Bayerischer Gebirgsschweißhund

Jagdhund aus Bayerischen Alpen

Der Bayerische Gebirgsschweißhund entstand aus der Kreuzung des Hannoverschen Schweißhundes mit der Bracke – ein Urtyp der Jagdhunde, die schon seit der Germanenzeit in den Alpen für die Jagd eingesetzt wurden. Das Ergebnis war mehr als befriedigend – eine ruhige, ausgeglichene, gelehrige Hunderasse mit feiner Nase, die zuverlässig und ausdauernd eine verletzte Beute zur Strecke brachte.

Die gezielte Zucht des Bayerischen Gebirgsschweißhundes hat Ende des 19.Jahrhunderts angefangen. Schon 1912 wurde in München der „Klub für Bayerische Gebirgsschweißhunde“ gegründet. Heute ist diese Hunderasse nicht nur in Deutschland sehr populär, sondern auch Österreich, Ungarn, Tschechien und der Slowakei und wird hauptsächlich als Jagdhund eingesetzt. Dank seines ausgeglichenen Charakters eignet sich der Bayerische Gebirgsschweißhund ferner auch als Begleit- und Familienhund, wenn er ausreichend Auslauf und vielseitige Beschäftigung bekommt. Einige Hunde dieser Rasse sind erfolgreiche Such- und Rettungshunde.

Der Bayerische Gebirgsschweisshund steht auf einem Stein im Wald

Mittelgroße Hunderasse mit kurzem, glänzendem Fell

Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist eine mittelgroße, kräftig gebaute Hunderasse mit einem imposanten Erscheinungsbild. Sein Fell ist kurz, glatt, eng anliegend und glänzt von Natur aus. Die Fellfarbe kann fahlgelb, schwarz- und rotgestromt sein sowie alle Farbvariationen vom Rot haben - hirschrot, rotbraun, rotgelb, tiefrot, rotgrau. Manche Hunde dieser Rasse können einen dunkleren Rücken und dunkelgefärbte Ohren haben oder auch gar komplett dunkel gefärbt sein, was aber sehr selten vorkommt. Normalerweise hat der Bayerische Gebirgsschweißhund eine dunkle Maske und dunkle Ohren. Ein kleiner, heller Brustfleck ist zulässig. Die Läufe sind kräftig und muskulös, der Kopf ist breit und flach, die Rute ist mittellang und hochgesetzt, die Hängeohren sind mittellang und breit. 

Ausgeglichen – Charakter des Bayerischen Gebirgsschweißhundes

Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist ein Arbeitshund, der unbedingt eine Aufgabe braucht.  Dieser wendige und eifrige Hund ist ein hervorragender Jagdhund und kann bei einer entsprechenden Ausbildung auch als Rettungs- und Suchhund gute Leistungen zeigen. Der Bayerische Gebirgsschweißhund  ist ein sehr menschenbezogener Hund, der am  Familienleben teilnehmen will. Er kann als Familien- und Begleithund gehalten werden, wenn Ihr mehrmals täglich mit ihm ausgedehnte Spaziergänge unternehmt. Wenn er ausgelastet ist, ist er zuhause sehr ruhig und ausgeglichen, kann aber trotzdem nie „Nein“ zum Spielen mit Kindern sagen. Er ist sehr intelligent, lernt sehr schnell und muss nicht nur körperlich, sondern auch geistig gefordert werden. Die Erziehung dieses intelligenten Hundes kann daher auch eine Herausforderung für sein Herrchen oder Frauchen sein. Der Bayerische Gebirgsschweißhund ist zwar leicht erziehbar, will aber immer wieder was Neues lernen.  

Haltung dieser freiliebenden Hunderasse

Der Bayerische Gebirgsschweißhund braucht unterschiedliche Hunde-Beschäftigungen. Die beste Beschäftigung für ihn ist die Jagd. Deswegen werden viele Hunde dieser Rasse nur in die Hände von Jägern abgegeben. Wie viele andere Jagdhunde ist der Bayerische Gebirgsschweißhund nicht für die Haltung in der Stadt geeignet. Viele unnatürliche Gerüche und Menschenmenge verwirren diesen freiheitsliebenden Hund. Auf dem Land in einem Haus mit großem Garten fühlt er sich dagegen wohl. Im Garten kann er sich jederzeit austoben und spielen, soll aber täglich von seinem Herrchen oder Frauchen auch in einem Wald ausgeführt werden.

Der Bayerische Gebirgsschweißhund braucht einen erfahrenen, selbstbewussten und naturverbundenen Hundehalter, der viel Zeit hat, sich mit dem Hund zu beschäftigen. Noch besser wäre es, wenn sein Mensch seine Leidenschaft zur Jagd mit ihm teilt und  ihn regelmäßig mit zur Jagd nimmt. Viel Auslauf, den der Bayerische Gebirgsschweißhund braucht, wird durch geringere Fellpflege des Hundes kompensiert. Sein Fell sollte lediglich gebürstet und nach dem Spaziergang im Wald auf Parasiten wie Zecken kontrolliert  werden. 

Jagdhunde für Jäger – einen Züchter finden

Es gibt einige gute Züchter dieser Hunderasse in Deutschland. Wenn Ihr den Bayerischen Gebirgsschweißhund als reinen Familienhund halten möchtet, wird es nicht einfach einen Welpen zu bekommen. Welpen dieser Rasse werden von verantwortungsvollen Züchtern fast ausschließlich an Jäger weitergegeben. Und das auch zu Recht. Der Bayerische Gebirgsschweißhund eignet sich zwar als Familienhund, wenn Ihr ihn artgerecht halten möchtet, sollte man ihm die Gelegenheit geben, seine hervorragenden Fähigkeiten als Jagdhund zu zeigen. 

Bayerischer Gebirgsschweißhund im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: Bayerischer Gebirgsschweißhund
  • Herkunft: Deutschland
  • Widerristhöhe: 44-52 cm
  • Gewicht: 25-35 kg
  • Fellfarben: tiefrot, rotbraun, fahlgelb, semmelfalben
  • Besondere Merkmale:
    • muskulöser, kräftiger Körperbau
    • glattes, kurzes, enganliegendes Fell
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 6 Laufhunde, Schweisshunde und verwandte Rassen
    • Sektion 2 Schweißhunde


Bildquelle: fotolia.com, Urheber: DragoNika

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