Hunderasse: Afghane

Windhund oder Modehund?

Raue Gegend, raue Sitten – sollte man meinen, doch obwohl der vermutlich von persischen Kaufleuten ins wilde Afghanistan gebrachte Windhund mit den Widrigkeiten des bergigen Landes zurechtkommen musste, hat er sich eine ausgesprochene Vornehmheit bewahrt. Der Afghane mit dem auffälligen Seidenfell jagte damals alles, was seinen Haltern als Beute galt – neben Gazellen und Antilopen also auch Füchse, Wölfe und sogar Panther. Dass in dem späteren Modehund eigentlich ein tougher Kämpfer steckt, sollte damit jedem klar sein.

Nach Europa kam der Sprinter erst Anfang des 20. Jahrhunderts. Hier schaffte er es allerdings gleich ins britische Königshaus, wo sich Prinzessin Alexandra an einem Exemplar erfreute. Die aus dieser Linie stammenden Hunde sind auch heute noch in ganz Europa beliebt und trotz ihrer Extravaganz die beliebteste Windhund-Rasse.

Afghane jagt Greyhound - Rennen statt Gehorsam 

Der Afghane ist ein exzellenter Läufer, und wäre ihm dabei nicht sein langes Fell im Weg, könnten Greyhound und Co. wohl längst einpacken. Doch auch außerhalb der Rennbahn hat das Langhaar einiges zu bieten, wenngleich er es einem bei der Erziehung nicht leicht macht. Stumpf Befehle befolgen ist nämlich nicht seins – Konsequenz und Hingabe sind hier gefragt. Die wenig nachgiebige Art macht den Renner sicher nicht zum Anfängerhund, bei einiger Erfahrung kehrt man aber schnell seine guten Seiten hervor. 

Am Ende steht jedenfalls ein lebenslustiger Begleiter, der unbedingt in das Familienleben eingebunden sein will. Für ihm entgegengebrachte Liebe bedankt sich der edle Hund dann mit großer Treue und passt mit Leidenschaft und Esprit auf Haus und Hof auf. Wegrennen empfiehlt sich für Eindringlinge jedenfalls nicht – er kriegt sie alle. 

Afghane und Stadt - Hundesport macht's möglich 

Ein Vielfraß mit schlanker Figur – beim Afghanen geht dies zusammen. Verdanken kann er diese beneidenswerte Eigenschaft seinem enormen Aktivitätsdrang. Er verbraucht so viel, dass auch sein Schlingen und Schlürfen keine Fettreserven produziert. Wer also auf Ausgewogenheit achtet, braucht sich bei der Futterrationierung keine großen Sorgen machen. Mehr Arbeit macht da schon das feine, lange Fell. Tägliche Pflege ist hier angesagt, und auch Baden sollte man den Afghanen hin und wieder.

Dem Afghanen reicht eine Stadtwohnung – solange er sich draußen ordentlich austoben kann. Ohne Rennen oder ausgiebigen Hundesport wird er allerdings unglücklich, daher sollte man die Bewegung des Hundes stets fördern. Ganz Mutige können auch gleich mitziehen und sich an der Leine durch den nächsten Park ziehen lassen – eine sportliche Herausforderung hat schließlich noch niemandem geschadet.

 

Weitere Infos: Afghane Windhund Hunderassen bei Wikipedia

Afghane im Hunderassen-Steckbrief:

  • Name: Afghane (Afghanischer Windhund)
  • Herkunft: Afghanistan
  • Patronat: Großbritannien
  • Widerristhöhe: Rüden 69-74 cm, Hündinnen 62-69 cm
  • Gewicht: 20-30 kg
  • Fellfarben: alle Farben erlaubt, meist jedoch rot, schwarz und beigefarben
  • Besondere Merkmale:
    • vorneheme Bewegungen
    • langer, schmaler Schädel
    • seidiges, langes Haar
  • FCI-Klassifikation
    • Gruppe 10 Windhunde
    • Sektion 1 Langhaarige oder befederte Windhunde, ohne Arbeitsprüfung
  • Durchschnittliche Lebenserwartung 12 Jahre

 

Bildquelle: wikipedia.org Urheber: Jurriaan Schulman aus der englischsprachigen Wikipedia

 

 

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