgeglichen und zufrieden zu sein. Dieser Jagdhund hat eine hervorragende Nase, beweist sich aber auch als Begleithund. Durch diese Kombination kann der Vorstehhund auch in Händen eines Nicht-Jägers glücklich werden, wenn dieser Hundehalter ihm beispielsweise Rettungshundearbeit, Fährtenarbeit oder Mantrailing als Ausgleich und Beschäftigung anbietet.

Deutsch Kurzhaar nur in Jägerhände

Eine große Hürde für Deutsch Kurzhaar-Begeisterte ist allerdings bereits die Anschaffung: Deutsch-Kurzhaar-Züchter geben den Jagdgebrauchshund bevorzugt an Hundehalter mit Jagdschein ab, um sicher zu stellen, dass die talentierten Hunde ihren ausgeprägten Neigungen entsprechend ausgelastet werden. Absolut gewährleisten kann das naturgemäß nur ein „Grünes Abitur“, wie der Jagdschein im Jägerlatein heißt.

Jagdhund mit bester Gesundheit

Mit rassetypischen Krankheiten hat der Deutsch Kurzhaar weniger Probleme. Dennoch sollte ein verantwortungsvoller Züchter seine Hunde auf Hüftgelenksdysplasie (HD), genetisch bedingte Augenerkrankungen sowie Epilepsie beim Hund, Hautkrankheiten und Krebs untersuchen. Ist das gewährleistet, kann der neue Hundebesitzer sich auf einen kerngesunden Jagdbegleiter freuen.

Deutsch Kurzhaar im Hunderassen-Porträt

  • Name: Deutsch Kurzhaar
  • Herkunft: Deutschland
  • Patronat: Deutschland
  • Widerristhöhe: Zwischen 56 und 70 cm
  • Gewicht: ca. 25-35 kg
  • Fellfarben: braun, braunschimmel, schwarzschimmel, schwarz, weiß, jeweils mit Platten oder Tupfen.
  • Besondere Merkmale:
    • Sehr hoher Jagdtrieb
    • große Hängeohren
    • elegante und muskulöse Statur
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 7: Vorstehhunde
    • Sektion 1: Kontinentale Vorstehhunde, Typ ‚Braque’ mit Arbeitsprüfung

 

Bildquelle fotolia.com Urheber: Tmakotra

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