Energiebündel aus den französischen Pyrenäen

Ein Charmeur aus Belgien

Der Berger des Pyrénées ist ein arbeitswilliger Hund, der schon seit vielen Jahren in den Pyrenäen selbstständig bei jedem Wetter auf Schafe aufpassen, sie zusammentreiben und vor Wildtieren beschützen soll. Auf sein Aussehen wurde keinen großen Wert gelegt. Was zählte war sein Arbeitswillen, Mut und seine Intelligenz. 

Heute hat der Berger des Pyrénées diese Eigenschaften noch immer behalten. Auch wenn diese Hunderasse heute eher selten als Schäferhund Verwendung findet, dank dieser Eigenschaften bleibt sie nie ohne Arbeit. Der Berger des Pyrénées ist ein liebevoller Familienhund, ein geduldiger Therapiehund, ein hervorragender Rettungshund, ein treuer Begleithund und ein begabter Sporthund. 

Zwei graue Pyrenäenschäferhunde stehen auf hinteren Pfoten, vordere auf einen Holzblock abgelegt

Zwei Varianten dieser Hunderasse 

Den Berger des Pyrénées gibt es sowohl in der langhaarigen als auch in der glatthaarigen Variante. Der Kurzhaar-Berger wurde lange Zeit nicht so sehr verbreitet, wie die langhaarige Variante dieser Rasse. Erst zum Beginn des 20. Jahrhunderts hat man sich geeinigt, dass es sich bei diesen zwei Varianten um eine und dieselbe Hunderasse handelt. Bei der Langhaar-Variation werden mit der Zeit Zotten im Fell gebildet, die den Hund vor Kälte schützen sollen. Bis auf die Länge des Deckhaars sind beide Varianten dieser Hunderasse identisch. Die Fellfarbe kann fauve, grau mit oder ohne weißen Flecken, blau und schwarzgetüpfelt, gestromt oder schwarz mit weißen Flecken sein. Die mandelförmigen, ausdrucksvollen Augen sind dunkelbraun, bei einigen Hunden mit dem blau- oder schwarzgetüpfeltem Fell sind die Augen birkenfarben. Der Körper ist ziemlich lang und kräftig mit mittelmäßig entwickelter Brust. Die mittelgroßen Ohren sind mittig am Kopf angesetzt und herabhängend. 

Menschenbezogen – Charakter des Berger des Pyrénées 

Ein Blick auf diese Hunderasse mit dem intelligenten und aufgeweckten Gesichtsausdruck reicht schon aus, um zu verstehen, dass der Berger des Pyrénées ein sehr aktiver Hund ist. Er braucht viel Auslauf und will beschäftigt werden. Der Berger Pyrénées ist sehr anhänglich und menschenbezogen. Seinem Herrchen oder Frauchen würde er am liebsten auf Schritt und Tritt überallhin folgen und nie aus den Augen verlieren. Mit Kindern ist der Berger des Pyrénées sehr geduldig und verspielt. Fremden gegenüber ist er jedoch distanziert, kann auch mit leisem Knurren warnen, schnappt aber nie aus Angst zu. Der Berger des Pyrénées darf von Natur weder ängstlich noch aggressiv sein, kann aber in einigen Situationen versuchen, die Führung in „seinem Rudel“ zu übernehmen, was nicht toleriert werden darf.

Wie auch andere Schäferhunde ist er selbstständig, selbstbewusst und mutig. Diese intelligente Hunderasse lässt sich leicht erziehen, begreift schnell, was man von ihr möchte, macht aber nur das, was sie für richtig hält. Die Erziehung soll konsequent, aber liebevoll sein. Härte oder gar Gewalt verträgt der sensible Berger des Pyrénées nicht. Dennoch ist er ein sehr begabter Sporthund und zeigt hervorragende Leistungen bei Hundesportarten wie Agility oder Obedience, wo es vor allem um perfekte Ausführung der Kommandos geht.  

