Ahnherr der meisten heutigen Exemplare dürfte ein gewisser „Old Hemp“ sein. Dieser Collie brachte seinem Besitzer aufgrund der ausgezeichneten Hüte-Leistungen Ende des 19. Jahrhunderts viel Ehre ein und gilt seither als der wichtigste Zuchtrüde der Rasse. Wenngleich die offizielle Anerkennung in diese Zeit fiel (1893), gibt es erst seit 1976 fest gelegte Rassestandards. Das jedoch hat den Border Collie nicht daran gehindert, sich über Länder wie Norwegen, Belgien und Frankreich, auch in Kontinental-Europa auszubreiten.
Border Collies sind Workaholics
Er ist der Hund mit dem Hypnose-Blick. Und diesen lässt er vor allem auf zu hütendes Vieh einwirken. Als geborener Hütehund liebt er vor allem eins: Die Arbeit. Seine Ausdauer und die Fähigkeit, auch bei Riesenherden stets den Überblick zu bewahren, helfen da ungemein. Um dies zu können, braucht er allerdings in erster Linie eine professionelle Ausbildung und das geeignete Beschäftigungsgebiet. Als Familienhund taugt der zuletzt durch Filme wie „Schweinchen Babe“ berühmt gewordene Collie daher nicht. Dieser Hund will nicht spielen, sondern seinen Job machen. Dafür wurde er gezüchtet, und das entspricht auch am ehesten seinem Wesen.
Bei der Pflege sollte man auf eine individuell abgestimmte Fütterung achten. Je nach Aktivität kann sich die Futtermenge, bestehend aus Fleisch, Reis, Gemüse und Ernährungsergänzungen, schnell einmal verdoppeln. Das dichte, lange Fell sollte täglich gebürstet werden. Nur so hält man es rein und spürt auch die Parasiten auf, die sich naturgemäß in der schützenden Unterwolle einzunisten pflegen. Eine Sache mag der Collie als echtes „Nordlicht“ übrigens gar nicht: Hohe Temperaturen und pralle Sonne.