Bergamasker

Liebenswürdiger Hirte- und Familienhund aus Italien

Der Bergamasker ist eine der ältesten Hunderassen, die bis heute ihre Ursprungsform und Charakter behalten hat. Die Vorfahren des Bergamasker sollen mit Nomaden aus Ostasien nach Europa mitgebracht worden sein. In Italien war diese Hunderasse besonders in den Bergamasker Tälern sehr verbreitet, aber auch in den anderen Alpenregionen, in denen Schafzucht getrieben wurde, konnte man diese bemerkenswerte Hunde antreffen.

Der Bergamasker hat vieles gemeinsam mit anderen zotthaarigen Hütehunden, die ebenfalls von Nomaden aus Ostasien abstammen sollen. Seine nächsten Verwandten in anderen Ländern sind der Puli und der Komandor in Ungarn, der Polski Owczarek Nizynni in Polen, der Briard aus französischen Alpen und der Gos d'Atura aus spanischen Pyrenäen. Wie auch seine Brüder musste der Bergamasker fast selbstständig Schafe in einer Herde zusammentreiben und sie vor Wildtieren beschützen. Dank seines sanften und freundlichen Charakters kann er heute auch als Familien- und Begleithund gehalten werden.

Der beigefarbene Bargamasker mit langen, zottigem Fell auf weißem Hintergrund

Zottelbär – Aussehen dieser Hunderasse

Wie auch andere Arbeitshunde, haben Menschen bei dem Bergamasker nicht auf Äußerlichkeit geachtet sondern auf seine Arbeitsfähigkeit. Der mittelgroße Bergamasker kann bis zu 60 cm Schulterhöhe erreichen und ist bis 32 kg schwer werden. Sein Markenzeichen ist sein zottiges, langes Fell, das ihn perfekt vor Kälte und Hitze sowie vor Schlangenbissen schützt. Das Fell wird aber nicht von Geburt an zottig. Die Zotten bilden sich nach und nach. Damit die Zotten entstehen können, darf das Fell nicht gekämmt werden. Nur am Kopf, Hals, an den Schultern und der Rute ist das zottige Fell nicht erwünscht und soll deswegen an diesen Körperteilen gekämmt werden. Die Fellfarbe kann grau, grau-schwarz gefleckt, schwarz, rötlichbraun und isabelle sein. 

Menschenbezogen, aber selbstständig – Charakter und Wesen des Bergamasker

Der Bergamasker ist ein Arbeitshund, der lange Zeit teilweise auch allein auf Herden aufpassen sollte. Das erforderte von dieser Hunderasse viel Selbstständigkeit, Eigeninitiative und Hunde- Intelligenz. Dies sollte auch bei der Erziehung dieser Hunderasse berücksichtigt werden. Der Bergamasker ist sehr anhänglich und geht eine enge Bildung zu seinem Menschen ein. Er ist ein Hund, der viel Zärtlichkeit und Aufmerksamkeit braucht. Der Bergamasker lässt sich ziemlich schnell erziehen, aber eine Kadavergehorsamkeit kann man von ihm nicht erwarten. Er ist zwar kein Sturkopf, handelt aber gern so, wie er es für richtig hält – Ergebnis seiner jahrelangen Verwendung als Hirtenhund.

Zuhause ist er sehr gelassen und gemütlich, kommt auch mit stressigen Situationen zurecht. Mit seinen Menschen mag er schmusen, spielt gern mit Kindern, verträgt auch andere Hunde und anderen Haustiere aus der Familie. Auf alle Familienmitglieder passt der Bergamasker sorgfältig auf und nimmt diese Aufgabe sehr ernst an. Seine Menschen aus den Augen zu verlieren ist die größte Tragödie für ihn. Am glücklichsten wird der Bergamasker, wenn er seinen Menschen auf Schritt und Tritt überall hin folgen darf. Fremden gegenüber – seien es fremde Menschen oder fremde Hunde – ist der Bergamasker meistens ruhig und selbstbewusst, ist weder aggressiv noch unterwürfig. Dieser sanftmütige Italiener ist ein idealer Familienhund! 

Hund für eine aktive Familie – Haltung und Pflege

Der Bergamasker ist ein Hund, der zu einer aktiven Familie mit Kindern passt. Er braucht keinen großen Auslauf, will aber beschäftigt werden. Er liebt es zusammen mit seinen Menschen zu spielen und von ihnen immer etwas Neues zu lernen. Er ist intelligent und gehorsam, hat aber auch seinen eigenen Kopf und macht manche Sachen so, wie er sie für richtig hält.

Für Hundesportarten wie Agility oder Dogdancing lässt er sich schnell begeistern, zeigt aber auch großartige Leistungen als Rettungshund, Therapiehund oder Blindenhund. Der Bergamasker braucht, im Gegensatz zu weitverbreiteter Meinung, keine große Fellpflege. Sein zottiges Fell muss nicht gebürstet werden, nur die Rute, der Hals und Kopf sollten durchgekämmt werden. Da das Fell immer nachwächst sollte man darauf achten, dass das Fell nicht zu lang wird, damit die Bewegung des Bergamasker nicht beeinträchtigt wird. In der Wohnung verliert der Bergamasker kaum Fell.

Einen guten Züchter finden

Es gibt nur wenige Exemplare dieser Hunderasse und rund 200 Züchter. Wenn Ihr also diesen Hund als Familienhund haben möchtet, solltet Ihr viel Geduld und Zeit haben. Aber egal wie aufwendig die Suche nach einem Züchter wird, das Ergebnis wird Euch nicht enttäuschen. Der Bergamasker ist eine Bereicherung für jede Familie. 

Bergamasker im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: Bergamasker
  • Herkunft: Italien
  • Widerristhöhe: 56-60 cm
  • Gewicht: 26-38 kg
  • Fellfarben: grau, grau-schwarz gefleckt, schwarz und isabell
  • Besondere Merkmale:
    • langes Haar im Gesicht und am Körper, am Körper - zottig
    • gut proportionierter Körper
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 1 Hüte- und Treibhunde (ausgenommen Schweizer Sennenhunde)
    • Sektion 1 Schäferhunde


Bildquelle: fotolia.com, Urheber: Callallo Twisty

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