Angefangen hat beim Airedale-Terrier alles mit der Jagd auf Fischotter. Diese war vor allem in der britischen Region Yorkshire beliebt, wo im Fluss Aire die besten Chancen auf reiche Beute bestanden. Nach großen Kreuzungsbemühungen – Zucht-Grundlage war der Working Terrier – erhielt man schließlich einen Hund, der dank seiner schwimmerischen Fähigkeiten und dem großen Mut auch in die Unterwasserbauten der Otter vordrang.
Als die Jagd auf die Wassertiere mit der Zeit aus der Mode kam, musste der Airedale-Terrier beweisen, dass er auch auf anderen Gebieten glänzen konnte. Da er dies mit Bravour tat, ging die wilde Hatz für den Jagdhund weiter – Dachse, Hirsche, Wildschweine und später sogar Braunbären standen nun auf seiner Beuteliste. Sein Weg führte dabei bis ins ferne Kanada, und im 20. Jahrhundert schaffte er es in England und Deutschland sogar in den Sanitäts- und Meldedienst beim Militär und wurde eine der ersten Hunderassen, die den Polizeidienst leisteten.
Airedale-Terrier: Ein Jagdhund
Die Jagd steckt ihm in den Knochen – daher sollte man einem Airedale- Terrier zumindest geeignete Ersatzbeschäftigungen verschaffen. Wer mit der Erziehungsarbeit früh beginnt, stets konsequent bleibt aber ihm auch freundlich gegenüber tritt, braucht sich beim Otterhund über fehlenden Gehorsam nicht zu beklagen. Er arbeitet gerne - allerdings kann er auch ein Sturkopf sein.
Der Airdale-Terrier ist ein verlässlicher und treuer Familienbegleiter. Als Spielkamerad für die Kinder ist er bestens geeignet, genauso als Bewacher von Haus und Hof. Er ist furchtlos, aber nicht aggressiv. Falls ein Rudelmitglied jedoch in Gefahr gerät, setzt er sich auch für ihn ein.
Fellpflege beim Airedale
Bei der Pflege des Tauchwunders sollte man sich zunächst auf das dicke Fell konzentrieren. Dabei will oft und mit Verve gebürstet werden, was sonst unschön verfilzen könnte. Aber auch das Trimmen des Fells darf nicht in Vergessenheit geraten. Sonst neigt der Airdale-Terrier nämlich zu Hautproblemen. Fressen tut der Hund seinem Fitnessprogramm entsprechend: Läuft er zeitweise etwas weniger, sollte man die Rationen aus Fleisch – gerne auch gebraten serviert -, Reis und Gemüse etwas reduzieren. Im Allgemeinen ist der Brite aber eher pflegeleicht, durch sein wildes Treiben im Unterholz fängt er sich aber gern mal Parasiten ein – ständige Kontrolle ist also angesagt.
Dieser Hund liebt das Leben im Freien - was ja nicht grundsätzlich gegen eine Haltung in der Stadt spricht. Dennoch sollte man ihn nicht in eine enge Etagenwohnung zwängen. Ein kleiner Garten, besser noch ein Haus in Waldnähe: So macht man seinen Airedale-Terrier glücklich. Wer dies nicht bieten kann, der darf sich zumindest der enormen Ausdauer des Hundes sicher sein und muss eben häufiger – und länger – mit ihm raus. Das hilft dem Hund, der eigenen Fitness auf die Sprünge und schafft Ausgeglichenheit im Zusammenleben.
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Airedale-Terrier im Hunderassen-Steckbrief:
Name: Airedale Terrier (Waterside Terrier, Bingley Terrier)
Herkunft: Großbritannien
Patronat: Großbritannien
Widerristhöhe: Rüden zwischen 58 und 61 cm, Hündinnen 56 bis 59 cm
Gewicht: 20 bis 30 kg
Fellfarben: Lohfarben mit großem schwarzen Sattel
Besondere Merkmale:
- robust und sehr muskulös
- dichtes, drahtiges Haarkleid
- guter Schwimmer
FCI-Klassifikation - Gruppe 3: Terrier
- Sektion 1: Hochläufige Terrier
Durchschnittliche Lebenserwartung 14 Jahre


