American Akita

Einwanderer in Amerika

Der American Akita hat seinen Ursprung in Japan, wo er für Bärenjagd und Schwarzwild verwendet wurde. Der Akita ist eine der ältesten Hunderassen der Welt. In Japan war er außerdem ein Hund der Samurai. Nach Amerika wurde der Akita schon 1603 transportiert und wurde zuerst für Hundekampf verwendet. Aber der sensible Asiate hat ziemlich schnell Herzen der Amerikaner erobert und obwohl  Hundekämpfe verboten wurden, hat man diese Hunderasse weiterhin gezüchtet. 

Während des zweiten Weltkriegs ist der Bestand des American Akita stark zurückgegangen und nur dank einigen Menschen, die sich für diese Hunderasse eingesetzt haben, konnte sie erhalten bleiben. Seit 2000 wurden Akita Inu und der American Akita als zwei eigenständige Hunderassen anerkannt. Heute ist der American Akita nicht nur in den USA populär, sondern auch in Europa und sogar in Japan, wo diese Hunderasse für ihren ausgeglichenen Charakter besonders geschätzt wird. Der American Akita ist ein guter Begleit- und Familienhund, eignet sich außerdem gut als Wach- und Jagdhund. 

Der American Akita in dunkelbraun und weiß steht aufrecht und schaut seitlich.

Kräftige Hunderasse mit üppigem Fell

Auch in Äußerlichkeit gibt es einige Unterschiede des American Akita von seinem asiatischen Bruder. Während man in Japan versuchte einen kleineren und zierlichen Akita Inu zu züchten, hat man in den USA einen kräftigen, starken und gut bemuskelten Hund gezüchtet. Der American Akita kann man  außerdem in mehreren Farbvariationen antreffen: rot, falbfarben, weiß, rotbraun, gestromt und gescheckt mit oder ohne Maske, während der Akita Inu heute nur in Weiß, Rot und Brindel gezüchtete wird. Bis auf diese beiden Merkmale sind beide Hunderassen sehr ähnlich. Beiden haben einen breiten Kopf, abstehende, spitze, kleine und fast nach vorne getragene Ohren, kleine und dunkle Augen. Die Unterwolle ist dicht, weich und kürzer als das Deckhaar. Das Deckhaar ist drahtig, steif und gerade. Am Kopf und Pfoten ist das Haarkleid kürzer als am Körper. An der Rute, die hoch angesetzt und kräftig ist und eingerollt über dem Rücken getragen wird, ist das Haar am längsten. 

Selbstbewusst, aber anhänglich – Charakter des American Akita

Der American Akita ist ein Hund mit Charakter, der in die Hände von erfahrenen Hundehaltern gehört. Er ist ein Rudeltier und liebt nicht allein gelassen werden. Wenn es keinen Zweithund gibt, betrachtet er seine Familie als Rudel, in dem er manchmal versucht seine Rangordnung zu bestimmen. Um das zu vermeiden, braucht er eine konsequente Erziehung, die allerdings auf gar keinen Fall hart sein darf. Auf Härte reagiert der sensibler Japaner oft mit Sturheit oder sogar mit Aggressivität, die für diese Hunderasse aber nicht typisch ist.

Der American Akita ist ein intelligenter und lernwilliger Hund, der aber nie unterwürfig wird. Wenn Ihr also einen Hund haben möchtet, der Euch Stöckchen bringt, solltet Ihr Euch nach einer anderen Hunderasse umsehen. Aber er hat viel mehr drauf, als Stöckchen zu bringen. In Unterschied zu seinem asiatischen Bruder ist der American Akita nicht nervös oder aggressiv, sondern sehr freundlich, ruhig und gelassen. Er ist ein mutiger Beschützer seiner Familie und seines Reviers, greift aber nicht an und hat sogar „Beißhemmungen“.

