Cairn Terrier

Woher er kommt:

Und noch so einer: Klein aber Oho! Der Cairn Terrier hat eine lange Tradition, stammt aus dem heutigen Schottland, wo er dank seiner geringen Größe und beeindruckendem Geschick auch Beute in sogenannten „Cairns“ aufstöbern konnte. Diese Steinhaufen stammen noch aus keltischen Tagen und wurden damals als Gotteswohnungen betrachtet. Später errichteten auch die auf den britischen Inseln angekommenen Römer solche Totenstätten aus Stein. Als die Hügelgräber mit den Jahrhunderten verwilderten, suchten in ihrem verwinkelten Inneren mehr und mehr Kleintiere Schutz, die so vor den meisten Räubern sicher waren. Erst der kleine Terrier, dessen Ahnen die Highland-Terrier waren, wagte sich in die Gänge und scheuchte die Beute direkt in die Arme der Jäger. Zu Beginn des 17. Jahrhunderts begann schließlich die Zucht dieser Rasse auf der Insel Skye. Zu dieser Zeit gelangten auch schon einige Exemplare an den französischen Königshof, wo sie gemeinsam mit den anverwandten Scottish-, West-Highland-White- und Skye-Terriern für Begeisterung sorgten. Ab dem 19. Jahrhundert ging es für die den Cairn Terrier dann vollends bergauf: Zunächst bei der Jagd auf Otter, Füchse, Ratten und Mäuse, später als anerkannte Rasse und geschätzter Familienhund.

 

Was er kann, was er braucht:

Natürlich ist der Kleine ein niedlicher Geselle, der gern und viel spielt und seinen Menschen viel Liebe entgegenbringt. Dafür will der Hund aber auch beachtet werden, und keinesfalls sollte man den Bewegungsdrang des einstigen Jagdhelden unterschätzen. Bei der Erziehung bekommt man wenig echte Problem: Früh beginnen und klare Ansagen machen – so wird aus dem wilden Fellknäuel ein wohl erzogener Mitbewohner. Für Kinder ist der Hund allein wegen seiner geringen Größe schon optimal geeignet, doch die Kleinen sollten lernen, es nicht zu übertreiben. Bei überbordenden Liebesbekundungen in Form von Ohrenziehen und Fellreißen reagiert der Hund nämlich schnell mal etwas ungehalten.

Bei der Pflege des kleinen Terriers sollte man sich auf die elementaren Dinge konzentrieren – der Fuchs-Scheucher ist schließlich kein Schoßhündchen. Hin und wieder das zottelige Fell bürsten und vielleicht auf frisch zubereitetes Futter verzichten – so bleiben Bart und Haupthaar frei von Essensresten und anderen Unratsspuren. Viel Fressen tut der Niederläufige naturgemäß nicht, und da er sich schon von allein viel bewegt, dürfte es schwer fallen, den Hund zu mästen.

 

Wie er in der Stadt klarkommt:

Dank seiner Größe und seiner Anpassungsfähigkeit passt der Cairn Terrier ausgezeichnet in eine Etagenwohnung. Ein Zugang zum Garten oder einem Balkon wäre natürlich von Vorteil, ansonsten helfen aber auch häufige Spaziergänge. Die Lust an der Bewegung liegt dem kleinen Sportsfreund in der Natur – Stubenhocken ist mit ihm also nicht angesagt.

 

Was in seinem Steckbrief steht:

Name Cairn Terrier
Herkunft Großbritannien
Patronat Großbritannien
Widerristhöhe Zwischen 28 und 31 cm
Gewicht Zwischen 6 und 7 kg
Fellfarben Rot, sandfarben, grau, Pfeffer und Salz, fast schwarz
Besondere Merkmale - zotteliges Deckhaar
- ergraut mit zunehmendem Alter
- robuster Körperbau
FCI-Klassifikation - Gruppe 3: Terrier
- Sektion 3: Niederläufige Terrier
Durchschnittliche Lebenserwartung 12-15 Jahre

 

  

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