Basenji

Eine der ältesten Hunderassen aus Afrika

Woher der Basenji stammt und wie alt diese Hunderasse ist, ist unbekannt. Diese Hunderasse zählt zu den ältesten Hunderassen der Welt, die auch heute noch genauso aussieht wie vor vielen Jahren. Der Basenji wird außerdem Up and Down Dog, kleiner Buschding oder African Bush Dog genannt, weil dieser leicht gebauter Hund beim Jagen im Gras hoch springt, um Kleinwild aufzuscheuchen und ins Netz des Jägers zu treiben.

Im Kongo – seinem Herkunftsland, findet der Basenji immer noch Verwendung als Jagdhund und wird im Pygmäin-Stamm sehr geschätzt. In Europa ist der Basenji relativ spät bekannt geworden. 1930 hat Ms. Burn einige Hunde dieser Rasse nach England mitgebracht und seit 1937 wurden diese Hunde systematisch gezüchtet. In Deutschland ist der Basenji  seit 1975 dank Berta Burkert bekannt geworden. 

Der Basenji steht aufrecht im Gras und schaut neugierig in die Kamera

Mittelgroße Hunderasse mit kurzem Fell und spitzen Ohren

Der Basenji ist ein leichtgebauter, eleganter, mittelgroßer Hund mit aristokratischem Gesichtsausdruck. Die kapuzenförmigen, spitzen Ohren sind hoch angesetzt, abstehend und klein. Auf der Stirn können sich beim Basenji Falten bilden, besonders wenn er hochkonzentriert ist und seine Ohren anspannt. Seine Rute ist hoch angesetzt und wird in zusammengerolltem Zustand seitlich getragen. Das Fell ist kurz und glatt und kann in verschiedenen Farbvariationen vorkommen: dreifarbig, schwarz mit weiß, brindle und weiß, rot und weiß. Typisch für alle Basenji sind weiße Pfoten und weiße Rutespitze. 

Treu und liebevoll - Wesen und Charakter des Basenji

Der Basenji ist ein achtsamer, bewegungsfreudiger und wendiger Hund. Der Basenji ist ein sehr feinfühliger und stolzer Hund, der auf Härte bei der Erziehung bockig reagieren kann. Mit Geduld und Feinfühligkeit erreicht Ihr bei der Erziehung dieses Hundes viel mehr als mit Härte oder Gewalt. Er ist sehr intelligent und  lernt sehr schnell, kann aber, wenn er keine Lust hat, Befehle einfach ignorieren. Sein stark ausgeprägter Jagdinstinkt kann die Erziehung erschweren und muss auf jeden Fall bei dieser Hunderasse berücksichtigt werden. Zu seinen Menschen ist er treu ergeben, Kinder liebt er und bereit immer mit ihnen zu spielen. Der Basenji  ist ein eigensinniger, aber sehr liebevoller Hund, der sich gut als Familienhund eignet. Er bellt nicht sehr oft und wenn doch, dann hört das sich mehr nach einem Wolf als nach einem Hund an. Mit seiner Körperhaltung kann der Basenji viel mehr äußern als mit Bellen. 

Hunderasse für erfahrene Hundehalter

Der Basenji gehört am besten in Hände von erfahrenen Hundehaltern, die Fingerspitzengefühl und eine Portion Humor haben. Die Erziehung dieser intelligenten Hunderasse ist nicht immer einfach. Der eigensinnige Basenji gehorcht nicht jedem. Nur wenn die Mensch-Hund-Beziehung funktioniert und der Basenji große Zuneigung für sein Herrchen oder Frauchen hat, gehorcht er ihm einiger Maßen. Absolute Gehorsamkeit oder Unterwürfigkeit kann man von diesem Hund nicht erwarten. Der Basenji kann sehr verschmust sein und liegt gerne auf der Couch mit seiner Familie. Er mag kuschelige Plätze, wobei das Bett seines Herrchens oder Frauchens der beste Platz für ihn ist. Sonnige, warme, kuschelige Plätze bevorzugt er gegenüber kalten und harten Bodenbelägen.

Das bedeutet jedoch nicht, dass er nicht viel Auslauf braucht. Lange Spaziergänge mit ihm, am besten nicht in der Stadt sondern im Park oder im Wald, sind ein Muss! Dabei muss der Basenji oft angeleint bleiben – zu stark ist sein Jagdinstinkt und zu groß ist die Gefahr, dass er weg läuft! Wenn es draußen regnet, kann er sich weigern, nach draußen zu gehen. Baden gehört auch nicht zu seiner Lieblingsbeschäftigung. Wenn etwas diesem Hund nicht gefällt, kann er das nicht nur mit seiner Körperhaltung, sondern auch mit tiefem Brummen zeigen, was nicht unbedingt toleriert werden muss. Zum Glück hat der Basenji keinen typischen Hundegeruch und sein Hunde-Fell ist sehr pflegeleicht, so dass er nur in seltenen Fällen gebadet werden muss. Eine Besonderheit beim Basenji ist seine Art sich zu säubern. Das sieht mehr nach einer Katze als nach einem Hund aus.  Der Basenji kann in einer Stadtwohnung gehalten werden, wenn er genug Auslauf bekommt. Eine geeignetere Umgebung für ihn ist ein Haus mit gut eingezäuntem Garten. Mit Kindern und mit anderen Haustieren versteht er sich in der Regel gut, was ihn zu einem Familienhund macht.

Er braucht auf jeden Fall die Zuneigung und Aufmerksamkeit seiner Menschen. Und das fast rund um die Uhr! Wenn Ihr ihn nicht mit zur Arbeit nehmen dürft, solltet Ihr die Anschaffung eines zweiten Hundes in Erwägung ziehen. Da der Basenji  ein Rudeltier ist, wird er sich mit einem Kumpel nicht mehr so einsam fühlen. Schwer wird es, wenn das geliebte Frauchen oder Herrchen den Basenji für längere Zeit verlassen müssen. Während des Urlaubs, wenn der Hund nicht mitgenommen werden darf, sollte der Basenji in vertraute Hände zu Verwandten oder Freunden, die er schon gut kennt, kommen. Tierpensionen eignen sich für diesen Hund in der Regel nicht. 

Den richtigen Basenji Züchter finden

Der Basenji ist inzwischen besonders in den USA sehr verbreitet. Aber auch in Europa wird der Basenji beliebter. Wenn Ihr einen Basenji-Welpen kaufen möchtet, solltet Ihr darauf achten, wie die Hunde dort gehalten werden. Welpen von unseriösen Züchtern sind oft schlecht sozialisiert und nicht gesund.

Basenji im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: Basenji
  • Herkunft: Kongo
  • Widerristhöhe: Rüden: 43 cm; Hündinnen: 40 cm
  • Gewicht: 9-11 kg
  • Fellfarben: schwarz und weiß, schwarz-weiß mit lohfarbenen Abzeichen, rot und weiß, lohfarben und weiß, gestromt
  • Besondere Merkmale:
    • kurzes, dichtes und glänzendes Fel
    • Falten auf dem Stirn
    • kaputzenförmige, abstehende Ohren
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
    • Sektion 6 Urtyp


Bildquelle: fotolia.com Urheber: Dogs 

 

 

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