Fremden gegenüber ist er distanziert oder, wenn sie nach seiner Einschätzung keine Gefahr für ihn oder sein Rudel darstellen, gleichgültig. Manchmal kann der American Akita Schwierigkeiten mit anderen Hunden haben, die nicht zu seinem Rudel gehören, aber durch eine frühe Sozialisierungsphase kann dieses Verhalten berichtigt werden.  

Hunderasse, die ihr Rudel braucht – Haltung und Pflege

Der American Akita ist ein aktiver und bewegungslustiger Hund, der viel Auslauf und Beschäftigung braucht. Dabei sollten Beschäftigungen abwechslungsreich sein. Die Routine-Aufgaben mag der American Akita nicht und wird von ihnen ziemlich schnell gelangweilt. In einer Stadtwohnung fühlt er sich am falschen Platz. Das Haus mit dem Garten ist dagegen wie für ihn geschaffen. Aber auch Austoben und Spiele im Garten sollen stundelange Spaziergänge für diese Hunderasse nicht ersetzen.

Wenn Ihr oft wandert oder einfach mal ausgedehnte Spaziergänge im Freien unternehmt, kann diese Hunderasse ein guter Begleiter sein. Wenn Ihr aber ihn nicht stundenlang im Wald suchen möchtet, solltet Ihr den kleinen Sturkopf besser anleinen – von seinem Jagdinstinkt gefolgt kann der American Akita die Weite suchen. Ausgelastet ist der American Akita zu Hause sehr ruhig und ausgeglichen, mag aber nicht allein gelassen werden. Ohne sein Rudel fühlt sich der American Akita unglücklich. Deswegen, wenn Ihr nicht 24 Stunden am Tag mit ihm verbringen könnt, solltet Ihr die Anschaffung eines zweiten Hundes in Erwägung ziehen. Die Fellpflege des American Akita kann während des Fellwechsels sehr aufwendig sein. Eine gute Bürste und ein leistungsstarker Staubsauger sind dabei ein Muss! 

Ein guter Züchter – woran erkennt man ihn?

Die Popularität des American Akita in Europa und Deutschland wächst. Dennoch solltet Ihr Zeit und Geduld einplanen und nicht bei dem ersten, in der Nähe wohnenden Züchter  einen Welpen kaufen. Wenn Ihr einen gesunden und gut sozialisierten Welpen haben möchtet, solltet Ihr besonders darauf achten, wie Welpen gehalten werden, ob Zuchttiere für diese Hunderasse untypisches Verhalten aufweisen und ob sie auf genetische Erkrankungen mithilfe eines DNA-Tests für Hunde getestet wurden. Auch wenn Ihr Mitleid mit Hunden habt, kauft keine Welpen da, wo Tiere nicht artgerecht gehalten werden z.B. in engen und unsauberen Zwinger, unterernährt und schlecht medizinisch versorgt! Solche „Züchter“ müssen einer Tierschutzorganisation vorgestellt und nicht mit dem Geld durch Welpen-Verkauf belohnt werden! 

American Akita im Hunderassen-Steckbrief

  • Name: American Akita
  • Herkunft: ursprünglich Japan, später USA
  • Widerristhöhe: Rüden: 66-71 cm; Hündinnen: 61-66 cm
  • Gewicht: 35-55 kg
  • Fellfarben: rot, weiß, falbfarben, gestromt und gescheckt, mit und ohne dunkle Maske 
  • Besondere Merkmale:
    • kräftig gebaut, muskulös
    • breiter Kopf mit abstehenden Ohren, die leicht nach vorne aufgerichtet sind
    • hochangesetzte, im Ansatz dicke Rute, eingerollt über dem Rücken getragen
  • FCI-Klassifikation:
    • Gruppe 5 Spitze und Hunde vom Urtyp
    • Sektion 5 Asiatische Spitze und verwandte Rassen


Bildquelle: fotolia.com, Urheber: Rita Kochmarjova

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