Brabanter Bullenbeißer – so betitelt lässt es sich natürlich herrlich Beute schlagen und Eindringlinge vertreiben. Mit dem Aufkommen neuer Jagdmethoden unter Gebrauch von Schusswaffen blieb den treuen Dienern von einst zunächst nur wenig - Arbeitslosigkeit oder Gelegenheitsjobs als beängstigende Wachhunde waren lange Lebensinhalt dieser Hunderassen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts ging es dann aber wieder bergauf. Nach Einkreuzen mit dem Bulldog entstand die schnell als „Deutscher Boxer“ betitelte heute bekannte Rasse. Der Name stammt von einer Bezeichnung aus dem Münchnerischen ab. Hier wurden die Tiere „Bierboxer“ genannt. Viel männlicher kann eine Abstammungs-Historie wohl kaum sein…
Boxer sind heute mehr als Bullenbeißer
Gewisse, vermeintlich männliche, Wesenszüge weist der Boxer auch nach wie vor auf: Er ist ruhig im eigenen Haus, neigt im Freien aber zu Ausgelassenheit, vor allem im Spiel. Er ist zwar ein Familienhund, der Kinder liebt, kann aber auch nicht aus seinem Fell. Die Urtriebe sind noch lange nicht verschwunden. So ist der Boxer immer noch kampfbereit, wenn es sein muss, engagiert sich mittlerweile allerdings auch als Begleit- und Sporthund oder im Rettungsdienst. Geschlechtsgenossen gegenüber verhält er sich dann und wann etwas rüpelhaft. Auch das kommt einem irgendwie bekannt vor.
Mit der Erziehung sollte man bei diesem großen Hund früh beginnen. Intelligent und gelehrig ist der Boxer allemal, eine regelrechte Ausbildung zum Schutzhund sollte allerdings in Erwägung gezogen werden. Mit Gewalt hat man auch bei dieser Rasse keine Chance. Fehlt die Geduld, verweigert er die Mitarbeit.