Hunderassen: Deutscher Pinscher

Torfgrubenhund aus Württemberg

Wer sich gerne an Expertenmeinungen hält, dem bietet sich beim Deutschen Pinscher folgende: Der Hund soll ein direkter Nachfahre des vor etwa 3000 Jahren vorgekommen Torfgrubenhundes sein. Aus jüngeren Zeiten ist eine Abstammung aus der Region Württemberg nachweisbar, und in Mittelalter und Renaissance tauchte der Pinscher auf einigen Gemälden großer europäischer Maler auf.

Seinen Lebensunterhalt verdiente sich das Laufwunder allerdings nicht allein als Model, vielmehr brachte er es als Schutzbegleitung von Kutschen und Gold-Transporten zu einigem Ruhm. Auch in der Nagetier-Vernichtung verdingte sich der wachsame Hund, und so fanden auch bald Bauern und adlige Grundbesitzer Gefallen an ihm. Der Rückgang der Rasse begann Ende des 19. Jahrhunderts, als die Eisenbahn Pferdewagen ablöste und damit der Haupterwerbszweig der Pinscher wegbrach. Im 20. Jahrhundert brauchte es in den 50er Jahren wahre Liebhaber, um der Rasse wieder neuen Schwung zu geben, und obwohl sie heute neben Deutschland auch in der Schweiz, Frankreich und den Niederlanden vorkommt, kann der Pinscher doch nicht mit seinen Verwandten, den Schnauzern mithalten. 

Deutscher Pinscher: Hund mit Arbeitswille und Charakter

Umso unverständlicher wird dies, wirft man einen Blick auf die enormen Fähigkeiten des Hundes: Neben der genannten Ausdauer und dem unbedingten Arbeitswillen ist der Deutsche Pinscher nämlich vor allem auch ein Hund mit festem, unbeugsamem Charakter. Er liebt seine Menschen, ist bei richtiger Erziehung sehr gehorsam und zeigt dies, indem er Haus und Hof bewacht, als stünde sein Leben auf dem Spiel. Zudem ist der Wachsame ein ausgezeichneter Spielkamerad, vor allem auch für Kinder. Unermüdlich kann er sich beim Bälle holen verausgaben und stets ist er bemüht, denjenigen, die für ihn sorgen, zu gefallen. Wer das Kurzhaar also ordentlich fordert und fördert, der wird sein volles Leistungsvermögen ausreizen können und darf sich über einen treuen und lebenslustigen Begleiter freuen.

Pflegeleicht ist er dazu übrigens auch: Das kurze Fell ist leicht gebürstet, der Hund haart weder noch richtet er sonstige Schäden an. Und an sein Hundefutter stellt er auch keine überhöhten Ansprüche. Wer seiner Aktivität angepasste Portionen aus Fleisch, Reis und Gemüse austeilt, dazu regelmäßig den Vitamin- und Mineralienbedarf des Hundes deckt, der wird einen zufriedenen Freund fürs Leben an seiner Seite haben.

Stadthund Deutscher Pinscher? Mit langen Spaziergängen ja.

Man sollte meinen, ein fleißiger Arbeiter wie der Pinscher wäre in der City fehl am Platze. Doch weit gefehlt: Dank seiner Anpassungsgabe und dem dankbaren Wesen kommt der Hund auch in einer Stadtwohnung bestens zurecht. Wichtig ist dabei natürlich, den Tatendrang des Läufers zu befriedigen. Lange Spaziergänge, gerne ohne Leine, oder die Einbindung in sportliche Aktivitäten sind ein absolutes Muss und tragen zur Harmonie in der Hund-Mensch-Beziehung bei. Ein bisschen mehr Bewegung wird den meisten Haltern ja sowieso nicht schaden. 

Weitere Infos zu Deutscher Pinscher Arbeitswille Schnauzer bei Wikipedia

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Deutscher Pinscher im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Deutscher Pinscher
  • Herkunft: Deutschland
  • Patronat: Deutschland
  • Widerristhöhe: Zwischen 45 und 50 cm
  • Gewicht: Zwischen 14 und 20 kg
  • Fellfarben: Rotbraun oder Schwarz mit lohfarbenen bzw. braunen Abzeichen
  • Besondere Merkmale:
    • kurzes, dichtes Fell
    • hoch angesetzte Klappohren
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 2: Pinscher und Schnauzer - Molossoide - Schweizer Sennenhunde und andere Rassen
    • Sektion 1: Pinscher und Schnauzer
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre


Bildquelle:

Bild 1 freeimages.com Urheber SXC

Bild 2 freeimages.com Urheber: Alli Griffith

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