Barsoi

Windhund aus Russland

Der Barsoi wurde in Russland schon im 14.-16. Jahrhundert zur Jagd von Pferden verwendet. Das russische Wort „borsoi“ bedeutet  „schnell“ oder „flink“, von diesem Wort wurde auch später der Namen dieser Windhunde abgeleitet – Barsoi. Lange Zeit galt der Barsoi als Hund der Aristokraten, eine Zeit lang sogar als „Damenhund“, er wurde auf vielen Bildern abgebildet. Bis zur russischen Revolution war er sogar nationaler Hund Russlands. Während der russischen Revolution ist die Population dieser Hunderasse in Russland stark zurückgegangen. In Europa wurde sie dagegen immer populärer. 

Der Barsoi in seinem eleganten Galopp

Der Barsoi ist ein schneller Hund mit einem ausgeprägten Jagdinstinkt und wird immer noch als Jagdhund eingesetzt. Seine besondere Art Beute zu töten wird sehr geschätzt. Der Barsoi bricht das Genick der Beute, ohne dabei den wertvollen Pelz zu verletzten. So kann der Pelz vollständig verarbeitet werden. Dieser sanfte und liebevolle Hund kann ebenfalls auch als Begleit- und Familienhund eingesetzt werden, braucht aber in diesem Fall eine konsequente Erziehung und viel Auslauf.

Aristokrat von der Nase bis zur Rutenspitze – Erscheinungsbild dieser Hunderasse

Das der Barsoi eine Zeit lang bei russischen Damen sehr beliebt war, ist kein Wunder. Dieser graziöse und elegante Hund kann eine beeindruckende Größe von bis zu 95 cm erreichen, wiegt dabei aber maximal 45 kg. Er hat einen schmalen und langen Kopf mit kleinen ovalen Ohren. Die haselnussbraunen Augen sind groß und mandelförmig. Das Haar des Barsois ist am Rücken und der Brust fein und lang und kann leicht wellig sein. Auch Ohren, Hals und Läufe sind bei dem Barsoi gut behaart. Das Fell darf alle Farben haben außer schwarz, schokoladenbraun und blau. Der Barsoi kann sowohl einfarbig als auch gescheckt sein.

Ruhig und gelassen – Charakter des Barsois

Draußen ist der Barsoi blitzschnell und kann große Geschwindigkeiten erreichen, zu Hause ist er aber überhaupt nicht hektisch, sondern gelassen und ruhig. Charakteristisch für diese Hunde ist die Anhänglichkeit an seine Menschen, weswegen sie sich gut als Familienhunde eignen. Mit Kindern ist dieser Riese sanft und liebevoll, auch andere Tiere aus seiner Familie toleriert er in der Regel. Anders sieht es jedoch mit fremden Hunden aus. Fremden Hunden wie auch fremden Personen gegenüber ist er sehr misstrauisch und zurückhaltend. Wie auch andere Windhunde, hat der Barsoi einen stark ausgeprägten Jagdtrieb. Er hat nicht nur eine feine Nase, sondern auch eine gute Sehkraft und bemerkt schon von weitem einen Hasen. Und dann kann ihn nichts mehr abhalten! Blitzschnell kann er eine bemerkenswerte Geschwindigkeit erreichen. Deswegen ist die konsequente Erziehung besonders wichtig. Der Barsoi soll auf Kommandos gut reagieren und sofort zu seinem Menschen zurückkehren. 

Geschwindigkeitsliebender Hund – artgerechte Haltung dieser Hunderasse

Der Barsoi braucht viel Auslauf und muss auch von der Leine gelassen werden, damit er sich auspowern kann. Rennen ist seine Lieblingsbeschäftigung. Da er aber einen ausgeprägten Jagdtrieb hat, sollte man ihn nicht in der Nähe von schnell gefahrenen Straßen von der Leine lassen, damit es zu keinem Unglück kommt. Eine Hunderennbahn ist dagegen ein idealer Ort, wo Euer Barsoi seine Geschwindigkeit ohne Gefahr für sich und für andere zeigen kann. Wenn der Barsoi gut erzogen ist und auf Kommandos gut reagiert, kann er auch in einem Wald von der Leine gelassen werden.

Für die Haltung in der Stadt ist der Barsoi wenig geeignet. Dieser Riese braucht Freiraum, den er in einer Stadt nicht bekommen kann. Ein Haus mit großem Garten, wo er sich jeder Zeit austoben kann, ist dagegen perfekt. Das Fell des Barsois soll täglich gebürstet und gekämmt werden, damit es sich nicht verfilzt. Auf seine Ernährung muss ebenfalls geachtet werden, da diese Rasse oft an Magendrehungen beim Hund erkrankt. Die ausgewogene und artgerechte Hunde-Ernährung und Ruhepausen nach der Fütterung sollen das verhindern. 

Eher seltene Hunderasse – einen Barsoi-Züchter finden

Wenn Ihr meint, dass der Barsoi gut in Eure Familie passt, solltet Ihr möglicher Weise etwas länger nach einem guten Züchter dieser Hunderasse suchen. Der Barsoi ist eine nicht allzu verbreitete Hunderasse. Eure Bemühungen werden belohnt, wenn Ihr einen Barsoi-Welpen zu Euch nach Hause holt. Wichtig ist, dass Ihr einen Welpen von einem vertrauenswürdigen Züchter holt. Frühzeitige Sozialisierung, die schon in einem jungen Alter stattfindet, wenn der Welpe noch bei seiner Mutter ist, spielt eine große Rolle bei der weiteren Erziehung des Hundes. Der Welpe muss zwar nicht alle Kommandos kennen und sie tadellos ausführen können, muss aber bereits einige Grundregel kennen.  

Barsoi im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: Barsoi
  • Herkunft: Russland
  • Widerristhöhe: Rüden 75-95 cm, Hündinnen 68-78 cm
  • Gewicht: 35-45 kg
  • Fellfarben: alle Farben außer schwarz, schokobraun und blau
  • Besondere Merkmale:
    • eleganter, hochläufiger Körperbau
    • langer und schmaler Kopf mit klienen Ohren
    • langes, dünnes Fell am Bauch, Hals und an den Beinen, sonst kurz und dicht
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 10 Windhunde
    • Sektion 1 langhaarige oder gefederte Windhunde


Bildquelle: fotolia.com Urheber: R.Bitzer Photography

 

 

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