Ist der Berger des Pyrénées der richtige Hund für Euch? – Haltung und Pflege dieser Hunderasse

Der Berger des Pyrénées ist ein perfekter Hund für eine aktive und sportliche Familie, die genug Zeit für dieses Energiebündel hat. Er ist ungern allein. Wenn Ihr viel außer Haus arbeitet und den Hund nicht mit zur Arbeit nehmen dürft, ist diese Hunderasse für Euch eher nicht geeignet. Da der Berger des Pyrénées unterschiedliche Hunde-Beschäftigungen braucht, kann die Hundeerfahrung vom Vorteil für den Hundehalter sein. Als ein Arbeitshund will der Berger des Pyrénées ernste Aufgaben bekommen und wird versuchen Euch zu Hause zu helfen, auch wenn Ihr keine Hilfe benötigt.

Diese Hunderasse eignet sich für die Ausbildung als Therapie-, Blinde- oder Begleithund. Als Familienhund ist der Berger des Pyrénées ebenfalls geeignet, sollte aber zusätzlich beschäftigt werden, z.B. mit Hundesport. Mit der Erziehung solltet Ihr möglichst früh anfangen und diese konsequent durchführen. Der Berger des Pyrénées sollte am besten in einem Haus gehalten werden, wo er aus Eurem schönen Garten eine schöne Mondlandschaft machen kann. Aber keine Sorge – dafür werdet Ihr weniger Maulwürfe im Garten haben. Wenn Ihr den Hund richtig beschäftigt, kann es passieren, dass er das Interesse an Eurem Garten und den darin lebenden Maulwürfen ganz verliert, er wird ihn nur zum Austoben nutzen.

Ausgelastet ist der Berger des Pyrénées sehr ruhig und entspannt. Die Fellpflege des Hundes ist nicht aufwendig: das Fell sollte mindestens einmal in der Woche gebürstet werden. Außerdem müssen Pfoten, Ohren und Zähne kontrolliert werden. Am besten ihr trainiert das schon im Welpenalter, damit der Berger des Pyrénées sich später bei einer Kontrolle ruhig und gelassen verhält. Diese Hunderasse gilt als robust, bei einigen Tieren können jedoch Hüftprobleme oder Epilepsie beim Hund auftreten. 

Ein gesunder Welpe von einem guten Züchter

Alle Welpen sind süß und zeigen anfangs normales Welpen-Verhalten: neugierig, unternehmungslustig und verspielt. Schon die ersten Wochen im Leben eines Welpen können sein Verhalten beeinflussen. Deswegen ist es sehr wichtig, aus welcher Zuchtstätte der Welpe kommt. Damit Ihr keine bösen Überraschungen bei Eurem Hund in der Zukunft erlebt, solltet Ihr darauf achten, wie die Hunde beim Züchter gehalten werden.

Wachsen Welpen zu Hause oder in einem Zwinger auf? Können sie regelmäßige Erkundungstoure draußen machen? Haben sie Familienanschluss und Kontakt zu anderen Hunden und Haustieren? Dieses und vieles andere sollte  bei der Auswahl eines guten Züchters beachtet werden. Außerdem sollte ein seriöser Züchter seine Zuchttiere ärztlich untersuchen lassen, um mithilfe eines Hunde-DNA-Tests Veranlagungen zu bestimmten Krankheiten wie Epilepsie beim Hund auszuschließen. 

Berger des Pyrénées im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: Berger des Pyrénées, Pyrenäenschäferhund, Pyrenäenhütehund
  • Herkunft: Frankreich
  • Widerristhöhe: 40-48 cm
  • Gewicht: 8-12 kg
  • Fellfarben: verschiedene Blon-, Grau- und Braunschattierungen, schwarz und Harlekin
  • Besondere Merkmale:
    • langes oder kurzes, dichtes Haar
    • zottiges Fell bei langhaarigen Hunden
    • mittelgroß und sehr agil
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
    • Sektion 1 Schäferhunde


Bildquelle: fotolia.com, Urheber: Dogs

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