Hunderassen: Australian Cattle Dog

Busch-Hund aus Down-Under

Wie der Name schon besagt, stammt der Australian Cattle Dog aus dem australischen Down Under. Ein Arbeitshund versteht sich, denn mit einem ruhigen Familienhund hätten die Einwohner nicht viel anfangen können. Daher wurde auch in der anfänglichen Zucht nicht besonders auf Schönheit, sondern auf Triebigkeit und Arbeitswillen geachtet.

Zu der genauen Herkunft oder Entstehung des Australian Cattle Dogs gibt es keine konkreten Angaben. Viele Geschichten ranken sich um den Viehtreiber, doch keine von ihnen lässt sich mit Fakten belegen. Als sicher gilt der Anteil von Droverdogs, Smithfields und Dingos in der Rasse. Aus diesen wenigen Fakten hat sich eine Geschichte ergeben, die sich in vielen Köpfen festgesetzt hat. Der Wahrheitsgehalt ist aber auch hier nicht geklärt: Smithfields waren eine der ersten Hunde, die die Rancher zum Viehtreiben benutzten.

Australian Cattle Dog war der neue Super-Arbeitshund

Doch das ständige Bellen dieser Hunde machte die Herde nur unruhig, was zu mehrfachen Ausbrüchen führte. Auch kamen sie mit dem Gelände des Australischen Down Unders nicht immer zurecht. Der Dingo war eigentlich verhasst, da er die Tiere der Rancher auf dem Gewissen hatte. Doch der Mut und die Zähigkeit faszinierten die Rancher, so dass sie ihn zur ersten Zucht einer neuen Rasse verwendeten. Den ersten Versuch unternahm 1740 Thomas Hall mit ein Paar Blue-Merles, aus Großbritannien importierte Collies. Die Collie-Dingo-Mischlinge arbeiteten schon wesentlich besser mit den Rindern. Lautlos und taktisch klug zwickten sie den Rindern in die Hinterläufer um sie einerseits am Laufen zu halten und andererseits nicht in deren Schusslinie zu kommen. Doch damit war man immer noch nicht zufrieden. 

Denn genauso wie die Mischlinge in die Fersen der Rinder zwickten, fassten sie auch nach den Fersen der Pferde. Ein buntes Rassemixen begann, um aus jeder Rasse das Beste herauszuholen: Dalmatiner kam angeblich dazu, da diese ein pferdefreundliches Verhalten zeigten und der australian Kelpie in Black-and-Tan, eine Schafhüterasse, sollte die Treibfähigkeit erhöhen.  

Dieser neue Hund sprach sich schnell vor allem bei den Ranchern aus Queensland herum und jeder wollte den „Super-Arbeitshund“ haben. Durch den hohen Beleibtheitsgrad in dieser Gegend, bekam der neue Hund die Namen Queensland Heeler und Queensland blue Heeler. Und 1963 wurde er auch offiziell als Rasse anerkannt wo sich der offizielle Name in Australian Cattle Dog änderte. 

Kleiner Hund - großes Wesen

Der Australian Cattle Dog ist tief in den Herzen der Australier verankert. Sie bezeichnen ihn als ihren besten Freund im Busch. Doch nicht wegen ihrer vielen Schmuseinheiten oder freudigen Spielstunden – sondern wegen dem Nutzen der Hunde. Das sollte man auch bedenken, wenn man sich einen solchen Hund als Haushund holen will. 

Der Australian Cattle Dog ist ein absoluter Arbeitshund. Er ist derb, hart und zäh. Er wacht über jede Situation, ohne die Nerven zu verlieren oder aggressiv zu werden. In diesem kleinen Hund von einer Widerristhöhe von gerade mal maximal 51 Zentimeter steckt sehr viel natürlicher Hund. Das Wesen des Australian Cattle Dogs konkret zu beschreiben ist geradezu unmöglich. Durch die vielen Rasseeinflüsse und die bunten Mischungen, kommen immer wieder „neue Hunde“ zum Vorschein. Jeder Wurf ist eigentlich ein bunter Wurf. 

Fest steht, dass der Australian Cattle Dog immer ein sehr agiler und gelehriger Hund ist. Man muss als Herrchen oder Frauchen dem australischen Arbeitshund mental gewachsen sein, ihn nicht nur physisch, sondern auch psychisch auslasten können und für seine oftmals rüde Art Verständnis aufbringen. Andererseits kann er auch durch seine Energie und Lebensfreude viele Menschen begeistern. Gerade Rüden gelten oft als sehr dominant. Als unsicherer Hundeführer, dem es schwer fällt sich durchzusetzen, sollte man die Finger vom Australian Cattle Dog lassen.

Bitte arbeiten - und schmusen

Wer jedoch in der Erziehung auch wieder mit einer zu harten Hand oder zu viel Druck arbeitet, erreicht beim Australischen Cattle Dog meist nur das Gegenteil. Er hat einen Dickkopf und den bringt er auch sehr oft zum Vorschein. Ein liebevoller und gerechter Umgang mit Konsequenz gemischt, ist das Rezept, das den Australian Cattle Dog zu einem führigen Hund macht. Er baut gerne eine starke Bindung zu seinem Herrchen oder Frauchen auf und belohnt diese auch mit einem schnellen Ausführen der Kommandos. 

Er ist prädestiniert für einen richtigen Job, ob es in der Rettungshundearbeit ist, als Reitbegleithund oder als Hütehund. Und das braucht er auch. Auf eine andere Weise den Australian Cattle Dog auszulasten gestaltet sich als sehr schwer. Zuhause ist er ein richtiger Familienhund. Er schmust gerne und viel und eignet sich auch für Familien mit Kindern. Die beschützt und bewacht der Australian Cattle Dog gerne und ist auch beim Spiel für viel Spaß zu haben. Die Familie ist für den Australian Cattle Dog sehr wichtig. Er braucht eine feste Bindung und hält sich immer sehr dicht an sein Herrchen oder Frauchen. Fremden gegenüber ist er meist reserviert. 

Der Australian Cattle Dog in der Stadt

Genauso wie die Liebe und Zuneigung seines Hundeführers, braucht er aber auch seine Freiheit. Zwingerhaltung kommt bei diesem Hund überhaupt nicht in Frage. Auch eine zu kleine Wohnung könnte ihn in seiner Freiheit einschränken. Ein Haus mit Hof oder Garten sind perfekt. Da der Australian Cattle Dog in der Regel keinen sonderlich ausgeprägten Jagdinstinkt hat, ist er auch für ein Zuhause in wildreichen Gebieten geeignet. 

Mehr über den Australian Cattle Dog auf Australian-cattle-dog-club.de

Australian Cattle Dog im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Australian Cattle Dog
  • Herkunft: Australien
  • Widerristhöhe: Rüden 46 bis 51 cm, Hündinnen 43 bis 48 cm
  • Gewicht: Zwischen 34 bis 50 kg
  • Fellfarben: rot gesprenkelt, blau, blau gesprenkelt oder getüpfelt, immer mit lohfarbenen Abzeichen
  • Besondere Merkmale:
    • Kleiner, kompakter Körperbau
    • Kurzes, glattes Fell
    • Lohfarbene Abzeichen
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 1 Hütehunde und Treibhunde (ohne Schweizer Sennenhunde)
    • Sektion 2 Treibhunde
  • Durchschnittliche Lebenserwartung: 11 bis 13 Jahre

 

Bildquelle:

Bild 1 wikipedia.org Urheber Eva holderegger walser

Bild 2 wikipedia.org Urheber Eva holderegger walser

Bild 3 wikipedia.org Urheber Eva holderegger walser

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